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Gottesacker St. Lambertus (Virtual Reward 3.0) Virtual Cache

Hidden : 8/18/2022
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   virtual (virtual)

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Geocache Description:


Der Gottesacker von St. Lambertus

Please find the english version below.

Ihr steht hier vor der Lambertuskirche in Mettmann. Diese Kirche hat eine lange Geschichte und auch der Gottesacker (Kirchhof/Friedhof) hat eine ebenso lange.

Doch zurück zu den Anfängen.

fränkische Kapelle Die erste Keimzelle Mettmanns oder Medamanas war wohl der Königshof, der auf einen alten Hof aus dem 10 Jhh. zurückgeht.
(Anm.: Medamana ist ein Wort das aus dem Althochdeutschen Mittelste hervorgegangen ist. Mettmann liegt zwischen den beiden Bächen Düssel und Schwarzbach am mittleren Bach.
Es gibt jedoch auch andere Deutungen, so etwa medemmanni aus [mede=Miete] abgeleitet. Die hier ansässigen Bauern waren als Pächter der Äcker des Königshofes dem Kloster Kaiserswerth mietpflichtig.[2])

Erste urkundliche Erwähnung des Königshofes stammen aus dem Jahr 904 als wichtigem Stützpunkt an der „strata coloniensis".
Zum Königshof gehörte auch eine fränkische Kapelle nebst Friedhof und einigen Handwerkerhäusern.
Außerdem gab es im Umfeld auch einen Gasthof für Reisende.

Die Kapelle kann als Vorläufer der späteren Lambertuskirche bzw. des Lambertusturms betrachtet werden.

Im Jahre 1180 wurde hier die neue romanische Kirche (Lambertuskirche) mit einem großen Westturm errichtet. Der bis zur Spitze etw 57 m hohe Bau wurde aus hiesigem Kalkstein errichtet und im 19. Jhh. mit Tuffstein aus dem Siebengebirge ummantelt.
Der Turm diente sowohl als Wehr-, als auch als Alarmturm und seine Größe deutet auf die Bedeutung Medmanas zur damaligen Zeit hin.
Im Gegensatz zur Kirche, die eine wechselvolle Geschichte hatte, ist der Turm auch heute noch erhalten und das älteste Baudenkmal Mettmanns.

Heute beherbergt der Turm vier alte Glocken und damit eines der schönsten Geläute der Umgebung.[3]
  1. Sinte Lambert, die älteste (900 kg), 1429
  2. Anna, (1775 kg), 1515
  3. Communitati servio, (Sturmglocke), (2250 kg), 1727
  4. ohne Namen, (250 kg), 1729
Lambertusturm
Marktplatz
Legende (im Uhrzeigersinn):[1]
Dorp Medemen    : Dorf Medemen / Medamana / Mettmann
Kircheisen            : Gitter im Durchgang um streunendem Vieh, speziell Schweinen den Zugang zu verwehren und die Gräber zu schützen.
Leonhardsgaden
Gaden up der Trappen

Gaden                  :
Steingebäude die nicht nur der Verteidigung sondern besonders der sicheren Verwahrung von Wertgegenständen in Zeiten der Gefahr dienten.
Kirchhofsmauer
Strait uff Cöllen
Friedhof
Greberturm
St. Lambert
Auf dieser schönen Zeichnung von H.-G. Hütten[1] ist der historische Marktplatz ungefähr um 1900 mit einigen typischen Häusern zu sehen. Einige dieser Häuser sind auch heute noch zu sehen, z.B. Das Türmchen, andere gibt es heute leider nicht mehr.
Im Vordergrund ist der Durchgang zum Marktplatz von der Oberstraße, bzw. vom Düsseldorfer Tor aus zu sehen. Das Gebäude links neben dem Zugang existiert heute leider nicht mehr. Bei einem Brand im Jahr 1984 wurde die Drogerie zerstört.
Der Gottesacker war lange Zeit auch Marktplatz, erst im Jahre 2011 wurde dieser auf den Jubiläumsplatz verlagert, da dort die Zugänglichkeit für die Marktbeschicker einfacher war und der historische Marktplatz geschützt werden sollte,


historischer Marktplatz
In der Mitte des Marktplatzes ist die Kirche St. Lambertus in ihrem endgültigen Bauzustand zu sehen. Über die Jahrhunderte sind immer wieder Teile zerstört worden oder eingestürzt.
Im nachfolgenden werden ein paar Zeitdaten aufgelistet:

1180       der Lambertusturm und das romanische Kirchenschiff werden gebaut
1484       ein neues Kirchenschiff im gotischen Stil wird errichtet
1703       Einsturz des Seitenschiffes nach einem Sturm
1705       Einsturz des Hauptschiffes
1706       Bau eines einfachen Kirchenschiffes mit einem flachen Dach auf zwei Eichenholzsäulen[2][4]
1881       Vergrößerung der Kirche. Das dreiseitige Kirchenschiff in der heutigen Form entsteht.
1976-8    Renovierung und Rekonstruktion der Kirche[4]


Luftschutzstollen
Der Friedhof um die Lambertuskirche wurde über Jahrhunderte genutzt. (Wie auch das ehemalige Beinhaus belegte [1].)
Im Jahre 1807 wurde der Friedhof jedoch aus hygienischen Gründen an den Pfingstgarten (Goethestraße) verlagert.
Auf dem Kirchplatz ist heute nur noch ein Grabstein zu finden, einige weitere befinden sich in der alten Kapelle auf dem Friedhof Goethestraße.
Das Leisplieters Kreuz wurde auf dem ehemaligen Friedhof St. Lambertus unter der Erde gefunden. Das ca. 1 m hohe Kreuz ist aus Kalkstein gefertigt und stark verwittert.
Inschrift:  ANNO 1730 ... DIESE 4 GRUFTEN GEHÖRN ZU LEISPLIETERS HAUS ...[1]
 
Was jedoch vielen, auch alt eingesessenen Mettmannern unbekannt ist, ist die Tatsache, dass in den letzten Kriegsjahren (1944) unter dem ehemaligen Friedhof ein Luftschutzstollen gegraben wurde.
Auf der Zeichnung von H.-G. Hütten[1] ist dieser Stollen mit seinen Eingängen zu sehen.
Heute gibt es von dem Stollen keine offensichtlichen Spuren mehr.
Da er die Stabilität der Kirche bedroht war (Gewölbeschäden), wurde 1975 der Versuch unternommen diesen Stollen zu verfüllen. Im Jahre 1986 erfolgte dann der endgültige Verschluss.

Logbedingungen:

Seht Euch auf dem Kirchhof gründlich um und macht ein Foto von Euch vor einer markanten Stelle, es muss mindestens das GPS-Gerät zu sehen sein.

Das Bild kann vor dem letzten verbliebenen Grabstein oder einem anderen interessanten Ort aufgenommen sein. Seid kreativ und überrascht die Community und mich.

Eine wichtige Regel gibt es jedoch zu beachten.

Bitte belästigt oder stört niemanden, beachtet die Persönlichkeitsrechte anderer und zerstört oder beschädigt nichts vor Ort.





Die wundervollen Zeichnungen von H.-G. Hütten sind mit freundlicher Genehmigung der "Aule Mettmanner" verwendet worden.

Herkunft und Copyright der Zeichnungen:

[1] H.-G. Hütten, 2000, Der tausendjährige Gottesacker zu Mettmann

[2] Der Stadtdirektor, Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Heimatvereinigung "Aule Mettmanner", 1985, Auf den Spuren der Stadtgeschichte

weitere Quellen:

[3] Dr. Hans Thiel, 1954, Mettmann, Stadt und Land in Vergangenheit und Gegenwart, zum 1050 Jubiläum von Mettmann,

[4] Lambertus aktuell, Sonderausgabe zur Feier der Altarweihe am 10.09.1978




The Chuchyard of St. Lambertus

You are standing in front of the Lambertus Church in Mettmann. This church has a long history, and the church (cemetery) also has one for just as long.

But back to the beginnings.


fränkische Kapelle The first settlement of Mettmann or Medmanas was probably the Königshof, which dates back to an old estate of 10th century.
(Note: Medmana is a word that emerged from the Old German Middle. Mettmann is located between the two streams of Düssel and Schwarzbach on the middle stream.
However, there are other interpretations, such as medemmanni derived from [mede=rent]. The farmers here were the tenants of the fields of the Königshof who were liable to rent to the monastery of Kaiserswerth.[2])

The first documented mention of the estate Königshof dates from 904 as an important base at the "strata coloniensis".
The Königshof also included a Franconian chapel, together with cemetery and some houses of craftsmen.
In addition, there was also an inn for travellers in the vicinity.

The chapel can be seen as forerunner of the later Lambertus church or the Lambertustower.

In 1180 the new Romanesque church (St. Lambertus) with a large western tower was built. The building, which was about 57 m high up to the top, was constructed and built from the limestone of the region and was covered with tuff from the seven mountains (Siebengebirge) in the 19. century.
The tower served as both a defense and alarm tower, and its size indicates the significance of Medmana at the time.
In contrast to the church, which had a varied history, the tower is still preserved today and is the oldest historic monument of Mettmann.

Today, the tower houses four old bells and thus one of the most beautiful peal of bells in the area.[3]
  1. Sinte Lambert, the oldest (900 kg), 1429
  2. Anna, (1775 kg), 1515
  3. Communitati servio, (storm bell), (2250 kg), 1727
  4. Without names, (250 kg), 1729
Lambertusturm
Marktplatz
Legend (clockwise):[1]
Dorp Medemen    : Village Medemen / Medamana / Mettmann
Kircheisen            : Grid in the passage, to block access for straying animals, especially pigs, and protect the graves.
Leonhardsgaden
Gaden up der Trappen

Gaden                  :
stone buildings that served not only for defense but also for the safe safekeeping of objects of value in times of danger.
Kirchhofsmauer   : Churchyard Wall
Strait uff Cöllen
   : Road to Cologne
Friedhof
               : Cemetery
Greberturm
St. Lambert
This beautiful drawing by H.-G. Hütten[1] is showing the historic market square of about 1900 with some typical houses. Some of these houses are still to be seen today, for example, the “Türmchen”, but some are unfortunately no longer here today.
In the foreground you can see the passage to the market square from “Oberstrasse” or from the “Düsseldorf” gate. The building to the left of the entrance does not exist any more today. A fire in 1984 destroyed the drug store.
The churchyard was also a market place for a long time, and it was only in 2011 that it was moved to the “Jubiläumsplatz”, where access was simpler for the market feeder and the historic market place was to be protected,


historischer Marktplatz
In the middle of the market place, the Church of St. Lambertus can be seen in its final state of construction. Over the centuries parts have been destroyed or collapsed.
You can find a brief history listed below:

1180       the Lambertusturm and the Romanesque nave are built
1484       new Gothic nave was built in 1484
1703       collapse of the sideshow after a storm
1705       collapse of the main vessel
1706       construction of a plain nave with a flat roof on two oak columns[2][4]
1881       enlargement of the church. The three-sided nave is created in today's form.
1976-8    renovation and reconstruction of the church[4]

Luftschutzstollen
The cemetery surrounding the Lambertuskirche has been used for centuries. (As was the former leg house.[1])
In 1807, however , the cemetery was relocated to the "Pfingstgarten" (Goethestrasse) for hygienic reasons.
Today there is only one tombstone left in the church square, and a few others are in the old chapel on the cemetery Goethestrasse.
The "Leisplieters Kreuz" (Leisplieters Cross) was found in the former St. Lambertus cemetery below Earth. The cross, which is approx. 1 m high, is made of limestone and is heavily weathered.
Inscription:  ANNO 1730 ... DIESE 4 GRUFTEN GEHÖRN ZU LEISPLIETERS HAUS ...[1]
              ANNO 1730 ... THESE 4 VAULTS BELONG TO LEISPLIETERS HOUSE ...[1] 

But what is unknown to many citizen of Mettmann, even old-established population, is the fact that in the last years of the world war II (1944) a civilian shelter tunnel was dug under the former cemetery.
In the drawing of H.-G. Hütten[1] shows this tunnel with its entrances.
Today there are no more obvious traces of the tunnel.
Since the stability of the Church was threatened (vault), an attempt was made in 1975 to fill these studs. In 1986 the final closure took place..

Log Conditions:

Look around at the cemetery and take a photo of you in front of a prominent spot, at least the GPS unit must be visible.
The picture can be taken in front of the last remaining tombstone or another interesting place. Be creative and surprise the community and me.
However, there is an important rule to observe.

Please do not bother or disturb anyone, observe the personal rights of others and destroy or damage nothing on site.




Virtual Rewards 3.0 - 2022-2023

This Virtual Cache is part of a limited release of Virtuals created between March 1, 2022 and March 1, 2023. Only 4,000 cache owners were given the opportunity to hide a Virtual Cache. Learn more about Virtual Rewards 3.0 on the Geocaching Blog.


Additional Hints (No hints available.)