Ein Cache an einem mystischen Ort. Denn im kleinen Wald oberhalb von Hellbühl soll sich vor rund 200 Jahren ein Unglück zugetragen haben. Daran erinnert das alte Helgestöckli - oder eben der Grabstein - in der hohlen Gasse bei Hellbühl. Er erinnert an die ledige Frau Heini vom Weiler Wil, die auf dem Kirchgang auf rästelhafte Weise zu Tode kam. In einer alten Chronik steht dazu folgendes:
An der alten, schon mehrfach erwähnten Landstrasse von Hellbühl nach der Hueb steht im Wald unterhalb der Huebschwändi ein einsamer, mit Moos bewachsener, ca. 95 cm hoher Sandstein mit einem schmiedeisernen Kreuz auf dem gewölbten Abschluss. Gemäss Josef Bühler, Huebschwändi, führte die Strasse bis 1920 durch dieses Waldstück. Nach dem Gewährsmann Niklaus Heini-Heer, Ruswil, erinnert der Stein an den plötzlichen Tod einer ledigen Frau Heini vom Weiler Wil. Sie soll hier auf dem Kirchgang nach Hellbühl verunglückt sein. Obwohl zum Kirchgang Ruswil gehörend, gingen die Bewohner vom Wil des öftern nach Hellbühl zur Messe, weil für sie dieser Weg näher war.
Bei näherem Betrachten bemerkt man interessante Details an den metallenen Verzierungsstücken: Die verrostete Blechtafel auf der Vorderseite mit ovalem Oberteil nannte einst wohl den Namen, die Lebensdaten und die Todesursache der verunglückten Person. Die Vierkantnägel im Querbalken und im Fuss des Kreuzesstammes symbolisieren die Wundmale Christi. Das Metallkreuz ist mit Metallkugeln an den Enden und einer Rosette in der Vierung ge-schmückt. Wer durch dieses alte Wegstück geht, kann einem leichten Schauer nicht entfliehen, der von der etwas düstern, feuchten Umgebung ausgeht.
Der verwitterte Grabstein steht etwa 50 Meter vom Cache entfernt, direkt neben dem Weg. Und trotzdem entgeht er so manchem Besucher. Der Cache selber ist ebenso mystisch wie die ganze Geschichte. Der Zugang zu ihm ist nicht ganz einfach und die Koordinaten springen ab und zu etwas herum. Und im Cache selber hat sich - wie auf einem Friedhof üblich - verschiedenes Ungeziffer eingenistet. Aus all diesen Gründen wird dringend abgeraten, den Cache bei Nacht aufzusuchen. Es ist auch am Tag schon unheimlich...
Parkplätze stehen im Dorf Hellbühl zur Verfügung. Es lohnt sich, die paar Meter zu Fuss zu gehen durch die hohle Gasse und die Stimmung auf sich wirken zu lassen. Und vom Grabstein aus dem Weg rund 100 Meter bis zur Strasse folgen und dann ein paar Meter links findet sich ein toller Picknickplatz ("Samichlausplatz").