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Kolke und Gumpen in der Weißbachschlucht EarthCache

Hidden : 9/10/2023
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Bitte beachtet, dass es sich hier um ein Naturschutzgebiet handelt. Das Verlassen der Wege ist nicht erlaubt und auch nicht zur Beantwortung der Fragen notwendig.

Kolke und Gumpen in der Weißbachschlucht

Der Weißbach entspringt aus einer Karsthöhle im Naturschutzgebiet am Falkenstein bei Inzell, etwas abseits des Wanderweges um den Falkenstein auf 750 m. Er ist 8,6 km lang und mündet bei Schneizlreuth in die Saalach.

Die Weißbachschlucht liegt an der Deutschen Alpenstraße ( B 305) im Gebiet der Gemeinde Schneizlreuth und erstreckt sich entlang des Weißbachs. Der Zugang zur Schlucht erfolgt über gut markierte Wanderwege, die sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Wanderer geeignet sind. Die Schlucht ist von dichten Wäldern, felsigen Klippen und tosenden Wasserfällen geprägt.

Das Wasser im Weißbach wurde früher zum Triften von Holz genutzt. Die Erbauung des Schluchtweges ist auf die Trift zurückzuführen. Als Trift bezeichnet man den Transport von ungebundenem Holz auf dem Wasser. Für die Salzgewinnung in Bad Reichenhall war viel Holz nötig, um aus der Sole das Salz zu gewinnen. da das Holz in Bad Reichenhall nicht reichte, wurde aus dem Bereich von Inzell und Schneizlreuth das Holz benötigt. Der damals beste Transportweg verlief mit Hilfe des Wassers. Durch das Gefälle hat das Wasser Kraft, das Holz ins Tal in Richtung Bad Reichenhall zu reißen. Im Falle der Weißbachschlucht musste man von Menschenhand nachhelfen. Die natürlich fließende Wassermenge war zu gering. So wurden künstliche Staumauern errichtet. Hinter ihnen wurde das Wasser aufgestaut. In diese kleinen Seen wurden die Baumstämme hineingeworfen. Dann wurde die künstliche Sperre gelöst und das Holz schoss zusammen mit dem Wasser hinunter. Damit nicht zu viele Hölzer in der schmalen Weißbachschlucht hängen blieben, hatten die Baumstämme maximal 90 Zentimeter Länge. Trotzdem mussten die Holzknechte immer wieder verklauste Holzstämme lösen. Dazu stiegen sie entlang des heutigen Klammsteigs durch die Weißbachschlucht.

Die Weißbachschlucht verläuft in teils gut gebanktem Dolomitgestein des Hauptdolomits. Kleine Wasserfälle haben Kolke und Gumpen ausgewaschen. Hobbywäscher haben im Weißbach Gold gefunden, das aus aufbereiteten würmzeitlichen Fernmoränen und Schottern stammen dürfte. Die Weißbachschlucht kann im Ab- und Anstieg von Mauthäusl aus als Rundwanderung begangen werden. Oder man durchwandert sie von Weißbach oder Schneizlreuth aus und nimmt den Linienbus zurück zum Ausgangspunkt. Die Treppen und Stege können stellenweise nass sein und verlangen gutes Schuhwerk!

Kolk

Ein Kolk (auch Strudelloch oder, in Festgestein, Strudeltopf genannt) ist eine Erosionserscheinung in einem Flussbett in Form einer Vertiefung in der Fließgewässersohle oder der Uferwand. Auslöser können Unregelmäßigkeiten in der Festigkeit des Untergrundes sein oder Fließhindernisse wie Baumwurzeln oder Steine in Sand- und Schotterbetten. Kolke entstehen auch in Festgestein durch die Fluvialdynamik des Wasserlaufs. Mitgeführter Sand und Gesteinsbruchstücke schleifen die Gewässersohle ab, wodurch der Fluss das Gestein erodiert. Durch Strudel und Wasserwalzen bilden sich trichter- oder kesselförmige Vertiefungen.

Gumpen

Als Gumpen werden überwiegend beckenartige Strudeltöpfe bezeichnet, die von Sturzbächen in den felsigen Untergrund eines Bachbetts erodiert werden. Sie entstehen oft in dichter Folge und gestalten dann das Bachbett stufenförmig. Dadurch bildet der Bach Kaskaden.

Gletschertopf

Gletschertöpfe bilden sich durch Schmelzwasser, das durch die Gletscherspalten und insbesondere Gletschermühlen zum Gletscherbett hinabfließt. Dieses Schmelzwasser vereinigt sich zu Strömen und bildet an gewissen Stellen Wirbel. In diesen Wirbeln herrschen Fließgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und hoher Druck. Die Haupterosionsarbeit mit Aushöhlen des Felsbettes leisten dabei der mitgeführte Sand und die Kiespartikel. Die Theorie, dass ein im Wasser drehender Findling den Gletschertopf wie ein Mühlestein aus dem Felsen fräst, gilt als veraltet. Primär handelt es sich um den Auftreffpunkt einer Gletschermühle, oder lokale Wirbel im Basisstrom des subglazialen Wassers.

Der Geologie Professor der Universität Bern, Adrian Pfiffner, erklärt, dass ein Gletscher die Entstehung einer «Gletschermühle» zwar begünstigt für dessen Entstehung aber keinesfalls zwingend vorhanden sein muss. Ein weiteres Märchen um die Strudeltöpfe ist, dass sich in ihrer Mitte ein Stein oder Sand befinden muss. Solches Geschiebe kann gemäß Pfiffner zwar den Fels schön glatt polieren, ist aber nicht zwingend notwendig um den eigentlichen Topf zu erodieren. Grundvoraussetzung für die Entstehung einer «Gletschermühle» ist Wasser. Das Wasser muss eine starke Strömung haben, so dass sich ein Strudel bildet (Bündner Tagblatt, Simon Schick, 22.10.11).

Kommen wir nun zu den Fragen:

  1. Begib dich zu den angegebenen Koordinaten. Sind hier Gumpen oder Strudeltöpfe zu erkennen?
  2. Beschreibe kurz die Auskolkungen. Wie sind diese hier entstanden und kannst Du hier noch eventuelle „Hilfsmittel“ erkennen?
  3. Denke an die „Nutzung“ des Weißbachs in früheren Zeiten. Wie hat sich Deiner Meinung nach dieses auf die Auskolkungen ausgewirkt?
  4. Wie werden die Auskolkungen bei den aktuellen Fließbedingungen des Weißbachs zukünftig verändern?
  5. Hänge Deinem Log ein Foto mit dir und/oder Deinem GPS in der Umgebung der Cachekoordinaten an. Dieses Foto gehört an deinen Online Log angehängt. Ein Foto das per Messenger, Mail oder anderen Kommunikationsmitteln geschickt wird, ist nicht korrekt!! JEDER Geocacher hat ein Foto zu seinem Online Log zu hängen!

Schickt uns die Antworten bitte per Mail oder über das Nachrichtencenter. Danach könnt Ihr sofort loggen. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung sein sollte, melden wir uns.

 

Quellen:

  • https://www.weissbachschlucht.de/
  • https://www.chiemgau-wandern.de/geschichte/weissbachschlucht/
  • https://www.loslachen.ch/20130929/und-sie-mahlen-bis-in-alle-ewigkeit/
  • https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Bayern/Oberbayern%2C%20Bezirk/Berchtesgadener%20Land%2C%20Landkreis/Schneizlreuth/Wei%C3%9Fbachschlucht2Fwww.mineralienatlas.de%2F%3Fl%3D46126%26lang%3Dde&usg=AOvVaw33gYSw9jSULdvzWyLDPmHl&opi=89978449
  • https://de.wikipedia.org

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