Ein Erratischer Findling liegt hier auf dem Thomaplatz, nahe beim Ortsmuseum Tutzing. Als erratischer Findling oder auch Block, werden Steinblöcke bezeichnet, die nicht dort liegen, wo man sie erwartet hätte. Sie sind von Gletschern verfrachtete Felsblöcke.
Findlinge
Ein Findling, auch Erratischer Block oder Erratiker genannt, ist ein heute meist einzeln liegender sehr großer Stein, der durch Gletscher während der Eiszeiten in seine heutige Lage verdriftet (transportiert und abgelegt) wurde.
Die Grenze zwischen Findlingen und den kleineren Geschieben zieht man bei einem Volumen von einem Kubikmeter. Findlinge sind in Europa sowohl im skandinavischen als auch im zirkumalpinen Vereisungsgebiet verbreitet.
Bei den großen Findlingen handelt es sich in Norddeutschland meist um magmatische Gesteine, wie graufarbiges Granit, oder um metamorphe Gesteine (z. B. Gneis).
Sedimentgesteine (z.B. bräunliche Sandsteine) sind auf Grund ihrer geringeren Widerständigkeit deutlich seltener.
Ein Gletscher als fester Körper sortiert das Material (Moräne), welches er befördert, nicht. Das gilt sowohl für die Abtragung, den Transport als auch für die Ablagerung (Sedimentation). Die Abtragung großer Gesteinsbruchstücke geschieht entweder durch die Aufnahme bereits gelockerter Steine, wenn der Gletscher sie überfährt oder aber durch das Anfrieren und Herausbrechen von Blöcken am Gletschergrund. Letzteres geschieht vor allem an Leehängen von Rundhöckern.
Als festem Körper ist es dem Gletscher ohne weiteres möglich, Material von der minimalen Korngröße der Tonminerale bis hin zu Brocken von über tausend Tonnen Masse zu bewegen. Ablagerungen, die direkt vom Eis abgesetzt werden, sind unsortiert und meist auch ungeschichtet.
Im deutschsprachigen Raum hat sich dafür die Bezeichnung Geschiebemergel durchgesetzt. Der Geschiebemergel enthält zwar deutlich mehr Feinmaterial (Ton, Schluff, Sand und Kies), dennoch kommen immer wieder größere und große Steine vor.
Von einem Findling spricht man aber erst dann, wenn er an der Erdoberfläche offen zu Tage tritt. Findlinge finden sich im skandinavischen Vereisungsgebiet meist innerhalb von Grundmoränenlandschaften, die zum Formenschatz der Glazialen Serie gehören. Sie können aber auch in anderen Elementen der Glazialen Serie auftreten, zum Beispiel als Erosionsrest in Schmelzwassersanden.
Kritzung
Eine Kritzung, bekannter als Gletscherschrammen, ist eine typische, durch den Gletscherschliff verursachte Oberflächenstruktur des Gesteins.
Gletscher sind keine stehenden Eismassen, vielmehr stellen sie eine zähflüssige Masse mit äußerst langsamer Fließbewegung dar. Dabei bewegt sich der Gletscher vom Ursprung des Eises (vergletscherte Bergregionen oder skandinavisches Inlandeis während der Eiszeit) weg. Steine, die je nach Geländeform an der Sohle oder an den Seiten des Gletschers aufgenommen und mitgeführt werden, „kritzen“ dabei das anstgehende Gestein. An den Kratzern bzw. Rillen lässt sich die damalige Bewegungsrichtung des Eises erkennen.
Diese geologische Besonderheit findet sich häufig an den südskandinavischen Küsten und auch im nördlichen Alpenvorland.
Quelle: Wikipedia
Aufgaben:
Betrachte den Findling und beschreibe, ob und falls ja: an welchen Stellen sich Kritzungen auf der Oberfläche des Steins finden.
Handelt es sich bei dem Findling um einen der weitverbreiteten Granitfindlinge oder um einen (seltenen) Sandstein? Worauf stützt du deine Vermutung?
Zeichne oder Skizziere bitte den Stein und lade bitte deine Zeichnung mit deinem Logeintrag hoch. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und ich freue mich auf viele Steinzeichnungen mit dem Starnberger See im Hintergrund.
Bitte sendet die Antworten als Nachricht über das Messagecenter. Dazu macht ihr bitte noch ein Foto von euch und dem Stein (bitte keine Spoiler bezüglich der Antworten) und stelle dies mit Euren Log ein. Ihr könnt dann sofort loggen.
Falls es Probleme mit der Antworten gibt, melde ich mich.