Zum göttlichen Segen 🌲🪨
Historischer Bergbau im Wald
Auch in den Ortschaften Dorn, Fahrenberg und Pochwerk wurde bereits früh Bergbau betrieben. Am 18. Februar 1762 wurden der Schichtmeister Leopold Klein und seine Konsorten mit dem Bleibergwerk „bei der Ober-Alpe“ belehnt, das noch 1765 in Betrieb war.
Der Bergrat Döring nennt bei Hof Fahrenberg die Grube „Zum göttlichen Segen“. In mehreren Gängen wurden dort grobwürfelige Bleiglanz- und Kupfererze nesterweise gefördert. Die Ausbeute war jedoch gering, weshalb die Grube wirtschaftlich nicht besonders ergiebig war.
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Belehnung: 5. November 1739
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Abbaugebiet: ca. 200 Lachter (≈ 410 m)
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Betrieb nachweislich bis etwa 1801
Zusätzlich werden in Fahrenberg noch die Einzelgruben Luise, Annette und Mathilde erwähnt.
Die hier vorgestellte Grube wurde zufällig entdeckt. Online finden sich keine Informationen dazu – die historischen Angaben stammen aus einem Fachbuch von 1951.
Was ist eine Grube?
Im geologischen Sinne ist eine Grube eine von Menschen geschaffene Vertiefung, in der Gesteine und Minerale aus dem Untergrund zutage gefördert werden.
Gesteinsklassen – ein kurzer Überblick
Natursteine lassen sich nach ihrer Entstehung in drei Hauptgruppen einteilen:
Magmatische Gesteine
Entstehen durch das Abkühlen von Magma:
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Plutonite (Tiefengesteine): langsame Abkühlung → große Kristalle
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Vulkanite (Ergussgesteine): schnelle Abkühlung → feinkörnig
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Ganggesteine: Zwischenform mit Einsprenglingen
Metamorphe Gesteine
Entstehen durch Umwandlung vorhandener Gesteine unter:
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hohem Druck
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hoher Temperatur
Typisch sind Schieferung, Rekristallisation und Einregelung der Minerale.
Beispiele: Schiefer, Gneis.
Sedimentgesteine
Entstehen durch:
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Verwitterung
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Transport
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Ablagerung
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Verfestigung (Diagenese)
Sedimente lagern sich meist schichtig ab und können später gefaltet oder gekippt werden.
Welche Minerale finden wir hier?
Bleiglanz (Galenit)
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Mineral aus der Klasse der Sulfide
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häufig würfelförmige Kristalle
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bleigraue Farbe an Bruchflächen
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wichtigstes Erz zur Bleigewinnung
Kupfererze – Digenit
Kupferkies (Chalkopyrit)
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ebenfalls ein Sulfidmineral
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sehr häufig in Erzvorkommen
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gelblich-metallischer Glanz
Baryt (weißes Begleitmineral)
Vor Ort finden sich Steine mit einem weißen, zuckergussartigen Rand.
Eigenschaften:
Der Name Baryt stammt aus dem Griechischen und bedeutet „schwerer Stein“.
Hydrothermale Lösungen
Hydrothermale Lösungen sind heiße Tiefenwässer, die:
durch Klüfte und Spalten zirkulieren. Beim Abkühlen scheiden sich Minerale ab und bilden:
Eine Lupe kann bei der Beobachtung hilfreich sein.
Dichte von Gesteinen
Die Dichte beschreibt das Verhältnis von Masse zu Volumen:
ρ = m / V (g/cm⊃3;)
Da Gesteine porös sein können, wird hier keine exakte Labordichte, sondern die Rohdichte bestimmt.
Archimedisches Prinzip
Die Volumenbestimmung erfolgt über Wasserverdrängung:
Vorgehen
Mohssche Härteskala
Die Härte beschreibt den Widerstand eines Materials gegen Ritzen.
Die Mohssche Skala reicht von 1 (sehr weich) bis 10 (sehr hart).
Aufgaben zur Logberechtigung
Bitte führe die folgenden Untersuchungen vor Ort durch:
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Bestimme die Härte mit den angegebenen Materialien
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Ordne das Gestein anhand der Mohsschen Skala ein
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Bestimme die Rohdichte nach der beschriebenen Methode
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Untersuche einen funkelnden Stein mit einer UV-Lampe
→ Gibt es Besonderheiten?
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Ordne das Gestein anhand der Dichte einer Gesteinsklasse zu
(Tabelle in der Galerie)
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