Der Landturmbacken
Es ist eine markante, aber auch eher unauffällige Erhebung auf dem Weg von Leingarten in Richtung Nordheim oder auch umgekehrt, mit der Abzweigung nach Klingenberg. So unbedeutend diese kleine Kuppe auch erscheint, so hat sie doch ein paar kleine Besonderheiten.
Früher
Auf dieser 233 m hohen Erhebung stand der Nordheimer Landturm als nördlichster Durchlass des Württembergischen Landgrabens. Der Landgraben war eine im 15. Jahrhundert errichtete Grenzbefestigung im Norden Württembergs, die bis 1803 hauptsächlich als Zolleinnahmequelle diente. Mit der Erweiterung Württembergs nach Norden wurde diese Grenzbefestigung überflüssig, der Landturm wurde 1811 abgebrochen. [1], [2]
Heute
Heute treffen sich hier an einem Punkt 2 Kreise (Heilbronn-Stadt und der Landkreis Heilbronn), 3 Gemeinden (Heilbronn, Leingarten und Nordheim) und 4 Ortsteile (HN-Böckingen, HN-Klingenberg, L.-Großgartach, und Nordheim).
Die Anhöhe wird für einen 2002 erbauten Wasserbehälter mit 4,3 Millionen Liter Fassungsvermögen genutzt. Er versorgt Nordheim und Frankenbach im Niederdruck mit Wasser. [3], [4]
Zufahrt:
Mit dem Auto kann man hier gut anhalten. Für Radler gibt es nur unbefestigte Feldwege, die Straße kann ich nicht empfehlen.
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrttembergischer_Landgraben
[2] https://www.nordheim-jubiliert.de/resources/ecics_8.pdf
[3] https://www.hnvg.de/hnvg/news/wasserwochen-besichtigung-landturmbacken.html
[4] https://www.stimme.de/archiv/stadt-hn/hn/sonstige-wo-fuenf-millionen-liter-trinkwasser-lagern-art-3895258