Um den Bestand der Letterbox-Caches etwas zu stärken haben sich 31 Owner gefunden und für jeden Tag im Juli jeweils eine Letterbox in München und Umgebung ausgelegt. Dabei gibt es so verschiedene Ideen und Aufgaben wie wir sie von diesem Hobby kennen und lieben. Speziell zu dem Typ Letterbox, gibt es nun Aufgaben vom klassischen Peilen, der einfachen bis erweiterten Navigation und auch bis hin zum Einsatz von besonderen Tools und Techniken soll alles dabei sein und für Abwechslung sorgen.
Warum jetzt LEMI? Das setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der LEtterbox München Initiative zusammen und so erblickte auch ein Lemming als Maskottchen das Licht der bayerischen Cacher-Welt. 
Alle Caches dieser Serie findest du mit der Suche nach "LEMI" oder in dieser Liste.
Wir wünschen euch viel Spaß!
Wenn ihr die Stempel aller LEMI Letterboxen sammeln wollt, findet ihr hier eine Stempelvorlage oder auch in mancher Letterbox wird diese Stempelvorlage deponiert sein.
„Achtung: Du bist dabei eine Datei herunterzuladen. Als Geocache-Owner versichere ich, dass diese Datei sicher ist und keinen unerwünschten oder gefährlichen Code enthält. Sie wurde nicht vom Geocaching Hauptquartier oder vom Reviewer überprüft“.
Noch eins, in den Caches oder Logbüchern der Letterboxen findet ihr die Vor- und Nachnamen einiger hiesigen LEMI's. Notiert sie euch am besten schonmal für den gemeinsamen Bonus. GC9T8P2
Was erwartet Euch?
Erst lesen - nicht gleich losrennen! Diese Letterbox ist kein schneller Hin- und Mit, denn Ihr taucht in die Tiefen der Isarauen am nördlichen Randbereich von Ismaning ein, besucht 3 Stationen (vormals 4 Stationen), sammelt Zahlen, peilt und rechnet. Inmitten der Isarauen ist es recht einsam und je nach Vegetationsdichte teils unübersichtlich, es verirren sich nur selten Spaziergänger oder Radfahrer auf die Wege abseits der Isar – nehmt Euch Zeit, denn die Wegstrecke ist zu Fuß recht weit, ein Radl ist daher nicht schlecht – lasst die Isarauenlandschaft auf Euch einwirken – hier gilt neben den Stationen und dem Letterbox-Final: Der Weg ist das Ziel!
WICHTIG Update 01.12.2022:
Es wird eine Fußgängerbrücke zwischen dem Forschungszentrum (TUM Campus Garching) und Fischerhäuser/Ismaning gebaut. Die Bauphase wird ca. 1 Jahr andauern. Leider schränken diese Baumaßnahmen die Wegführung massiv ein und es musste eine Alternative gefunden werden, um die Letterbox am Leben halten zu können.
Seit September 2022 stehen mitten im Wald Verbotsschilder, teilweise ist das Befahren mit Fahrzeugen jeglicher Art verboten (aber das Gehen und Schieben von Fahrrädern erlaubt), teilweise ist aber auch jeglicher Zugang verboten. Um den Cache trotz aller Einschränkungen absolvieren zu können, musste ich die Routenführung eines Rundweges aufgeben. Die Station 1 ist vorerst stillgelegt, die Reihenfolge der Stationen wurde verändert und eine neue Routenempfehlung rausgegeben.
Sinnvoll ist es jetzt, den Cache von Norden aus anzusteuern. Begebt Euch zur Ostseite des Dietersheimer Steges und geht/radelt von dort aus zunächst entlang der Isar Richtung Süden. Die neue sinnvolle Reihenfolge der Stationen ist nun 4, 2, 3 (die Station 1 entfällt temporär).
Diese neue Wegführung (keine Runde mehr, geänderte Reihenfolge der Stationen) lässt Euch tatsächlich ohne Sperrungen die Wegstrecke bewältigen, erlaubt sogar mit dem Fahrrad. Begegnen kann Euch aber immer noch der Jäger (bitte unauffällig verhalten) und ein Absperrgitter bzw. Absperrband. Wenn Ihr den Rückweg wieder bis zum Dietersheimer Steg angeht, ist alles legal.
Empfohlen wird das Parken auf dem Waldparkplatz Zwillingshof (ausreichend Parkplätze vorhanden) oder im Wohngebiet in Dietersheim. Der Weg ist dann insgesamt ca. 6,5 KM lang. Beide Wegführungen treffen sich am Isarsteg Dietersheim, von dort aus geht es am Ostufer der Isar entlang Richtung Süden zur Station 4, dann 2, dann 3.
Neues Update 23.08.2024:
Die Brücke wurde im Juli 2024 eröffnet, die Baustelle wurde komplett geräumt. Alle Wege sind wieder frei. Der Cache ist jetzt so machbar, ich werde ihn aber an die neuen Gegebenheiten wieder anpassen
Bitte beachten: Geht nicht bei Dämmerung oder Dunkelheit, hier ist Jagdgebiet mit aktiven Jägern (!), im Sommer sind die Wege teils unübersichtlich und überwuchert.
Allgemeine Hintergrundinformation
Ihr erfahrt Einiges über den Zusammenhang der Brunnenanlagen auf der Ostseite der Isar und der Rechenzentren auf dem Gelände der TUM in Garching auf der Westseite der Isar.
Das Max Planck Computing and Data Facility (MPCDF) liegt auf der westlichen Isarseite in Garching bei den Forschungszentren. Es ist das Kompetenzzentrum der Max Planck Gesellschaft und stellt als Hochleistungsrechenzentrum für die Max-Planck-Institute Rechenleistungen und Speicherkapazitäten bereit. Dieses erzeugt zugleich jede Menge Wärme und es bedarf deshalb einer wirksamen und möglichst energiesparenden Kühlung. Die Rechnerressourcen der MPCDF werden zum großen Teil mit Grundwasser gekühlt. Früher kam dieses Grundwasser ausschließlich aus Brunnen von der Westseite der Isar. Die gestiegenen Anforderungen an die Rechnerleistung machten es vor einigen Jahren erforderlich, weitere Brunnen für die Grundwasserförderung zu bohren. Die Westseite der Isar bot jedoch keine Platzkapazitäten mehr, daher wich man auf die Ostseite aus. Dieses war erheblich aufwendiger, da die Isar von den Leitungen mehrfach unterquert werden musste.
Ökologische, ökonomische Faktoren und naturschutzrechtlichen Gutachten wurde betrachtet und die Anlage schließlich genehmigt und gebaut. Unzählige Bäume wurden gefällt, neue Wege quer durch die Isarauen geschlagen, Lichtungen erschaffen, Leitungen verlegt, Brunnen gebohrt, hinzu kam der Schwerlastverkehr, der Material für den Brunnenbau brachte. Es war eine Großbaustelle in hoch sensiblem Gebiet. Den Isarauen wurden tiefe Eingriffe in die Natur zugemutet, es braucht immer Jahre, bis diese überwunden sind. Der Isarradweg und die angrenzenden Wege waren monatelang gesperrt. In dieser Bauphase konnte ich einige Fotos von den Bautätigkeiten und den offenen Förderbrunnen machen (siehe Listingfotos).
Heute wird auf der Ostseite der Isar aus zwei 8m tiefen Förderbrunnen Grundwasser entnommen. Dieses wird ca. 12 m unter Geländeniveau (ca. 6m unterhalb der Isar), durch 40 cm dicke Rohre auf die Westseite zum MPCDF gepumpt. Wärmetauscher sorgen dort für die Kühlung der Rechneranlagen. Das dann etwa 6 Grad wärmere Wasser (es darf max. 20°C haben) wird erneut unterhalb der Isar wieder auf die Ostseite gepumpt und ca. 1 KM weiter nördlich, dem Grundwasser über die 3 Schluckbrunnen wieder zugeführt. Tatsächlich ist das zurückgeführte Wasser zwischen 8°C und 13°C warm.
Die Vorteile dieser Grundwasserkühlung liegen auf der Hand: Verzicht auf den Einsatz von Kältemaschinen, geringerer Strombedarf, CO2-Einsparung; aber auch die Nachteile, nämlich der Eingriff in die Natur mussten berücksichtigt werden.
Durch die Grundwasserkühlung kommt es im Vergleich zu alternativ einzusetzenden Kältemaschinen zu einem enormen Einsparpotential. Dieses entspricht ungefähr dem KW-Verbrauch von >2000 Haushalten pro Jahr.
Laut Genehmigungsbescheid des Wasserwirtschaftsamtes darf eine Grundwassermenge von 2,1 Mio. m⊃3;/Jahr genutzt werden, das entspricht knapp 70 l/s.
Es gibt auch mehrere Grundwassermessstellen, die den Grundwasserspiegel und die Wassertemperatur messen. Neben der kontinuierlichen Fernüberwachung der Pumpen, werden diese monatlich vor Ort inspiziert und 1x im Jahr komplett gewartet.
Station 4: Schluckbrunnen
Hier findet Ihr die drei Schluckbrunnen über die das erwärmte Wasser wieder dem Grundwasser zugeführt wird.
Frage: Nördlich (genauer gesagt NNO) vom östlichsten 3. Brunnen befindet sich am Boden eine ovale Schachtabdeckung. Wie viele Buchstaben hat das darauf befindliche Wort? Antwort = W
Frage: Wie tief sind die Förder- bzw Schluckbrunnen? Antwort = B
Frage: Wie viele Schluckbrunnen befinden sich hier? Antwort = D
Geht zur Infotafel und peilt von dort aus 22m / 53°.
Frage: Mit welchen 2 großen weißen Ziffern wurde dieser Baum markiert? Antwort = Z
Geht nun weiter zu Station 2!
Station 2: Einlauf Oberflächenwasser
Neben diesem Kreislauf der Grundwasserentnahme aus den Förderbrunnen –> Grundwasserkühlung der Rechneranlagen der MPCDF -> Grundwasserrückführung in die Schluckbrunnen, gibt es noch eine Besonderheit. Denn tatsächlich gibt es neben den 3 Schluckbrunnen noch einen zusätzlichen Wasserauslass oberflächlich in die Isarauen, genauer gesagt in einen Seitenarm des Schörgenbaches. Seitens des Naturschutzes wurde diese Besonderheit als Auflage gefordert, um das Wasser nicht nur über die Schluckbrunnen wieder dem Grundwasser zurückzuführen, sondern auch als Oberflächenwasser, um der Bewässerung der Auenlandschaft zu dienen und die Feuchtkulturlandschaft zu fördern. Dieses ist insofern unkritisch, da das Grundwasser ohnehin wenige KM weiter nördlich wieder zu Oberflächenwasser wird und in die Isar fließt.
Die Station 2 zeigt Euch den Einlauf des Oberflächenwassers in die Isarauen (Vorsicht: Nicht hineinfallen!). In den vegetationsstarken Monaten ist es schwer, den Wassereinlauf direkt zu erreichen. Ihr könnt Euch den Weg durch den Dschungel (ca. 17m weit, Bewuchs ca. 2m hoch) sparen und die Alternativfrage beantworten. In den Wintermonaten oder wenn gemäht wurde könnt Ihr direkt zum Einlauf marschieren.
Frage: Nenne den Buchstabenwortwert der Farbe des Deckels vom Wassereinlauf? Antwort = X
(Alternativfrage: Am Wegesrand seht Ihr einen eckigen Kontrollschachtdeckel. Summiere ALLE aufgesetzten (= erhabenen!) einzelnen Ziffern und addiere die 2 hinzu. Antwort = X)
Frage: Wie hoch war die erwähnte (tatsächliche) höchste Temperatur des Grundwassers bei der Rückführung in die Schluckbrunnen (siehe Listing)? Antwort = C
Geht nun weiter zu Station 3!
Station 3: Förderbrunnen Nord
Hier am nördlichen Förderbrunnen (der südliche Förderbrunnen wäre die gesperrte Station 1 gewesen) findet Ihr wieder eine große Infotafel mit einem Schaubild, welches die Vorgänge recht gut visualisiert.
Ihr seht hier mehrere Betonbauten. Unter den rundlichen Bauten befindet sich ein 8m tiefer Förderbrunnen mit 2 Pumpen. Die eckigen Bauten sind die unterirdisch gelegenen elektrischen Steuerungen und Messeinrichtungen für die Pumpen.
Frage: Nenne den Buchstabenwortwert des Firmennamens (ohne Zusätze, nur 5 Buchstaben) auf der Abdeckung des Förderbrunnens(!)? Antwort = Y
Frage: Wie weit ist die Entfernung "Wasserleitung Rücklauf" zwischen Startgrube und Zielgrube? Antwort = A
Jetzt habt Ihr alle Werte für die Finalberechnung zusammen!
Aus den Antworten ergeben sich die Buchstaben- und Zahlenzuordnungen:
Nach dem Einsetzen der Zahlen in diese Formeln ergeben sich die Koordinaten für das Finale (Vorsicht: beachtet die mathematischen Rechenregeln).
N 48° (A + Z * D) * Y + X + B
E 11° A * (B * C + D + Y) + W * X - Z - B
Koordinatencheck, damit Ihr nicht unnötig falsch sucht:
-> Quersumme Nordkoordinate (7 Ziffern): 38
-> Quersumme Ostkoordinate (7 Ziffern): 24
Nun wünsche ich Euch viel Spaß in der Auenlandschaft - in der Einsamkeit begegnen Euch vielleicht sogar Cacher infiziert vom "Schwarzen Herzen", es könnten aber auch Jäger auf einem der Hochsitze hocken (Aufpassen, nicht auffallen, geht ihnen auch bei Tageslicht aus dem Weg!). Auf der Isarseite sind vereinzelt Radfahrer unterwegs - geniesst die Ruhe und die Einsamkeit getreu dem Motto "Der Weg ist das Ziel". Belohnt werdet Ihr mit der Letterbox und einer wunderbaren Zeit in der Natur. Wer mag holt sich noch den LEMI-Bonus GC9T8P2 oder eine der benachbarten Dosen am Isarufer.
BERTA
Im Final findet ihr den Nachnamen von BERTA – ihr benötigt ihn für den Bonuscache GC9T8P2.