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Pfarrkirche St. Blasius Virtual Cache

Hidden : 3/1/2022
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   virtual (virtual)

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Geocache Description:


Pfarrkirche St. Blasius in Kellberg

 

Die Pfarrei Kellberg gehört zu den Urpfarreien und wurde bereits 1076 vom Hl. Bischof Altmann von Passau gegründet. Das Gebiet der Pfarrei umfasste die heutigen Pfarreien Thyrnau, Hauzenberg, Haag.

Die jetzige Pfarrkirche (Langhaus und Altarraum) wurde 1654 im spätgotischen Stil fertiggestellt, nachdem bereits Vorgängerkirchen existiert haben. Patron der Kirche ist der Hl. Blasius. Der Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert und war ursprünglich ein Wehrturm. Im Kirchenschiff sieht man noch eine Pechnase. 1732 erhielt der Turm die Zwiebelkuppel. Im Erdgeschoss des Turmes befindet sich die Taufkapelle mit dem Taufbecken. Im Glockengestühl hängen 5 Glocken.

Der Altartisch wurde nach der Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils aufgestellt und der neugotische Hochaltar entfernt. Dieser wurde in den 80er Jahren renoviert und wieder aufgebaut. Über dem Tabernakel ist die Kreuzigung dargestellt mit Maria und Johannes, außen links und rechts die Apostelfürsten Petrus mit Schlüssel und Paulus mit dem Schwert. Über dem Kreuz ein kleines Relief des Pelikans, als Sinnbild für die Opferung Christi für die Seinen. Darüber als Kirchenpatron der Hl. Blasius mit der Kerze. Weitere kleinere Heiligenfiguren zeigen die Heiligen Sebastian, Josef, Antonius und Florian.

Der linke Seitenaltar zeigt die Hl. Katharina, die Hl. Ottilie und die Hl. Barbara. Am rechten Seitenaltar ist die Madonna mit dem hl. Stephanus und dem hl. Laurentius dargestellt.

Über dem linken Seiteneingang (Nordeingang) ist ein Vierzehn-Nothelfer Gemälde von 1680, das den Hl. Blasius umgeben von den anderen Nothelfern zeigt. Das Nothelferbild war ursprünglich im barocken Hochaltar zu sehen. Dieser wurde jedoch später durch einen neugotischen Altar ersetzt.

Die Gründungssage

Wie bei vielen alten Kirchen steht am Beginn der Baugeschichte eine Sage mit folgendem Inhalt: Anfänglich wollte man die Kirche nicht in Kellberg, sondern weiter nördlich in Oberdiendorf errichten. Andere Sagenvarianten sprechen von Hundsdorf oder Zwölfling. Die Zimmererleute hatten dort mit der Arbeit schon begonnen, sie kamen aber nicht voran. Immer wieder hackten sie sich in die Hände. Da stieß ein Vogel vom Himmel hernieder, nahm mit dem Schnabel einen blutigen Holzspan auf und flog damit nach Passau, umkreiste dreimal die Domtürme und kehrte nach Kellberg zurück, wo er den Span fallen ließ. Darin sah man ein Zeichen des Himmels, dass hier die Kirche errichtet werden sollte. Die Volkskunde deutet solche Aussagen dahingehend, dass die Bevölkerung ihren Kultort dort haben wollte, wo er schon in vorchristlicher Zeit war. Dies schien wichtiger gewesen zu sein als die kirchlich geplante zentrale Lage der zu errichtenden Kirche.

 

1076 Pfarreierhebung durch Bischof Altmann

Von 1065 bis 1091 regierte Bischof Altmann das Bistum Passau. Er stammte aus der Diözese Paderborn, sein Geburtsjahr wird mit1015 angesetzt. Er hatte in der Kaiserwitwe Agnes eine Gönnerin. Auf ihr Betreiben wurde der kaiserliche Hofkaplan im Alter von 50 Jahren Bischof von Passau, des seiner Ausdehnung nach größten Bistums des Reiches. Dieser Oberhirte ist bis heute als Gründer der Pfarrei Kellberg von Bedeutung.Aus mehreren nachempfundenen Kaiser-und Papsturkunden ist zu erkennen, dass Altmann seiner um 1070 erfolgten Klostergründung St.-Nikola vor den Mauern Passaus ein paar Jahre später seinen „Bischofs-Zehent“ zusprach, also ein Drittel des Zehents aus der Pfarrei Kellberg.1077 wurde Altmann aus dem westlichen Teil seines Bistums und damit aus seiner Bischofsstadt Passau vertrieben, nachdem er am Stephanitag des Jahres 1075 von der Domkanzel herab die Vorstellungen des Papstes über die Einsetzung von Bischöfen und die Ehelosigkeit der Priester verkündet hatte. Dabei wurde Altmann von den Domgeistlichen lebensbedrohend angegriffen.
Als Heiliger wird Bischof Altmann mit Genehmigung Roms in den Bistümern Sankt Pölten, Linz und Passau angerufen. Die 1076 als bestehend geltende Pfarrei Kellberg umfasste, wie schon festgestellt, die heutigen Pfarreien Kellberg, Thyrnau, Haag und Hauzenberg. Ein nördlicher Teil der Pfarrei Thyrnau wurde später der Pfarrei Büchlberg und ein nordöstlicher Teil von der Pfarrei Hauzenberg der heutigen Pfarrei Sonnen zugeteilt, ein südöstlicher der heutigen Pfarrei Germannsdorf.Der Altmann-Pfarrsprengel für Kellberg war identisch mit dem niedernburgischen Verwaltungsbezirk Kellberg. Flüsse und Bäche waren klar erkennbare Grenzen. Im Südosten war dies die Donau, im Osten Erlau, Aubach und das Ranna-Quellgebiet. Im Westen begrenzte der Satzbach die Pfarrei von seiner Mündung in die Donau bis zu seinen Quellbächen im Norden. Von dort verlief die Grenze entlang der Höhenzüge des Steinberges und Oberfrauenwaldes. Damit hatte die Altpfarrei eine Südwest-Nordostausdehnung von etwa 20 km und eine Ausdehnung von Nordwesten nach Südosten von etwa 10 km.

Das Kirchengebäude

Der Bau des gotischen Chors am Dom zu Passau in der Zeit von 1407 bis 1444 löste auch in den Pfarrdörfern der Umgebung einen Baueifer aus. Der vierstrahlige Rautenstern in den Chorgewölben ist das stilistische Merkmal der Kirche in Kellberg. Der große Dombaumeister Hans Krumenauer führte ihn in Passaus Herrenkapelle, jetzt Andreas-Kapelle genannt, am Domkreuzgang ein. Von dort machte die Neuerung in der Umgebung Schule.

Die Standorte und Ausdehnungen der Vorgängerkirchen der heutigen Kellberger Kirche lassen sich teilweise rekonstruieren. Fest steht, dass mit dem Bau des heutigen Gotteshauses um 1450 begonnen wurde. In einem Abgabenbuch für die Pfarrkirche, einem Urbarium von 1720, heißt es: „Anno 1450 ist dies löblich Gotteshauß Kellberg zu Ehren des hl. Nothelfers Blasii von der gnedigen Herrschaft und Watzmannstorfer Familie erbauth und von Grundt aufgeführt worden.“ Mit 1450 wird der Baubeginn gemeint sein, wobei die Mauern des Chores und die der alten Sakristei eine erste Bauphase darstellen, da sie wesentlich stärker sind.Die Chorbogenmauer wurde weitgehend von einer Vorgängerkirche, vermutlich der Altmann-Kirche, übernommen und stellt damit das älteste aufgehende Mauerwerk der heutigen Kirche dar. Man kann vermuten, dass neben Hand-und Spanndiensten von Pfarrangehörigen die Finanzmittel von der Watzmannsdorfer Familie kamen, wobei der Bau im Einvernehmen mit dem Domkapitel bzw. dem Innbruckamt, welches damals die zuständige Behörde für die Pfarrei Kellberg war, durchgeführt wurde. Und all das geschah natürlich auch mit Zustimmung der jeweiligen Bischöfe.
Während der ca. 40-jährigen Bauzeit der heutigen Kirche musste man sich für die Abhaltung des Gottesdienstes mit Notlösungen begnügen. Solange es ging, benutzte man noch Teile der Vorgängerkirche; mit Notdächern und Holzverschalungen musste man sich weiter behelfen. Die schon bestehende Leonhardi-Kapelle konnte benutzt werden, vermutlich mit häufigeren Gottesdiensten, um allen Platz zu bieten.

Die Kapellen


Die Taufkapelle oder Bischof-Altmann-Kapelle
Sie stellt das Erdgeschoss des im 14. Jahrhundert entstandenen ehemaligen Wehrturmes dar. Der Raum wurde, als ab 1488 die seitlichen Kircheneingänge zur Verfügung standen, für Messfeiern in kleinem Rahmen genutzt. Der Altartisch in der Südnische zeugt davon. Eine zugemauerte, nach Südosten gerichtete schmale Fensteröffnung ließ das Sonnenlicht beim Morgengottesdienst über dem Altartisch ein. Der kleine Raum diente zusätzlich auch als Läut-Häusl. Seit der Kirchenrenovierung 1991 ist die Taufkapelle dem Pfarreigründer geweiht, dem heiligen Bischof Altmann. Eine künstlerisch wertvolle Holzfigur, geschaffen um 1500, stellt den Pfarreigründer dar, ein Kirchenmodell in der linken Hand haltend. Der alte, wuchtige, granitene Taufstein, dessen Rundbecken vermutlich auch ein Überbleibsel aus der Vorgängerkirche ist, hat große Ähnlichkeit mit dem in der Jakobskirche in Plattling aus dem 12. Jahrhundert. Der Taufstein wird bekrönt von einer barocken Holzplastik der Taufe Jesu. Mittel-und Unterteil des Granitsteines wurden 1982 von Einheimischen ergänzt.

Die Leonhardi-Kapelle
Sie ist dem Einsiedler und Abt Leonhard geweiht. Der Überlieferung nach wurde er um 500 in Nordfrank-reich geboren und ist um 560 gestorben. Der hl. Leonhard ist Patron der Gefangenen, Beschützer der Gebärenden, Schutzherr des Bauernstandes, Patron des Viehs und hier besonders der Pferde.Die Kapelle ist sockellos und damit romanischen Ursprungs. Bei der letzten Außensanierung wurden auch rundbogige Fenster an der Südseite freigelegt. An der Straßenseite ist beim östlichen Fenster der romanische Stil noch gut erkennbar. Dieses Fenster ist schmäler als das westliche Fenster und hateine sich nach innen verjüngende Laibung. Um 1450 und in der Barockzeit um 1720 wurden wesentliche Beeinflussungen am Baukörper vorgenommen.

Die Lourdes-Kapelle
Sie wurde 1904 außerhalb der Kirche in der Südwest-Ecke, die Kirchenschiff und Turm bilden, von Spenden Pfarrangehöriger errichtet. Den Plan hierzu lieferte Architekt Schott, München. Die beiden hölzernen Statuen in der Grotte, die Madonna und das Sehermädchen Bernadette, schuf ein Münchner Bildhauer. Die Herz-Jesu-Statue war früher in der Pfarrkirche.

  

Die komplette Geschichte zur Pfarrei Kellberg und der Pfarrkirche St. Blasius findet ihr auf der Homepage des Heimatpflegers und Ehrenbürgers der Gemeinde Thyrnau Erich Schätzl: Kirchenführer

 

Logbedingung:

Mache ein Foto mit dir oder deinem GPS vor oder in der Lourdes-Kapelle und lade dieses sofort mit dem Fundlog hoch.
Logs welche die Kriterien nicht erfüllen werden ohne Nachfrage gelöscht.

 

Virtual Rewards 3.0 - 2022-2023

This Virtual Cache is part of a limited release of Virtuals created between March 1, 2022 and March 1, 2023. Only 4,000 cache owners were given the opportunity to hide a Virtual Cache. Learn more about Virtual Rewards 3.0 on the Geocaching Blog.

Additional Hints (Decrypt)

Oneevrerservre Mhtnat üore qvr Jrfgfrvgr qrf Sevrqubsrf

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)