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Steinbruch an der Teufelskanzel EarthCache

Hidden : 10/22/2022
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Steinbruch an der Teufelskanzel

 

Die Greizer Teufelskanzel

Auf dem Weg zum Weißen Kreuz hat man einen wunderbaren Blick auf den über der Weißen Elster liegenden bewaldeten Berghang mit dem emporragendem massiven Quarzitblock - die Teufelskanzel.
Laut einer Sage habe der Teufel früher hier von diesem Felskegel aus gepredigt, was den Name erklärt.

Bei diesem Fels handelt es sich um einen strukturreichen Meta-Granitoid. Das Gestein ist stark zerrüttet und teilweise von zahlreichen auch größeren Quarzadern durchzogen. Die durchschnittliche Wandhöhe beträgt 14 m und die Ausrichtung verläuft von Ost über Nord nach West.
(Quelle: https://www.mountain-adventure.de/klettern/klettern-bouldern-im-vogtland/elstertal-bei-greiz/, https://www.thecrag.com/de/klettern/germany/vogtland/area/247001385)

Doch der Teufel entführt euch in den darunterliegenden Steinbruch …

Auf halber Höhe über der Weißen Elster am ausgeschilderten Wanderweg Richtung Neumühle befindet sich der Bruch, welcher seit wahrscheinlich mindestens 100 Jahren nicht mehr in Betrieb ist.
Das hier anstehende Gestein Meta-Granitoid (granitähnliches Gestein) ist sehr widerstandsfähig, hart und verwitterungsbeständig. Deshalb wurde es hier abgebaut und für den Straßen- und Wegebau, eventuell auch für Gleisschotter, verwendet.
Beim Abbau wurde hier auch Stibnit (Antimonit) gefunden. Antimonit ist ein Erz, welches zur Antimongewinnung genutzt wird. Die bergmännische Gewinnung wurde versucht, aber letztlich wurden die Versuche alle wieder eingestellt, da eine Gewinnung nicht rentabel war. Die letzten Versuche dieser Art wurden durch die Sachsenerz AG in den 1930er und 1940er Jahren als Kriegsvorbereitung unternommen, da Antimon ein strategischer Rohstoff für die Stahlherstellung in der Rüstungsindustrie ist.

(Quelle: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Th%C3%BCringen/Greiz%2C%20Landkreis/Greiz/Steinbruch%20an%20der%20Teufelskanzel Jürgen Müller)

Unter Meta-Granitoiden werden grobkörnige magmatische Gesteine zusammengefasst, die vorwiegend aus Quarz, Plagioklas und Alkalifeldspat bestehen. Sind bereits zwei der drei genannten Mineralgruppen vorhanden, wird das Gestein Granitoid genannt.
Je nach den Entstehungsbedingungen hinsichtlich des Ursprungs, der Zusammensetzung und der geodynamischen Umgebung können also granitische Gesteine als Meta-Granitoid bezeichnet werden. So ist hier im Steinbruch der Meta-Granitoid zusammen mit Quarzit und Tonschieferzwischenlagen zu finden.

(Quelle: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?lang=de&rock=Meta-Granitoid, https://en-m-wikipedia-org.translate.goog/wiki/Granitoid?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=sc)

Quarzit ist ein metamorphes Gestein, d.h. Quarzit geht aus der Umwandlung unter hohen Druck- und/oder Temperaturverhältnissen aus anderen quarzhaltigen Gesteinen hervor und es besteht zu wenigstens 98 % aus dem Mineral Quarz.
Das Gefüge von Quarzit ist feinkörnig, lagig und massig, Porenräume sind nicht vorhanden.
Quarzit geht aus der Metamorphose quarzreicher Gesteine wie z.B. Sandstein, Hornstein oder Kieselschiefer hervor.
Hohe Druck- und Temperaturverhältnisse, beispielsweise infolge der Entstehung von Gebirgen oder anderen tektonischen Prozessen, bewirken die Aufschmelzung und Neukristallisation des ursprünglichen Ausgangsgesteins.
Entsprechend des Metamorphosegrades kann Quarzit massig oder spröde sein. Zeigt sich Quarzit schimmernd-glänzend, ist das mit der Existenz von Tonmineralen zu begründen, die während der Metamorphose zu Glimmer, insbesondere zu Muskovit, umgewandelt wurden.

(Quelle: https://www.steine-und-minerale.de/atlas.php?f=3&l=Q&name=Quarzit)

Das Mineral Antimonit ist unter den unterschiedlichsten Namen bekannt: Stibnit, Grauspießglanz, Spießglanz, Antimonglanz oder Stibine. Am geläufigsten sind die Namen Antimonit und Stibnit (Periodensystem der Elemente "Sb" für Antimon).
Das Mineral zählt mit der Zusammensetzung Sb2S3 zur Klasse der Sulfide und ist ein häufig vorkommendes Mineral. Die Farbe variiert von grau bis schwarz. Die Strichfarbe ist stets grau.
Antimonit ist ein magmatisches Mineral, welches im niedrigtemperierten hydrothermalen Stadium gebildet wird. Das bedeutet, dass es beim Abkühlen heißer mineralhaltiger Lösungen auskristallisiert. Bevorzugt bildet sich Antimonit in der Nähe von Quarzen sowie Silber- und Bleierzen.
Quarzadern entstanden dadurch, dass während der Gesteinsentstehung mineralienreiche hydrothermale Lösungen in Klüfte eindrangen und bei Abkühlung die kristallisierenden Minerale, hier wahrscheinlich vor allem Quarz, die Spalten füllten.
An der Erdoberfläche zeigen sich bei Antimonit schnell Verwitterungserscheinungen, indem sich das Mineral in Kermesit (sauerstoffhaltiges Antimonsulfid) oder Valentinit (Antimonoxid) umwandelt. Kermesit ist ockerfarben und Valentinit ist glänzend weiß.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Stibnit)

Um die Anforderungen für das Loggen dieses Earthcaches zu erfüllen,
müssen folgende Aufgaben gelöst werden:

1.
Beschreibt den Aufbau der Abbauwand.
Sind regelmäßige oder unregelmäßige Schichten erkennbar
?

2.
Benennt die Farben, Formen und Strukturen rechts und links an den Seiten des Bruches (in Blickrichtung der Abbauwand), rechts besonders im rückwärtigen Sichtbereich und vergleicht.

3.
Sucht im Gesteinsschutt am Fuß der Abbauwand nach einem verwitterten Bruchstück.
Schaut es euch genau an. Welche Farbe hat es? Ist ein Mineral erkennbar?

4.
Sind typische Verwitterungsspuren (Verfärbungen) zu erkennen?
Wenn ja, welches Mineral hat sich hier gebildet?

5.
Schaut euch an der rechten Seite weit vorn am „Brucheingang“ bei N 50°40.220 E 012°11.398 das Gestein genauer an. In welche Richtung verläuft die Quarzader? Beschreibe die Quarzader. Messt die Quarzader in der Breite und in der Länge! Wie breit ist die Quarzader an ihrer breitesten Stelle?
Sind Klüfte oder Risse, welche in die gleiche Richtung wie diese Quarzader verlaufen, zu entdecken?
Sind an dieser oder an anderer Stelle des Bruches weitere Quarzadern zu finden? Wenn ja, wo? Beschreibe deine gefundene Quarzader.

6.
Fügt eurem Log ein Bild bei, auf dem entweder ihr selbst oder ein persönlicher Gegenstand von euch im Steinbruch an der Teufelskanzel erkennbar ist.

Als Logberechtigung gelten die korrekten Antworten. Schickt mir diese auf mein Profil.
Ihr könnt dann auch sofort loggen. Falls etwas nicht in Ordnung ist, melde ich mich.

 

Teuflisches Vergnügen!

Additional Hints (No hints available.)