Farben
... sind ganz einfach gesehen Sinneseindrücke die durch Licht hervorgerufen werden. Wissenschaftlich gesehen sind Farben sichtbare Komponenten des Lichts. Oberflächen absorbieren und reflektieren unterschiedliche Wellenlängenbereiche des sichtbaren Lichts. Dadurch nimmt das menschliche Auge diese Flächen in einer bestimmten Farbe wahr. Eine blaue Blume reflektiert blaues Licht, alle anderen Wellenlängen werden absorbiert. Wir sehen also die Farbe Blau. Wird nahezu alles Licht reflektiert, sieht man Weiß. Wird kein Licht reflektiert, sieht man Schwarz.
Für mich als Künstler sind Farben in all ihren Facetten aber so viel mehr. Und dass in Farben tatsächlich auch noch ne Menge Interessantes steckt, werden euch nun 5 Fakten in diesem Mystery zeigen. Beantwortet dabei einfach die fünf gestellten Fragen, und gelangt so zum Finale.
1) Purpur

Erste Überlieferungen berichten von der Entdeckung des Farbstoffes bei den Phöniziern. Von dem Griechen Konstantion Paleokappa ist eine Legende überliefert, wonach ein Hund am Strand eine Purpurschnecke gefressen habe und dessen Schnauze sich dabei purpurn verfärbte. Der Hirte glaubte, der Hund habe sich verletzt und wischte dessen Schnauze mit einem Tuch ab. Dabei merkte er, dass die Farbe von der Färbekraft der Schnecke stammte. Die Phönizier fingen die Schnecken und wurden durch die vielen Farbabstufungen der leuchtenden Purpurfärbungen berühmt. Daher erklärt sich der griechische Name für Phönizien, er bedeutet „Purpurland“. Die heute bekannte älteste Purpurfärberei befindet sich in Ugarit (Syrien). Noch heute kann man am Strand des Südhafens von Sidon im Libanon meterhohe Schalenreste finden. Purpur ist bis heute der teuerste und seltenste Farbstoff der Welt. Er wird zu einem Preis von zirka 2500 Euro pro Gramm angeboten. Zur Herstellung eines einzelnen Gramms reinen Purpurs sind bis zu 12.000 Purpur-Schnecken erforderlich. Der reine Farbstoff wird, wenn auch selten, auch heute noch, meist für die Färbung religiöser Gewänder, verwendet. Anfang des 20.Jahrhundert wurde der Farbstoff allerdings auch das erste Mal synthetisiert.
In welchem Jahr genau?
2) Farbkreis

Jeder kennt ihn schon aus Grundschulzeiten, und für mich als Künstler ist er wichtiger Bestandteil um Harmonien abzuleiten oder das Mischverhalten besser zu verstehen. Bereits seit der Antike gibt es theoretische Überlegungen für eine Ordnung der Farben. Der griechische Philosoph Aristoteles (384–322 v. Chr.) ordnete sieben Farben entlang einer Gerade an: ein eindimensionales Farbmodell. Sein Modell orientierte er daran, wie sich das Licht im Laufe des Tages verändert. Er nahm den Übergang zwischen dem weißen Mittagslicht über das Abendrot (mit einem grünen Schimmer) zum dunklen Nachthimmel. Die Farbenfolge ordnete er dabei folgendermaßen an: Weiß, Gelb, Rot, Grün, Violett, Blau und Schwarz.
Den Farbkreis wie wir ihn heute kennen, hat allerdings ein anderer bekannter Physiker und Naturforscher bestimmt und geformt. Im Jahre 1666 hat er mit Hilfe eines Glasprismas erkannt, dass verschiedene Farben Bestandteile des weißen Lichtes sind. Er war gemäß seiner psychologischen Farbempfindung und seines ästhetischen Wahrnehmens von Farben davon überzeugt, dass Licht- und Schallausbreitung vergleichbar und übereinstimmend zu behandeln sind. Letztendlich hat er seinen Farbkreis 1704 aus sieben Farben geformt: Violett, Indigo, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot.
Wer war es?
3) Angst

Diese spezifische Angststörung bezeichnet die irrationale krankhafte Angst vor Farben. Der Betroffene ist „farbenscheu“ und vermeidet es starke Farben oder auch Gefärbtes anzusehen. Auch eine Farbe anzufassen, zu berühren, kann eine starke Angst auslösen. Er will auch nicht „eingefärbt“ werden. Die Angst kann sich auch nur auf bestimmte Farben beziehen, z.B. nur grelle Farben, stark leuchtende Farben, Neonfarben, etc.
Ursächlich kann ein traumatisches Erlebnis zugrunde liegen. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, dass bei dem Betroffenen eine Farbenblindheit vorliegt, da diese Farbfehlsichtigkeit zu negativen Eindrücken führen kann.
Wie heißt diese Angsttörung?
4) Blaues Blut

Ihr habt bestimmt schon mal gehört, dass Kraken blaues Blut haben? Doch stimmt das? Die Antwort ist: ja! Kraken haben nicht nur drei Herzen, sondern in ihren Adern fließt tatsächlich blaues Blut, genauso wie übrigens auch bei den meisten Schnecken, Spinnen, Skorpionen und vielen Krebsen. Die Ursache: ein blaues Kupferprotein, das frei gelöst im Blut zahlreicher Weichtiere und Gliederfüßer den Sauerstoff transportiert und dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin der Wirbeltiere entspricht.
Doch wie heißt dieses Kupferprotein?
5) Schwarz

Man braucht nur einen Regenbogen zu betrachten, um festzustellen, dass Schwarz nicht im sichtbaren Farbspektrum liegt. Alle Farben außer Schwarz sind Reflektionen sichtbaren Lichts. Schwarz ist die Abwesenheit von Licht. Im Gegensatz zu Weiß und den anderen Farben kann reines Schwarz in der Natur ohne jegliches Licht existieren.
Weiß wird bisweilen als Farbe gesehen, da weißes Licht alle Farben des sichtbaren Lichtspektrums enthält. Oft wird auch Schwarz zu den Farben gezählt, weil man es durch das Mischen anderer Farbpigmente auf Papier herstellen kann. Wissenschaftlich gesehen ist Schwarz die Abwesenheit von Licht. Und Farbe entsteht durch Licht. Dennoch bestehen schwarze Gegenstände oder auf weißes Papier gedruckte schwarze Buchstaben aus Pigmenten, nicht aus Licht. Künstler müssen also ihre dunkelsten Farben nutzen, um sich Schwarz anzunähern.
Tintenschwarz, rabenschwarz, pechschwarz, kohlschwarz - alles Worte um auszudrücken, wenn etwas so richtig schwarz ist. Und alle Umschreibungen sind falsch, denn einen richtigen Namen für das schwärzeste Schwarz gibt es. Es ist eine aufwendig hergestellte Farbe, die nahezu das gesamte auftreffende Licht schluckt und dadurch alles Dreidimensionale verschwinden lässt. Gegenstände, die mit diesem Schwarz überzogen sind, wirken wie ausgeschnitten aus der Wirklichkeit, eine lichtlose Leerstelle.
Entwickelt wurde dieses Schwarz von der britischen Firma Surrey Nano-Systems in Newhaven. Der Name ist ein Akronym für "Vertically Aligned Nanotube Array" (vertikal angeordnete Nanoröhrchen). Im Grunde ist der Name eine Art Bauplan für das Superschwarz. Salopp gesagt handelt es sich bei diesem Schwarz um einen Wald aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen, also einen Mikrokosmos, der fast alles auftreffende Licht verschluckt. Die Kohlenstoffröhrchen haben einen Durchmesser von 20 Nanometer, sie sind also fünftausendmal dünner als ein menschliches Haar. Und sie ragen zwischen 0,02 und 0,03 Millimeter hoch auf. Auf einem Quadratzentimeter befinden sich rund eine Milliarde solcher Röhrchen. Fällt Licht in ein solches Kohlenstoff-Dickicht, findet es nicht mehr heraus. Es wird in und zwischen den Nanoröhrchen reflektiert, gefangen und geschluckt. Exakt sind es 99,96 Prozent des auftreffenden Lichts, die von dieser mikroskopisch kleinen Struktur absorbiert werden. Es gibt also so gut wie keine Reflexion. Man blickt auf ein schwarzes Loch. Der Spaß ist allerdings auch ein teures Vergnügen, denn pro Liter möchte der Hersteller umgerechnet rund 142 Euro. Dass das hier genannte Schwarz bis 2015 offiziell im Guinness Buch der Rekorde geführt wurde, und danach sogar von einem ominösen "Chameleon Dark Dimers" als schwärzeste Schwarz abgelöst wurde, hält uns jetzt nicht davon ab danach zu fragen.
Denn wie hieß nun das hier beschriebene, und auch heut noch so in der Fachwelt gesehene, schwärzeste Schwarz der Welt? (5 Buchstaben)
Wenn ihr nun alle fünf Fragen richtig beantworten könnt, tragt sie hier in den Checker ein und erhaltet so die finalen Koordinaten.
Wichtig: nähert euch dem Finale bitte von Süden
Viel Spaß dabei.
Geht umsichtig vor.
Achtet auf Muggel.