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Rund um die Wallendorfer Kirche Multi-Cache

Hidden : 9/8/2023
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Durch meine regionalhistorischen Forschungen lande ich nicht selten an und in der Wallendorfer Kirche. Meine Familie wohnt seit dem Ersten Weltkrieg in der Nähe dieser sehenswerten Barockkirche. Daher wollte ich mein Hobby nun gerne nutzen, um Euch die Kirche und deren Umgebung in einer kleinen Multi-Runde nahezubringen.

Wer nach dieser Runde mehr über den Ort oder die Kirche wissen möchte, kann mir gerne eine Nachricht hinterlassen. An den kirchenoffenen Sonntagen von April bis September bietet sich zudem die Gelegenheit, einen Blick in das alte Gemäuer zu werfen.

Zunächst ein paar historische Infos.

Die Kirche

Die Dorfkirche in Wallendorf wurde um 1544 aus Sandsteinen und Ziegeln erbaut, wobei anzunehmen ist, dass es schon einen Vorgängerbau gegeben hat. Das Kirchenschiff ist im Kern noch romanisch. In gotischer Zeit wurde die Kirche nach Osten erweitert. Die ursprüngliche Herrschaftsempore stammte aus dem frühen 18. Jahrhundert. In der nördlichen Patronatsloge befand sich die Sakristei. Nach der Kriegszerstörung im Jahr 1944 wurde dieser Anbau Ende der 1990er Jahren wiederhergestellt. Um 1700 wurde die Kirche barockisiert. An der Südseite befindet sich eine Sonnenuhr, deren Anbringungsjahr unbekannt ist. Die Wände weisen Steinmetzzeichen auf, die heute nicht mehr genau zuzuordnen sind. Aus dieser Zeit stammt das Südportal (Rundbogenportal), das sich hinter der heutigen Eingangstür befindet.

Im Innern der Kirche finden sich an der Brüstung der Herrschaftsempore(n) geschnitzte Dekore und Wappen der hiesigen Adelsfamilien z. B. v. Zweymen und v. d. Oelsnitz. 1703 wurde die Kirche renoviert und erhöht. Aus diesem Jahr stammen der Altar, eine Orgel, die 1813 zerstört wurde und der hölzerne Kanzelaltar in Flügelaltarform, an dem eine Inschrift von 1703 darüber Auskunft gibt. Neben dem Kanzelkorb stehen die lebensgroßen Freifiguren von Moses und Johannes dem Täufer, auf dem Segmentgiebel sieht man einen stehenden Christus und unter dem Kanzelkorb das Abendmahlsbild. Der erste evangelische Pfarrer, Moritz Woge, war seit dem 12. September 1543 in Wallendorf eingesetzt. Das Kirchendach wurde 1912 von einem flachen Dach zu dem jetzt vorhandenen Spitzdach umgebaut und damit in den Urzustand versetzt. Der Zweite Weltkrieg hinterließ hier ebenfalls seine Spuren. Am 12. Dezember 1944 trafen amerikanische Bomben das Pfarrhaus und die Kirche und ließen sie in ruinösem Zustand zurück. Nach erfolgtem Wiederaufbau wurde das Innere der Kirche 1952 erneuert, 1971 fand eine Restaurierung statt.

Die heutige Orgel auf der Westempore wurde 1877 von dem Merseburger Orgelbauer Friedrich Gerhardt erbaut und 2003 auf Initiative der Kirchengemeinde durch Thomas Hildebrandt aus Halle restauriert. Durch Hausschwammbefall mussten von 1997 bis 2000 umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Heute steht die Kirche unter Denkmalschutz und es finden vereinzelte Gottesdienste darin statt. Zur „Offenen Kirche“ kann sie sonntags von April bis Ende September besichtigt werden.

Der Gottesacker

Der älteste nachgewiesene Grabstein, der heute leider nicht mehr vor Ort existiert, stammte aus dem Jahr 1556 und wies auf ein verstorbenes Mitglied der Familie von Weise hin. An den Außenwänden finden sich alte Grabdenkmäler aus der Zeit Mitte des 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie gehören zu Familienmitgliedern der Adelsfamilien von Zweymen und von Weise. Als am 15. Juli 1850 der erste Cholerafall im Ort auftrat und es mehr Verstorbene gab, war der alte Gottesacker schon bald so gefüllt, dass fast keine Begräbnisstätte mehr übrig war. Es kam sogar so weit, dass Kindergräber, deren Frist noch nicht abgelaufen waren, ausgehoben wurden, um sie anderweitig zu belegen. Damit es nicht zur Exhumierung weiterer noch nicht verwester Leichen kam, trug der damalige Pfarrer Hermann Theodor Fleischer das Anliegen vor, dass ein neuer Gottesacker angelegt werden muss. Ein passendes Stück Land wurde schließlich an der Straße nach Schladebach gefunden. Die Kaufsumme des Areals für den neuen Gottesacker betrug 425 Taler. 1852 plante man die Umfriedung der erworbenen Grundstücksfläche. Drei Jahre vergingen nach den ersten Verhandlungen, ehe es zur feierlichen Einweihung des neuen Gottesackers am 26. November 1854 kam. Da neue Dinge immer eine Hürde darstellen und man eine Weile braucht, um sich daran zu gewöhnen, kam es mit dem neuen Gottesacker auch zu Schwierigkeiten. Beispielsweise wollten Angehörige von Verstorbenen diese bei den vorher Beigesetzten auf dem alten Gottesacker bestatten lassen, was in Ausnahmefällen sogar genehmigt wurde. Die letzten Grabsteine auf dem Gottesacker wurden etwa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingeebnet. Alte Postkartenmotive geben noch Auskunft über deren Existenz. Der heute noch existente Obelisk aus der Zeit um 1740 soll das Grab eines Müllers kennzeichnen.

Nun seid Ihr gefragt!

Die Aufgaben, die Ihr meistern müsst, findet Ihr hier. Der Link führt Euch zu einer PDF-Datei. Ihr könnt diese entweder vor Beginn der Runde zu Hause downloaden und ausdrucken oder unterwegs nutzen.
Achtung: Der folgende Link startet den Download einer Datei mit weiteren Details, die zum Finden des Geocaches benötigt werden. Als der Cachebesitzer versichere ich, dass diese Datei ungefährlich ist. Die Datei und ihr Inhalt sind nicht von Groundspeak oder einem Geocache Reviewer auf schädlichen Inhalt überprüft worden und die Datei wird auf eigene Gefahr heruntergeladen.

Ob Eure Lösung korrekt ist, verrät Euch der Geochecker.

Das Finale befindet sich nicht auf dem Gelände, Ihr müsst ein Stück Wegstrecke zurücklegen. Wer mag, kann nach dem Fund noch zu den nahegelegenen Wallendorfer Seen laufen oder mit dem Rad fahren.

Für Bannerfreunde gibt es nachfolgend noch ein Banner fürs Profil. Das Bild wurde in den 1920er Jahren von dem Wallendorfer Lehrer und Kunstmaler Günther Kipper (1900-1939) geschaffen.

Banner GCADJVH

Banner:

<a href="https://coord.info/GCADJVH " target="_blank"> <img height="370" src=" https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/49f9bddb-5362-4da1-85db-8a9947b4e56a.jpg"alt="Banner GCADJVH" width="300" /></a>

Additional Hints (Decrypt)

Ovexr

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)