Allgemeines
Planten un Blomen (niederdeutsch für „Pflanzen und Blumen“) ist eine etwa 47 Hektar große öffentliche Parkanlage im Zentrum von Hamburg. Der Park ist Teil eines einstmals die gesamte Innenstadt umschließenden Grüngürtels, der Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden war. Der Park ist wegen seiner zentralen Lage und seiner vielfältigen Erholungsmöglichkeiten ein beliebtes Ausflugs- und Naherholungsziel. Der Eintritt ist frei.
Neben seiner Pflanzen- und Blumenvielfalt gibt es hier auch einige geologische Besonderheiten zu sehen. Innerhalb des Parks findet ihr die Mittelmeerterrassen aus geschichteten Schiefer, an denen ihr Flächen aus Calcit findet, die Thema dieses EarthCaches sind.

Calcit
Das Mineral Calcit ist eines der am häufigsten vorkommenden Minerale und besitzt interessante Eigenschaften, die es deshalb zu einem sehr besonderen und einzigartigen Mineral machen. Auch der Name des Minerals wurde in der Vergangenheit oft mit verschiedenen Begriffen beschrieben. Dazu zählen die Namen Doppelspat, rhomboedrisches Kalkhaloid, Kalchstein, Kalkspath oder Kalkstein. In der Mineralogie hat sich schlussendlich aber der Name Calcit durchgesetzt. Besonders die Bezeichnung Kalkstein sorgte immer wieder für Verwirrung, denn Calcit ist ein Mineral und Kalkstein ein Gestein sedimentären Ursprungs.
Calcit hat viele Facetten und Formen und besitzt eine besonders hohe Spaltbarkeit, weswegen damals auch immer von Kalkspat gesprochen wurde. Schlussendlich prägte der österreichische Mineraloge Wilhelm von Haidinger den Namen Calcit, der heute in der Wissenschaft Anwendung findet.
Das Mineral
Calcit wird in seiner chemischen Zusammensetzung als CaCO3 bezeichnet und zählt zur Mineralklasse der Carbonate. Diese Minerale sind magmatischen, metamorphen und sedimentären Ursprungs. Grundsätzlich ist Calcit in seiner reinsten Form klar und farblos. Bedingt durch Verunreinigungen und Störungen im Gitter, kann das Farbspektrum jedoch deutlich variieren. Überwiegend besitzt Calcit eine milchig weiße bis gelblich oder bräunliche Farbgebung. Calcit in den Farben grün oder rosa bis lila sind aber auch möglich.
Calcit hat eine Formenvielfalt, welches kein anderes Mineral aufzuweisen hat. Besonders wenn Calcit kristallisiert, zeigt das Mineral viele Facetten. Ob nun massig, körnig, oolithisch, stalaktitisch, stengelig oder pulverförmig. In all diesen Formen kann Calcit vorkommen.
Die Entstehung von Calcit kann unterschiedlicher nicht sein. So kann es entstehen, wenn über den Zeitraum von Jahrmillionen in flachen Meeresbecken oder Seen kalkreiches Wasser verdunstet. Es kann aber auch in Form von Ausfällungsprodukten aus kalkhaltigen Quellen entstehen. Eine weitere Form kennt man sicherlich aus Höhlen, wenn sich in dieser Höhle durch gelösten Kalk mit der Zeit Stalagmiten und Stalagtiten bilden.
Hier vor Ort findet ihr Schiefer, der sich durch hohe Durckverhältnisse gebildet hat. Durch seine Schichtung weißt dieser Risse und Spalten auf. In diesen Hohlräumen ist dann gelöster Kalk eingedrungen und das Calcit konnte sich bilden. Teilweise wie Fugen, die einzelne Schichten Schiefer miteinander verbinden.

Eigenschaften von Calcit
Optisch betrachtet zeichnet sich Calcit durch einen glasartigen bis matten Glanz aus. Das Mineral ist durchsichtig bis durchscheinend. Die Farbgebung unterscheidet sich durch unterschiedliche Beimengungen. Dazu zählt z.B. Zink (grau), Kobalt (rosa oder violett), Mangan (violett) oder Eisen (gelb oder braun). Aber auch organische Beimengungen aus Kohle oder Bitumen können für eine Farbgebung sorgen. In einigen speziellen Fällen kann auch eine Kristallgitteranomalie der Grund sein, wenn radioaktive Strahlung einen Einfluss auf das Mineral genommen hat.
Mit einer Mohshärte von 3 auf der 10-stufigen Härteskala zählt Calcit zu den weichen Mineralien.
Weitere ausgewählte Eigenschaften, die Calcit so besonders machen, werden nachfolgend beschrieben.
Doppelbrechung
Eine der interessantesten und zugleich bemerkenswertesten Eigenschaft bei Calcit ist die sogenannte Doppelbrechung. Dabei fällt Licht nicht entlang der optischen Achse ein, sondern spaltet sich in zwei unterschiedlich polarisierende Strahlen auf. Anders ausgedrückt, sieht man hier doppelt. Legt man z.B. ein Blatt Papier mit einem Wort drauf unter einen transparenten Calcit, erscheint das Wort doppelt und jeweils leicht versetzt. Durch dieses Phänomen bzw. die spezielle Form des Calcits, wurde dieser auch oft als Doppelspat bezeichnet.
Fluoreszenz
Eine weitere faszinierende Besonderheit von Calcit ist seine fluoreszierende Eigenschaft. Das bedeutet, Calcit leuchtet unter UV-Licht. Jedoch variiert dieses Licht je nach Beimengungen. So zeigen sich Farben von hellgelb, orange oder rot. Es kann aber auch sein, dass der Calcit einfach nur lila-blau wie das UV-Licht erscheint, wenn keine Beimengungen enthalten sind.
Verwitterung
Calcit ist nicht nur ein weiches Mineral, es ist im Vergleich zu anderen Mineralien an der Erdoberfläche sehr instabil. Dies liegt an seiner chemischen Zusammensetzung, denn das Calcit ist in Kohlensäure sehr leicht löslich. Besonders, wenn gemäßigte Temperaturen und Wasser vorherrschen, kann das Wasser Kohlendioxid aufnehmen und damit den Calcit bei z.B. Regen angreifen und auflösen. Besonders an markanten Zonen wie Spalten und Klüften.