Dieser Cache enthält keinen Bleistift!
Zschorlau wurde wie die Nachbarorte Neustädtel, Griesbach und Lindenau um 1200 gegründet. Nach Robert Immisch (Die slavischen Ortsnamen im Erzgebirge; 1866) bedeutete der Ortsname Quellenwiese (Wiese an der Zschorle, vgl. obersorbisch žórło Quelle). Er gehörte, anders als seine Ortsteile, nicht zur Herrschaft Schwarzenberg, sondern zur Herrschaft Wiesenburg und zu dessen Nachfolger, dem Amt Wiesenburg. Im Zschorlauer Ortsteil Albernau gibt es seit dem 17. Jahrhundert ein Blaufarbenwerk, das nach seinem ersten Besitzer Erasmus Schindler „Schindlersches Blaufarbenwerk“ und nach der erzeugten blauen Farbe ultramarin auch US Sächsisches Blaufarbenwerk GmbH (Schindlerswerk Nr. 9) genannt wird. In der kurzen Selbstdarstellung des Werkes heißt es, dass die Hütte das „wahrscheinlich älteste Farbenwerk der Welt“ sei. Nach der NS-Machtübernahme wurde zwischen April und Juli 1933 ein altes Fabrikgebäude in der Albernauer Straße 2 von den Nationalsozialisten zum „Schutzhaftlager“ (KZ Zschorlau) umfunktioniert. Dort wurden 207 politische Gegner, darunter ein Jude, inhaftiert und gefoltert. Zu den namentlich bekannten Häftlingen zählten Paul Korb und Erich Weidlich. Zahlreiche Misshandelte starben kurz darauf an der erlittenen Folter. Durch Auflösung des Lagers am 10. Juli 1933 wurden ca. 50 Häftlinge in das Zuchthaus Zwickau-Osterstein und ca. 30 Häftlinge in das KZ Sachsenburg verlegt.[3] Eine Gedenktafel erinnert an die Opfer.
Die formell-juristische Neugründung des Erzgebirgsvereins in den Neuen Bundesländern erfolgte am 21. April 1990 im Kuchenhaus in Zschorlau. An dieses Ereignis erinnert eine Tafel an dem Gebäude.
Am 1. Januar 1996 wurde Burkhardtsgrün, am 1. Januar 1998 Albernau nach Zschorlau eingemeindet.[4]
Quelle: Wikipedia