Eine kleine Hommage an schnuffis GC1ABBB, die für mich erste Dose, welche mich im Juni 2011 zum Geocachen gebracht hat.
Nachdem dieser Cache jetzt gut ein Jahr im Archiv herumliegt, wird es Zeit diese Stelle erneut mit einer Dose auszustatten, die jedoch nicht 1:1 dem Vorgänger gleicht. Ein Kurzmulti, für den es nicht länger als 10 Minuten eingeplant werden braucht.
Die Geschichte um das einstige Wohn- und Gewerbegebiet ist schnell erzählt:
Kurz nach der Wende um 1991 wurde das Bauland in einem früheren Nebenarm der Elbe errichtet. Das Regierungspräsidium in Dresden hatte die Bebauung genehmigt, obwohl das Gebiet bereits zu DDR-Zeiten als Überschwemmungsland ausgewiesen war. Trotz aller Bedenken wurde Haus um Haus gebaut. Gewerbeansässige investierten in eine Bäckerei, ein Autohaus, einer KFZ - Werkstadt oder auch einem Metallverarbeitungsbetrieb. Alles war am Wachsen, bis sich die Elbe bei der Jahrhundertflut im August 2002 ihr Land gewaltsam zurückeroberte und die Häuser in den Fluten versanken. Die Bilder von Röderau-Süd gingen durch ganz Deutschland.
Als das Wasser wieder in geregelten Bahnen lief, kamen zahlreiche Politiker in die kleine Siedlung. Die Häuser wurden wieder halbwegs saniert. Der Müll und Schlamm waren längst beiseite geschafft, ehe im November 2002 ein Kabinettsbeschluss in Dresden die komplette Umsiedlung der etwa 400 Einwohner durchsickern ließ.
Im April 2003 rollten schließlich die Abrissbagger an. Rund 40 Millionen Euro zahlten Bund und Land für den Abriss der Siedlung und für die Entschädigung der Betroffenen.

Das Gewerbe- und Wohngebiet Röderau - Süd im August 2002
Heute deutet noch ein Wendehammer mit einer angedeuteten Straße an die Infrastruktur von einst. Genau hier soll dieser Cache, wie auch sein Vorgänger an die Siedlung der 1990 Jahre erinnern.