Tradi am Bahnhof Buchenberg an der ehemaligen Strecke des "Isny-Bähnle".
"Die Bahnstrecke Kempten–Isny – im Volksmund auch Isny-Bähnle oder Kempter Zügle genannt – war eine Nebenbahn in Bayern und Baden-Württemberg. Sie verlief von Kempten (Allgäu) über Sibratshofen nach Isny im Allgäu. Sie wurde am 14. Oktober 1909 eröffnet und knapp 75 Jahre später am 29. September 1984 stillgelegt."
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Kempten–Isny)
Ja so war’s!
Dem Bauern hat’s pressiert, als er vor dem Bahnagenten stand und der Zug schon auf das Abfahrsignal wartete. „Gib mir no schnell an Aufhockzettl!“
„Lange Güterzüge blieben gelegentlich auf dem Weg nach Buchenberg „stecken“. Der Zug rollte dann zurück und nahm Anlauf für einen zweiten Versuch. Scheiterte auch dieser, wurde zum Schieben eine „Hilfslok“ aus Kempten angefordert.“
„Neben dem Buchenberger Bahnhof lag die Bahnhofswirtschaft. Bevor ein Zug dort ankam, gab entweder der Lokführer ein Pfeifsignal – jeder Pfiff ein Bier –, oder – bei Sichtkontakt mit dem Wirt – streckten ihm die Bediensteten so viele Finger entgegen, wie sie zur Rückfahrt Bier ordern wollten. Die Getränkeaufnahme bei der Rückfahrt klappte immer.“
„Es hatte sich wieder ausgiebig lange hingezogen in der ‚Krone‘. Wie der Baltes so gegen Morgen heim nach Buchenberg fährt, bleibt er – in der Meinung, schon daheim zu sein – auf dem Bahnübergang stehen. Und weil er ja sowieso bald in den Stall müsse, lohne es sich gar nicht erst, ins Bett zu gehen. So fiel er alsbald in den wohlverdienten Schlaf.
Dass Baltes noch gar nicht daheim war, erfuhr er bald darauf von einem Zugführer, der mit dem Bähnle von Kempten nach Isny unterwegs war.
„Mittwochs war für die Bauern entlang der Bahnstrecke Bähnle-Tag und viele von ihnen fuhren nach Kempten. Es hieß dann: „Do isch koi Platz mea, huit isch Feldherretag.“ (Da ist kein Platz mehr, heute ist „Feldherrentag“.)
(Quelle: https://www.isnybaehnle.de/buchenberg/)