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Historisches in Schiebock #4 OT Belmsdorf (V2) Letterbox Hybrid

Hidden : 10/3/2025
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Teil 4 – Ortsteil Belmsdorf (Neuauflage)



Die heutige Runde führt nach Belmsdorf, welches 1950 eingemeindet wurde und seit dem ein Stadtteil von Bischofswerda bildet.


Bei unserem Rundgang wollen wir Euch durch das ehemalige Dorf führen und dabei viel historisches zeigen:

1. Die Wesenitz / Hochwassermarke - Haus Nr.2
Die Wesenitz, die am Neukircher Valtenberg entspringt und nach 83 Kilometern bei Pirna in die Elbe mündet, bildet seit Jahrhunderten die Grenze zwischen dem Territorium der Stadt Bischofswerda und der Belmsdorfer Gemeindeflur.
Normalerweise ist die Wesenitz ein ruhig dahinfließendes Flüsschen. Kommen aber sehr ergiebige und länger anhaltende Regenfälle oder auch plötzliche starke Schneeschmelzen, so tritt das Flußwasser über die Ufer und fluten die umliegenden Wiesen. Zuletzt ereignete sich am 17.07.2021 ein Hochwasser, bei dem das Wasser nicht die Marke erreichte, aber zumindest bis am Haus stand.


2. Knopffabrik Henke und Stier – Haus Nr. 62
Die Knopffabrik wurde 1889 im sogenannten Bischofssitz in Bischofswerda von Ernst Hermann Henke gegründet. Nach 1918 wurde in Belmsdorf ein Zweigbetrieb eröffnet, der Kunststoffknöpfe produzierte und ab 1953 nur noch in Belmsdorf produziert. Seit 1960 arbeitete der Betrieb mit staatlicher Beteiligung und wurde auf die Herstellung technischer Artikel, wie Armaturen aus Duroplast für Dampfheizungsanlagen, sanitäre und elektrische Geräte umgestellt. 1972 erfolgte die Verstaatlichung in VEB Plastverarbeitung Bischofswerda. Die eingesetzten Duroplastpressen arbeiteten vollautomatisch, und für manche Artikel war der Betrieb der einzige Hersteller in der DDR.


3. Sägewerk - Haus Nr. 39
Wo die Straße von Bischofswerda den alten Lauf der Wesenitz überquert, befindet sich heute das Sägewerk, das früher mit einer Mahlmühle und zeitweise auch mit einer Bäckerei verbunden war. Die Belmsdorfer Mahl- und Schneidemühle ist eine der ältesten Mühlen im oberen Wesenitztal. OEDER hat diese alte Mühle 1586/87 als, "müll mit 2 gengen" auf der Karte eingetragen und als Besitzer Paul Claus genannt. HECKEL berichtet in seiner Chronik von Bischofswerda, dass diese Mühle am 25. Mai 1590 von Martin Richter erkauft wurde. Der Rat der Stadt scheint sie aber zeitweilig in Besitz genommen zu haben und erst auf "Veit Clements Wittben und Kinder supplicieren und ausgebrachten gnäd(igen) Befehl" an diesen für 700 Gulden abtreten müssen. Im Frühjahr 1918 kauft Paul Bruno Schmelzer den Besitz. Zu diesem Zeitpunkt war die Mahlmühle schon außer Betrieb, die dazugehörende Technik nicht mehr vorhanden.
Am 24. Februar 1919 stellte Paul Schmelzer den Antrag anstelle der zwei Wasserräder eine Turbine einzubauen. Seit 1959 wurde der Betrieb mit staatlicher Beteiligung geführt. 1972 geht das Sägewerk in staatliche Verwaltung als VEB Sägewerk Bischofswerda über und spezialisierte sich unter Leitung von Dietrich Schmelzer auf die Verarbeitung von Hartholz. Nach der Wende wurde es reprivatisiert und ist seitdem wieder in Familienbesitz.


4. Einkehrhaus - Haus Nr. 6
Das Erbgericht war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit der Sitz des Erbrichters, also jenes Mitgliedes der dörflichen Gemeinde, welches dem Dorfgericht vorstand. Auf das Belmsdorfer Erbgericht wurden - seit wann ist nicht überliefert - verschiedene Rechte übertragen, so für Ausschank, Brotbacken, Bankschlachten, Branntweinbrennen und Beherbergung. Damit war das Erbgericht zu einer öffentlichen Gaststätte geworden. Das Erbgericht bildete mit dem Rittergut eine untrennbare Einheit. Um 1865 ließ der damalige Rittergutsbesitzer Paeßer auf einem von ihm erworbenen Grundstück neben den Gut ein Gebäude errichten, in das er die Gaststätte aus dem Rittergut integrierte und nunmehr an "Schänkwirthe" verpachtete (heute Haus Nr. 6). 1922 sollte das Gasthaus umgebaut werden. Das Bischofswerdaer Glaswerk wollte hier Arbeiterwohnungen errichten, wogegen die Belmsdorfer Einwohner erfolgreich protestierten. 1937 wurde ein Tanzsaal angebaut. Im Jahre 1952 wurde Belmsdorf nach Bischofswerda eingemeindet und es entstand die Konsum-Gaststätte "Einkehrhaus". Nach 1990 wurde das Haus zu Wohnzwecken umgebaut.


5. Ehemalige Schmiede - Haus Nr. 33b
Über die Geschichte der Schmiede in Belmsdorf sind nur spärliche Informationen vorhanden. 1874 wird erstmals ein Julius Hoffmann als Schmied genannt. Ob vorher schon das Schmiedehandwerk hier betrieben wurde, kann leider nicht nachgewiesen werden. Seit 1890 war die Schmiede im Besitz der Familie Wendler. Später wurde im Haus auch ein Kolonialwarenladen eingerichtet. Der letzte Schmiedemeister war Günter Wendler. Das Gebäude wurde 2008 abgerissen.


6. Hotel L'Auberge Gutshof - Haus Nr. 33
Bis 1945 war auf dem Areal das zweitgrößte Bauerngut des Dorfes und gehörte dem Gutsbesitzer Gappisch. Zu DDR-Teiten nutze die damalige LPG die Gebäude. 1992 erwarb Familie Weßollek den alten Gutshof aus dem Jahre 1856 und begann mit dem Umbau zu einer Pension mit dem Namen "Gutshof". Schon bald wurde das gemütliche Gewölbe als Restaurant ausgestattet und der Geschäftsbetrieb erweitert. Im Jahre 2000 wird aus dem Gutshof der "L'Auberge Gutshof" mit französischer Küche. 2005 konnte nach intensiven Bemühungen ein Feierrestaurant sowie eine neue Küche angebaut werden. Dadurch boten sich viele neue Möglichkeiten an, wie Kochkurse, Weinverkostungen, Kabarettabende, Familienfeiern.


7. Schule - Haus Nr. 32 / Post und zweites Schulgebäude - Haus Nr. 10
Über die Belmsdorfer Schulen lässt sich der Chronik nur wenig entlocken. Ein ersten erbärmliches Schulgebäude hat einst am Ortsausgang Richtung Bischofswerda gestanden. Ein zweites Gebäude, wurde von der Gemeinde 1841 gekauft (heute Haus Nr. 10). Ein entsprechende Kaufvertrag befindet sich im Archiv. Da auch dieses Schulgebäude bald nicht mehr den Anforderungen genügte, baute die Gemeinde 1876 ein neues Haus, bestehend aus zwei Klassenzimmern und einer Lehrerwohnung. In diesem wurden die Dorfkinder bis 1925 unterrichtet. Danach mussten die Kinder den Schulweg nach Bischofswerda antreten. Natürlich gab es damals Protest der Eltern, weil die Kinder nun spät am Nachmittag erst zurückkahmen und somit weniger Zeit hatten, im landwirtschaftlichen zu Hause mitzuhelfen.


8. Rittergut - Haus Nr. 8
Das Belmsdorfer Rittergut war gleichzeitig das Erbgericht des Ortes. Erster Ortsrichter war ein gewisser Wernherus Scultetus Baldewin, dem historischen Ortsgründer. Nach ihm erhielt Belmsdorf seinen Namen - damals Baldewinesdorf genannt. Ein Ortsrichter war damals ein sehr angesehener Mann. Bekannt ist, dass sich das Belmsdorfer Erbgericht schon vor 1431 über mehrere Generationen im Besitz einer Familie Felgenhauer befand. Im genannten Jahr belehnte Bischof Johann IV den Nicol Felgenhauer nebst Frau und Tochter zu "knechtlichen erblichen Gerichten" mit dem Gut. Im 15. Jahrhundert kommt es in der folgenden Zeit zu einem häufigen Besitzwechsel. Das Rittergut Belmsdorf befand sich in der Zeit von 1840 bis 1953 und von 1990 bis 2000 in 5 Generationen im Besitz der Familie Paeßler. Dazwischen wurde das Gut in DDR-Zeiten von der LPG bewirtschaftet. Nach 2000 wurde es zu Wohnzwecken um- und ausgebaut. Das Wohnhaus des ehemaligen Erblehngerichts dürfte heute mit seiner für das 18. Jahrhundert typischen Dachform (sogenannte "Hechte" als Dachfenster) zu den ältesten und historisch wertvollsten Gebäuden von Bischofswerda gehören.


9. Gerätehaus der Feuerwehr
Die Freiwillige Feuerwehr in Belmsdorf wurde am 9. August 1900 gegründet. Weiterhin ist überliefert, dass am 1. Juni 1937 zur Belmsdorfer Feuerwehr 34 Kameraden und 12 Altersmitglieder gehörten. Die Wehr besaß zu diesem Zeitpunkt eine Handspritze, 300 Meter Schlauch, 3 Anstellleitern und 2 Steigeleitern (Hakenleitern). Bis etwa 1960 diente ein Geräteschuppen (heute Garage) links neben dem heutigen Grundstück Nr. 10 zur Unterbringung der Feuerwehrspritze, die bei Bränden durch ein Pferdegespann zur Brandstelle gezogen wurde. In den Jahren 1959/60 wurde ein neues Gerätehaus in Eigenleistung gebaut, da die Belmsdorfer Feuerwehr einen neuen TSA-Anhänger erhalten sollte, wofür der Platz im bisherigen Geräteschuppen aber nicht ausreichte. Gleichzeitig wurde ein Mannschaftsraum mit angebaut. Die notwendigen Ziegel für das neue Gerätehaus erhielten die Kameraden aus der Ziegelei am Rammenauer Weg in Bischofswerda als Gegenleistung für in der Freizeit – meist sonnabends – durchgeführte Arbeitseinsätze. Diese Einsätze beinhalteten das Bestücken und Beräumen des Brennofens Wenn nun der TSA-Hänger zum Einsatz kam, wurde dieser durch einen Traktor, Typ "Aktivist" aus der damaligen Belmsdorfer LPG gezogen, die Kameraden eilten eigenständig zur Brandstelle. Nach der Eingliederung der Wehr nach Bischofswerda diente das Gerätehaus noch einige Zeit als Lagerraum. Heute ist es in Privatbesitz.




Hinweise:

  • In den jeweiligen Wegpunkten findet ihr die Frage, was vor Ort ermittelt werden soll
  • Der Zeitaufwand vom ersten Wegpunkt bis zum Finale (zu Fuß) beträgt ca. 45 Minuten
  • Bonuszahlen notieren, diese befinden sich im Logbuch
  • Es wird eine Angel benötigt
  • DerStempel verbleibt bitte im Cache
  • Am Finale bitte auf Muggel achten
  • Bitte keine Spoilernden Logs oder Bilder, es sollen alle ihren Spaß haben





Caches dieser Serie:

Additional Hints (Decrypt)

Rvpur Eüpxfrvgr nz Sryq, pn. süas Zrgre ubpu, mjrv Zrgre ibz Fgnzz

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)