Skip to content

Der Hohe Stein, Härtling aus Taunusquarzit EarthCache

Hidden : 7/7/2024
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:







Der Hohe Stein, Härtling aus Taunusquarzit

Dieser EarthCache stellt euch den Hohen Stein (auch Hohestein oder Hohenstein) vor, einen freistehenden, fast zehn Meter hohen Härtling aus Taunusquarzit. Wir befassen uns mit seiner Entstehung und den Eigenschaften des typischsten aller Taunusgesteine. Vor Ort benötigen wir einen Eisennagel sowie eine Glasflasche oder Glasscherbe. Folgende Aufgaben müssen erledigt, folgende Fragen beantwortet werden:

1) Experiment: Kannst du mit deinem mitgebrachten Eisennagel ein herumliegendes Quarzit-Bruchstück ritzen? Kannst du mit dem Quarzit-Bruchstück dein mitgebrachtes Glas ritzen? Welche Mohs-Härte hat der Taunusquarzit?
2) Was denkst du, ist der Taunusquarzit ein sehr widerstandsfähiges Gestein? Erinnere dich an das Experiment, lies das Listing und mache Vor-Ort-Beobachtungen. Begründe deine Meinung kurz und knapp!
3) Ist am Hohen Stein eine Schichtung - horizontal oder geneigt - erkennbar? Warum ist das so? Beachte die beschriebenen Phasen seiner Entstehung.

Bitte sende mir deine Antworten per E-Mail oder Message Center. Direkt anschließend kannst du diesen EarthCache als FOUND IT loggen. Bitte füge deinem Online-Log ein Vor-Ort-Foto von dir oder einem persönlichen Gegenstand als Anwesenheitsbeweis hinzu!

Der Taunusquarzit ist sicherlich das typischste aller Taunusgesteine. Als sogenannter Fels- oder Orthoquarzit handelt sich nicht um ein metamorphes Gestein (Metaquarzit beziehungsweise Quarzit im eigentlichen Sinn), sondern um einen stark verkieselten, durch sehr feinkristallinen Quarz zementierten Quarzsandstein. Das im unverwitterten Zustand hellgraue, mitunter fast weiße Gestein ist außerordentlich hart, hat an angewitterten Oberflächen eine bräunliche oder rötliche Färbung und ist wegen der sedimentären Entstehung oft geschichtet.

Der Quarzgehalt übersteigt 95 Prozent und nur geringe Mengen an Feldspäten und hellen Glimmern sind im Gestein, welches außerordentlich widerstandsfähig gegenüber Verwitterung und Abtragung ist, enthalten. Aufgrund des hohen Quarzanteils und der daraus resultierenden Härte wurde der Taunusquarzit durch spätere Erosionsprozesse vielfach freigelegt und an einigen Stellen gegenüber seiner Umgebung als Härtling herauspräpariert. Der Hohe Stein nahe Oberems im Hochtaunus ist ein freistehender Quarzit-Felsen von fast zehn Metern Höhe!



Exkurs: Die Härte eines Minerals ist ein wichtiges Kriterium für dessen Bestimmung. Eine gängige Methode ist die Angabe der Ritzhärte nach Mohs. Hierunter versteht man den Widerstand, den ein Mineral der mechanischen Abnutzung entgegenbringt, insbesondere beim Ritzen mit einem scharfkantigen Referenzmaterial. Friedrich Mohs reihte die Mineralien in eine Skala von 1 bis 10 ein, wobei er dem Talk als weichstes Mineral die Härte 1 zuordnete, während der Diamant als härtestes Mineral die Härte 10 erhielt.



Die Bestandteile des Taunusquarzits wurden vor rund 410 Millionen Jahren in einer vom Meer bedeckten Senkungszone am südlichen Rand des Urkontinents Laurussia - dem Rhenoherzynischen Becken - abgelagert. Dies geschah bei starkem Wellengang im entsprechend bewegten Flachwasser und relativ nah der damaligen Küste. Gewaltige Stürme führten zur Anhäufung des sehr sauberen Sandes in meterdicken Lagen. Einige im Quarzit enthaltene Korallen, Brachiopoden, Schnecken oder Trilobiten belegen die sedimentäre Entstehung bei nur geringen Meerestiefen und gleichzeitig warmen Klima. Im Verlauf von Jahrmillionen wurden diese Sandschichten zunehmend verdichtet und durch die Zementation mit Quarz in Felsquarzit umgewandelt. Zudem erfolgte im Rahmen der variszischen Orogenese vor rund 325 Millionen Jahren eine Faltung, da sich der Südrand von Laurussia unter eine abgedriftete Microplatte des großen Urkontinents Gondwana schob. Hiervon zeugt die heutige Schräg- oder gar Senkrechtstellung einiger Schichten.



Quellen (10.07.2024):

http://www.taunuswelten.de/das-gebirge/geologie-des-taunus
http://www.taunuswelten.de/das-gebirge/gesteine-des-taunus
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Härte
https://cdn.loveyourdiamonds.de/media/uploads/2019/01/md/MohscheHaerteskala.jpg

Die im Listing veröffentlichten Fotos sind eigene Aufnahmen vom 07.07.2024.


Additional Hints (No hints available.)