
Kapitel 1
Die Kiesgrube nahe der Autobahn also. Ein wenig klischeehaft, wie ich finde, trotzdem effektiv.
Schlussendlich aber keine Ăberraschung. Noch vor ein paar Jahren wĂ€re ich genauso mit unliebsamen Klienten verfahren. Allerdings hĂ€tte ich anstelle dieser Amateure Profis geschickt, die den Job am Ende des Tages nicht vermasseln.
Vor ungefĂ€hr einer Stunde haben die Cops die TĂŒr zu meinem BĂŒro eingetreten. Sie haben keine Fragen gestellt und ich kann mich nicht mehr an den Schlag erinnern, nur wie ich plötzlich unsanft zu Boden kam...
Schwarz.

"Ich suche jemanden, der absolut zuverlÀssig ist, keine Fragen stellt und den unbedingten Willen hat, seinen Auftrag zu Ende zu bringen. Sind sie so jemand?"
Den einen mit der dicken Lippe konnte ich ausschalten, doch dafĂŒr sind die anderen jetzt hinter mir her. Von weitem kann ich immer noch ihre lauten Rufe hören, ein unbarmherziges Bellen, wie das von Hunden. Ich sehe wie das Licht ihrer Taschenlampen durch die stĂŒrmige Nacht, die kargen BĂ€ume und die fahlen BlĂ€tter brennt. Der Schein, ich war zu unvorsichtig. Flimmern...
Schwarz.
Mein Puls rast mittlerweile wie verrĂŒckt, ich habe die Kontrolle verloren. Mir ist ganz schlecht und mir wird schwindlig. Muss mich setzen. Nur kurz. Dieser Schmerz, dieser pochende Schmerz. Ich kann mich kaum noch auf den Beinen halten. Was hat Sie mir in meinen Drink getan? ... Wie konnte sie mich nur verraten?
"Wie war doch gleich dein Name?"
Was bedeutet schon ein Name, wenn ein Name und natĂŒrlich auch die damit verknĂŒpfte Person ersetzbar sind? In dieser Nacht habe ich alles verloren, wurde von meinen eigenen Leuten hintergangen und verraten. Sogar von Ihr. Nun kann ich niemanden mehr vertrauen.
"Mein Name ist..."

Ich blicke zurĂŒck in den Schatten und auf die Verfolger, die jetzt dicht hinter mir sind. Vielleicht ist es schon zu spĂ€t. Gleich haben sie mich...
Unter diesen UmstÀnden will ich mich nun vorstellen. Meine Person kennen sie ja bereits. Oder darf ich Du zu dir sagen?
"Gestatten, D..."
...to be continued?