Nun kommt Ihr zu einem der ältesten Restaurants in Celle (Nr. 36), das seit 1842 besteht. Notiert war auf den Balken: Fleischerei & Restaurant August Schulze sowie der Spruch: En Vörbild is för uns dat Swien: Dat wiest uns, as wi nich schöllt sien!. Da dieses bei der Renovierung 2024 übermalt wurde, nehmt für die Lösung 1849 und die Zahl des Fotos mit dem August.
Biegt nun links ab und geht zur Stechbahn.
Nr. 4 ist ein schön renoviertes Haus mit zwei Inschriften. Der erste Hausspruch weist auch wieder auf das Gottvertrauen der damaligen Zeit hin.
I: Wie viele Buchstaben (in hochdeutsch) hat das erst genannte Wort, vor dem Gott das Haus bewahren soll?
Die zweite Inschrift stammt wieder aus der Bibel, Sprüche 16,3: mit "... so werden deine Anschläge fortgehen" ist gemeint "so wird dein Vorhaben gelingen".
I1: Wie viele Buchstaben hat das Wort, das hinter dem Spruch steht?
Dreht um und geht Richtung Zöllnerstraße. Das Haus rechts neben der Nr. 44 weist mehrere Inschriften auf. Auf den ersten, etwas schwer verständlichen Teil folgt aus der Bibel, Johannes 3,36:"Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben". Die Zwischenräume werden unregelmäßig durch Punkte aufgefüllt.
J: Wie viele Punkte könnt Ihr auf dem oberen Balken zählen?
J1: Aus welchem Jahr stammt das Haus?
Haus Nr. 37 mit schönen Ornamenten zeigt uns den Psalm 18,2.
K: Wie viele Worte werden für "Herr" verwendet?
Auf dem oberen Balken befindet sich ein plattdeutscher Spruch.
K1: Wie viele Worte werden für "quasseln/reden" benutzt?
Am Haus Nr. 6 findet man eine in der frühen Neuzeit viel gebrauchte lateinische Wendung, den religiösen Grundsatz der Reformation: Gott allein die Ehre.
L: Nehmt vom lateinischen Spruch den Wert des ersten Buchstaben des letzten Wortes.
An den Häusern Nr. 15, 16 und 17 findet Ihr ebenfalls diese viel benutzten Sprüche. Hier könnt Ihr gut die unterschiedlichen Schreibweisen gleicher Wörter sehen. Am Haus Nr. 14 lest Ihr einen Vers aus Römer 8,31, mit dem die Bürger sich zu ihrem protestantischen Glauben bekannten.
M: Welche Zahl befindet sich im Nachnamen von Magdalena?
M1: Wann wurde Haus Nr. 17 gebaut? Da es im Moment eingerüstet ist, hier die Lösung: 1611
Am Ende der Zöllnerstraße biegt Ihr rechts ab und macht einen kleinen Abstecher zum Kleinen Plan 6. Und schon wieder in anderer Schreibweise der bekannte Spruch "Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut". Der Schnitzer hat sich wohl einen kleinen Schnitzer erlaubt und vergessene Buchstaben einfach oben drüber gesetzt.
N: Nimm die Summe der Buchstabenwerte der hinzugefügten Buchstaben.
Nun geht es zurück in die Mauernstraße zum Haus Nr. 32. An diesem schön renovierten Haus findet Ihr zwei beliebte Sprüche. Der oberste stammt aus dem Jahr 1658 aus einem Kirchenlied. Wieder kann man erkennen, dass zum Schluss Buchstaben/Worte fehlen ("da bauen wir gar wenig ein"), wahrscheinlich, weil der Schnitzer zu wenig Platz hatte.
O: Mit wie vielen Punkten beginnt die Beschriftung?
Das Haus Nr. 34 verfügt über mehrere Bitten an Jesus Christus.
P: Buchstabenanzahl des Vor- und Nachnamen des Besitzers, der diese für sein Haus ausgesucht hat.
Nun macht Ihr Halt am Haus Nr. 39. Am Vorbau seht Ihr einen lateinischen Bibelvers, den Ihr schon in hochdeutsch gelesen habt: Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?
Q: Aus wie vielen Worten besteht die andere Weisheit?
Geht weiter, bis die Poststraße kreuzt. Am Haus Nr. 6 findet Ihr eine lateinische Inschrift. Dieses Zitat wird Luther zugeschrieben: Wer nicht angefochten (bedeutet: in Zweifel gestürzt), ist kein Christ. Am Haus Nr. 7 seht Ihr einen Spruch, dessen Hintergründe sicher interessant wären.
R: Buchstabenanzahl des Grundes (wie geschrieben), aus dem dieses Haus leider gebaut sein soll.
Ihr geht ein Stück zurück und biegt links in die Rundestraße ein. Nr. 1 weist wiederum eine lateinische Inschrift auf: Nie ließ Gott im Stich den, der ihm vertraut.
Am Haus Nr. 12 findet Ihr eine sehr aufwändige lateinische Inschrift, die Ihr auch schon vorher saht.
S: Welche römische Zahl eines Psalms könnt Ihr entdecken?
S1: Darunter wird Folgendes erläutert: Auf Kosten des berühmten Fürsten und Herrn, des Herzogs Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg, sind diese Häuser im Jahre XXXX erbaut worden. Nehmt die Jahreszahl.
Auf dem elf Gefache großen Traufenhaus mit der Hausnummer 10 befinden sich mehrere Inschriften.
T: Buchstabenanzahl der Person (so wie geschrieben), auf die man sich verlassen soll.
T1: Ein Spruch wurde wohl später aufgemalt. Aus wie vielen Worten besteht er?
Nun biegt Ihr links ab in die Brauhausstraße. An Haus Nr. 3 gibt es viele christliche Inschriften. Man findet auch wieder einige Buchstabenkopplungen. Interessant ist auch, wie Auswahl der Sprüche und Wortanordnung der Balkenlänge angepasst wurden. Oben steht ein kurzer Spruch, beim nächsten müsste es heißen "... meines Lebens Leuchte ...", dann aber hätte wohl der Platz nicht gereicht. In der Schwelle zum zweiten Obergeschoss wird der Raum zwischen den Worten mit Arabesken gefüllt.
U: Wie viele solche Rankenornamente zählt Ihr auf dieser Schwelle?
Im Jahr 1668 brannten die Häuser an der Nordseite des Großen Plans. Im Kämmereibuch im Celler Stadtarchiv steht: "Ao 1668 des Montags in den Heiligen Ostern, kurtz nach gehaltener Mittags Predigt vngefehr, vmb 4 Uhr, ist in Christian Klatten Wohnhause auff dem obersten Bohden, hinter dem Brauwhause, eine große Feuwersbrunst entstanden ..." Christian Klattens Wohnhaus stand an der Stelle des jetzigen Hauses Nr. 6 und wurde 1670 wieder aufgebaut. Die interessante Inschrift lässt einen überlegen, ob man ihm das nicht gegönnt hat?
V: Wie viele Buchstaben hat das elfte Wort?
Nun geht Ihr zum Großen Plan.
Am Traufenhaus Nr. 17 seht Ihr einen Spruch, den Ihr bereits kennt. Auch hier hatte der Schnitzer Probleme mit der Platzeinteilung. Es gibt keine Wortzwischenräume, mehrere Buchstabenkopplungen (bei "und" z. B. wurde das N und D verbunden) und zum Ende hin wurde ein Buchstabe weggelassen ... oder vergessen? (Bei Schwierigkeiten findet Ihr die Lösungen unter Hinweis)
W: Wieviele Buchstabenkopplungen gibt es?
W1: Wert des Buchstaben, den der Schnitzer wegließ.
Am Haus Nr. 18 lest Ihr einen neuen Spruch.
X: Buchstabenanzahl dessen, wodurch Jesus Christus dieses Haus bewahren soll.
X1: Wann wurde das Haus gebaut?
Das Haus Nr. 29 gehörte zu den ersten, die nach dem Brand wieder aufgebaut wurden. Die Auswirkungen des Brandes spiegeln sich in dem Hausspruch wieder.
Y: Buchstabenanzahl dessen, was Gott mit milder Hand segnet.
Y1: Es findet sich ein Hinweis auf Catharina Behre Hans Linde selig Witwe. Aus wie vielen Buchstaben besteht er?
Die Häuser Nr. 4, 5 und 5 a liegen interessanterweise unter einem Dach. Auch sie wurden beim Brand im Jahre 1668 zerstört; die errichteten Neubauten erwarb die Kapellenwitwenkasse, die Häuser wurden als Prediger-Witwen-Häuser bezeichnet. Es fallen die Inschriften aus verschiedenen Büchern (Timotheus, Mose und Sirach) der Bibel auf.
Z: Wie oft werden die Begriffe Witwe und Waise genannt?
So, geschafft! Addiert jeweils bei jedem Buchstaben die Zahlen der Antworten und berücksichtigt (einmalig) zusätzlich die Rechenoperation der zugeordneten Fotos.
Für Nord verwendet Ihr A bis M, für Ost N bis Z, und dann findet Ihr die Dose bei:
5 2° 3 _ . _ _ _ und 10° 0 _ . _ _ _
Viel Erfolg!
Quelle: Lieselotte Wolf, Celles alte Fachwerkhäuser