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Tertiäre Quarzsande im Muskauer Faltenbogen EarthCache

Hidden : 10/9/2023
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Tertiäre Quarzsande im Muskauer Faltenbogen

- Durchbruch durch einen Sandrücken

Einleitung

Der Muskauer Faltenbogen ist eine geologische Besonderheit, da er ein besonders anschauliches Beispiel einer Stauchendmoräne darstellt. Sie wurde während der Elstereiszeit durch eine über den Inlandeisrand hinaus vorstoßende Gletscherzunge gebildet. Wesentlich für seine Entstehung war in erster Linie nicht die Schubkraft des Gletschers, sondern sein Auflastdruck. Unter dem Gewicht sind die unterlagernden Lockersedimente bis in eine Tiefe von 300 m in Form von Schuppen und Falten deformiert worden. Die Struktur des Untergrunds spiegelt sich im heutigen Landschaftsbild mit trockenen sandigen Hochflächen und vermoorten Senken wider. Dem geologischen Aufbau und der Entstehung widmet sich der EarthCache „Der Bohsdorfer Diapir“. Dieser EC wird sich mit dem langgezogenen Höhenrücken befassen.


Darstellung des „Muskauer Gletscher“ (Infotafel vor Ort)

Tertiäre Quarzsande

Das Gletscher auf ihrem tausende Kilometer langen Wegen auch Sachen „verlieren“ ist sicherlich bekannt. Neben Geschieben (Findlingen) werden Kies und Sand abgelagert. Diese lassen sich in dieser Region auch vielfach finden. Sande und Kiese sind weltweit verbreitet. Sand der von Gletschern transportiert wird setzt sich aus unterschiedlichen Gesteins- und Mineralkörnern zusammen. Daher ist dieser oft farbig und wirkt gelbbraun und wird oftmals als Bausand verwendet. Im Muskauer Faltenbogen kommt aber noch eine zweite Sandart vor. Hierbei handelt es sich um einen weißen, meist reineren und sehr feinen tertiären Quarzsand, der auch als Glassand bezeichnet wird. Dieser spezielle Sand lagerte sich vor langer Zeit im Tertiär (vor 66 - 2,6 Millionen Jahren), als diese Region am Rande eines großen, flachen Meeres lag. Entstanden ist er aus der Verwitterung quarzhaltiger Gesteine, deren andere weniger widerstandsfähige Bestandteile größtenteils zersetzt und abgetragen wurden. Im Laufe der Jahrmillionen wurde der Quarzsand von anderen Schichten überdeckt, sodass man heute tief graben müsste, um an ihn heran zu kommen. Aber durch den oben beschreiben Gletschervorstoß, gelangte der Sand, genauso wie die Braunkohle nah an die Erdoberfläche. Aufgeschoben zu Höhenrücken hat man vor Ort durch einen Durchstich von einem Sandwall die Möglichkeit diesen zu erkunden.


Skizzierte Darstellung der geologischen Situation (Infotafel vor Ort)

 

Begebt euch an die angegebenen Koordinaten und sucht euch einen freigelegten Sandaufschluss. Beantwortet dann anhand eurer Beobachtungen die folgenden Fragen und schickt uns hier die Antworten.
Ihr dürft gleich loggen, nur wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.

 

1. Wie sieht der Sand aus? Beschreibe seine Farbe und ziehe einen Rückschluss auf seine Zusammensetzung.

2.   Wie fühlt sich der Sand an? Ist er eher fein oder grobkörnig.

Nehmt eine Lupe oder ein Mikroskop zur Hand und betrachtet nun die Sandkörner.

3.  Beschreibt ihr Rundung! Sind sie unterschiedlich oder eher gleichmäßig?

4.   Wie unterscheidet sich die Korngröße der einzelnen Körner?

5.    Wird deine Einschätzung aus der ersten Frage bestätigt?

 

Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:
Bilder: Nine&Dido
Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch
Infobroschüren des Geopark Muskauer Faltenbogen
Infotafel vor Ort

 

Happy Hunting wünschen

Additional Hints (No hints available.)