Falkenberg/Elster ist bekannt als die Eisenbahnerstadt in der Region. Bis zur Entwicklung des Bahnhofs hatte die Stadt keine Bedeutung. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zu einem der wichtigsten Eisenbahn-Knotenpunkte. Durch den Turmbahnhof und Streckenanschlüsse in alle vier Himmelsrichtungen, kam der Stadt immer mehr Bedeutung zu. Es siedelten sich weitere Unternehmen an und die Einwohnerzahl stieg stark an. Mit der Eröffnung des Fliegerhorst Alt-Lönnewitz durch die Wehrmacht, bekam die Stadt auch eine zentrale Bedeutung im Vernichtungskrieg der Nazis. Hier wurden bis zu 4000 Güterwagen am Tag vom oberen und 2400 vom unteren Bahnhofsteil aus befördert.
Im Zweiten Weltkrieg begannen Bauarbeiten zum mehrgleisigen Ausbau der Strecke in Richtung Jüterbog, die nicht fertiggestellt wurden. Einige Dammaufschüttungen sind erhalten geblieben. Die Arbeiten wurden maßgeblich unter dem Einsatz von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen durchgeführt. Wegen der strategischen Bedeutung des Bahnhofs mit seinen Rangieranlagen sowie des nahegelegenen Flugplatzes war Falkenberg im Zweiten Weltkrieg mehrfach Ziel alliierter Bombenangriffe. Dabei kam es zu großflächigen Zerstörungen der Umgebung und der Bahnanlagen. U.a. wurden das Empfangsgebäude und das Kreuzungsbauwerk vollständig zerstört.
Der Bahnhof wurde in der DDR schrittweise wieder aufgebaut und verfügte in den 1980er Jahren über täglich ca. 5000 Güterwagen im Abgang. Weiterhin unterhielt der Bahnhof zwei Betriebswerke. Mit etwa 500 Eisenbahnern gehörte Falkenberg zu den größten Bahnhöfen der DDR und war somit ein zentraler Bestandteil der sozialistischen Wirtschaft.
Mit der Wende verschwand viel vom alten Glanz der Stadt. Falkenberg erging es wie vielen ostdeutschen Kleinstädten. Abwanderung von Wirtschaft und Jugend, Leerstand und der Rückgang des ÖPNV-Angebots waren über 2 Jahrzehnte allgegenwärtig. Heute ist von der zentralen Bedeutung der Stadt "bahntechnisch" wenig übrig. Doch ein Besuch und ein Rundgang durch die Stadt lohnen sich durchaus. Wer genau hinsieht kann die unterschiedlichen Entwicklungen der Stadt mit eigenen Augen sehen.
Am Cache-Standort befindet sich die eigentliche Adresse des Bahnhof Falkenberg, die Bahnhofstr. 8. Bei schönem Wetter kann man hier kurz durchatmen und eine Pause einlegen. In der Nähe gibt es unter der Woche, tagsüber auch eine gastronomische Versorgung.
Zum Cache:
Ihr befindet euch an einem Platz mit einer, für moderne Bahnhöfe und Haltepunkte, typischen Sitzgelegenheit. Diese hier scheint mir zwar ein bisschen überdimensioniert, aber ihr werdet auch dort einen Platz zum hinsetzen finden. Die Dose ist rund um die Uhr erreichbar. Hin und wieder wird der Platz von der örtlichen Jugend auch zur Erholung genutzt. Dies vor allem am späten Nachmittag und am Wochenende. Solltet ihr Muggel vorfinden, seht bitte von der Suche ab und kommt ein anderes Mal wieder. Bitte die Dose wieder an ihrem Platz verstauen.
Viel Spaß beim Suchen. Anmerkungen gerne in die Logs.