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Gotteshäuser: Wallfahrtskirche Kälberau Traditional Cache

Hidden : 2/11/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


 

„Maria zum Rauhen Wind" – wer die mitunter zugige Ecke um Kälberau am Rande des Spessarts kennt, kann den Namen gut verstehen. Am Ausläufer von Hahnenkamm und Rannenberg liegt der 1400-Seelen-Ort, der heute zur Stadt Alzenau gehört. In früheren Zeiten zogen sich Weinberge die Hügel hinauf und ein kalter Wind konnte schnell für eine Missernte sorgen. So wurde denn auch die nach der Legende in einem Hollerbusch gefundene Figur der Muttergottes nicht im Innern der Kirche aufgestellt, sondern zunächst außen am Turm Richtung Westen mit dem Gesicht zu den Weinbergen. Das Gnadenbild stammt aus der Zeit vor 1380. Erstmals wird 1372 in Kälberau eine Kapelle erwähnt. Sie hatte gottesdienstliches Recht. Jahrhundertelang war sie eine Filiale der Pfarrei Alzenau, die von den dort tätigen Benediktinern der Abtei Seligenstadt mitbetreut wurde. 1603 wird die „Kirchenburg mit festem Ringgemäuer" erstmalig als Wallfahrtsstätte bezeichnet. Die Wallfahrt nach Kälberau entwickelte sich langsam. Zunächst waren es Einzelpilger und Ortswahlfahrten, die zu der damals zum Erzbistum Mainz gehörigen Kirchlein kamen. In der Zeit des Barock und der Gegenreformation blühte die Wallfahrt auf. Gruppen aus dem Kahlgrund, Freigericht, Somborn oder aus dem Maingau bis Seligenstadt wallten zur Maria zum rauhen Wind.

Es gab zwei große Wallfahrtstage, die sich bis heute so erhalten haben, an Maria Heimsuchung und Mariä Geburt, das Patrozinium der Kirche. Mit der Beichte ging es am Samstag Nachmittag los, abends dann gab es einen Festgottesdienst mit Lichterprozession. Am Sonntag feierte man um 8 Uhr einen Gottesdienst ohne Predigt am Gnadenaltar, dem das Festhochamt mit Sakramentsprozession und am Nachmittag die Andacht mit Predigt folgte. Erst Ende des 18. Jahrhunderts in der Zeit der Aufklärung erlebte die Wallfahrt einen Rückgang. 1774 entschloss sich der damalige Pfarrer gegen den Widerspruch des Volkes, die wundertätige Madonna ins Innere des Gotteshauses zu verlegen. Er wollte, so notierte er in einem Anhang der Alzenauer Taufmatrikel, Missbräuchen und Unfug vorbeugen. Auch einen in Kälberau mehrfach abgehaltenen Wallfahrtsmarkt wollte er nicht weiter dulden. Nach dem 1. und vor allem nach dem 2. Weltkrieg kamen wieder viele Gläubige nach Kälberau. Die 800-Jahr-Feier im Jahre 1934, Heimkehrerwallfahrten und das Marianische Jahr 1954 mit rund 20 Pfarreiwallfahrten und über 6000 Pilgern brachten neuen Schwung in die Wallfahrt. 1955 übernahmen die Palottiner die Wallfahrtsseelsorge, die bisherige Filiale Kälberau wurde zur Kuratie erhoben.

Heute kommen rund 25 bis 30 Wallfahrten im Jahr. Die größten Gruppen sind die Dekanatswallfahrt mit rund 300 Gläubigen, die Seniorenwallfahrt mit bis zu 500 Personen und die Friedenswallfahrt mit rund 100 Menschen. Aber auch Einzelpilger und Gruppen finden gern den Weg nach Kälberau, gibt es doch neben dem Gnadenbild auch eine architektonisch interessante Kirche zu bestaunen. Insgesamt kommen mehrere Tausend Pilger im Jahr nach Kälberau.

(Walter Sauter)

Additional Hints (Decrypt)

hagre tenhrz Xnfgra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)