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Aigen-Voglhub Traditional Cache

Hidden : 3/31/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


AIGEN-VOGLHUB

Die Katastralgemeinde Aigen liegt östlich des Weissenbaches bzw. dann der Ischler Ache und erstreckt sich "wie ein langgezogener Wurm" von der Kleinen Gmain bis zur Wacht und grenzt an Oberösterreich.

Ein Blick in die Geschichte offenbart Interessantes und Erstaunliches.
Der Ortsteil Aigen gehörte zu den ältesten Besitzungen des Klosters St. Peter im Aberseeland und bestand aus den Höfen Wolfbauer, Jodlbauer, Aignerbauer und Hoferbauer. Diese wurden im Jahre 1366 dem Stift St. Peter zu Erbrecht überlassen. Die im 17. und 18. Jahrhundert neu erbauten Sölden- und Kleinhäuser waren ebenfalls der Hofkammer des Erzbischofs untertan, da sie meist auf hochfürstlicher Frei errichtet wurden und die Bebauung nur mit Erlaubnis der Hofkammer erfolgen durfte.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand auf der oberösterreichischen Seite der Ischler Ache in der Ortschaft Weinbach ein kleines Industriegebiet, eine Papier- und Holzpappefabrik. Dafür wurde Holz gebraucht, viel Holz. Die Sägewerke in der Umgebung boomten. Die Salzkammergutlokalbahn, die 1890 eröffnet wurde, war dabei ein wichtiges Frachttransportmittel, auch für Holz. 

Der Bahnhof Aigen-Voglhub (heute ein Privathaus) war ein ansehnlicher Bahnhof mit einem eigenen Güterschuppen und drei Weichen, wo Züge kreuzen konnten. Die SKGLB wurde 1956 eingestellt. 

Wenn du auf der alten Bundesstraße unterwegs bist, kommst du an zwei markanten Gebäuden rechts und links der Straße vorbei. 

Das  Gut Voglhub bestand ursprünglich aus zwei Anwesen. Zum Namen: eine Voglhub ist ein Halbhof, an dem Geflügelzucht betrieben wird. 1872 wurde ein Wirtshaus dazugebaut. Bis in die 1990erJahre war es ein beliebtes Gasthaus mit einem wunderschönen Gastgarten. 

Zur Liegenschaft gehörte auch ein kleines Häuschen, das Maut-Häusl, das um 1870 zu einer ansehnlichen Villa umgebaut wurde. Ihre Struktur ist heute noch erkennbar. 

1889 kauft der Sägewerksbesitzer Franz Schenner die Güter Voglhub und die Villa.
Postamt Aigen-Voglhub
Im Erdgeschoss der Villa stellte er 
der Post Räumlichkeiten zur Einrichtung eines Postamtes zur Verfügung. Im September 1901 wurde im Postamt Aigen-Voglhub der Telegrafendienst eingeführt. Das Postamt wurde 2005 geschlossen. 
Volksschule Aigen-Voglhub
Der Schwiegersohn Schenners, Otto Weißberger, erwarb 1909 das angrenzende Jodlgut sowie das Aignergut. Das Sägewerksimperium wurde ausgebaut. Im Jodlgut (nun hinter einem Lärmschutzwall) war von 1911 bis 1943 die einklassige Volksschule Aigen-Voglhub untergebracht. Das Unterrichtszimmer wurde für die ersten zehn Jahre kostenlos zur Verfügung gestellt.

Tragisches Schicksal
Otto Weißberger hatte die Sägewerksgeschäfte übergeben und lebte seit den 1920er Jahren sehr zurückgezogen. Im Frühjahr 1943 wurde er wegen seiner jüdischen Abstammung denunziert und in Ausschwitz ermordet. Ein Stolperstein in Salzburg erinnert an sein Schicksal. 

Heute ist Aigen ein kräftig wachsendes Wohngebiet, am östlichen Rand gibt es ein Gewerbegebiet. Aber es gibt kein Sägewerk mehr, keinen Bahnhof, keine Post, keine Schule, kein Geschäft und kein Wirtshaus.....

Bitte umsichtig und diskret suchen. 

Bitte Stift mitbringen!

Jede/r ist für das eigene Tun selbstverantwortlich!

Viel Spaß beim Suchen und Finden!

 

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