Die Folgen der Gebirgsbildung
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Der Wenigerbach ist ein knapp 8,7 km langer, orthografisch linker Zufluss des Naafbachs. Er verläuft im Gemeindegebiet von Neunkirchen-Seelscheid im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Entstanden ist das Wenigerbachtal durch Hebungsprozesse bei der Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges. Das Wenigerbachtal ist landschaftlich nicht nur durch die Gebirgsbildung geprägt, sondern wurde vom 16. bis 18. Jahrhundert durch den Kupfererz Bergbau stark verändert. Noch heute finden sich zahlreiche Spuren des Bergbaus neben dem am Wenigerbach entlanglaufenden Wanderweg. Zu den auffälligsten Spuren zählt die kleine Steinbogenbrücke zwischen Deesem und Wahlen, die um 1850 erbaut wurde und dem Transport des Erzes zur nächsten Eisenbahnstation diente.
Das Rheinische Schiefergebirge:
Die Gesteine des heutigen Gebirges wurden bereits im Unterdevon (vor 393,3 bis 419,2 Millionen Jahren) als Sedimente im Ozean abgelagert. Bis zum Beginn des Oberkarbons (vor 358,9 Millionen Jahren) lagerten sich in diesem Meer marine Sedimente und karbonathaltige Sedimente ab. Diese hatten aber schließlich eine Gesamtmächtigkeit zwischen 3 und 12 km. Dazu kam regional (z.B. in der Eifel und im Siebengebirge) die Ablagerung vulkanischer Gesteine. Im Unterkarbon (vor 298,9 Millionen Jahren) wurde das gesamte Gebiet von der variszischen Gebirgsbildung erfasst. Diese bezeichnet die Kollision der damals existenten Urkontinente, welche den späteren Superkontinent "Pangea" bildeten. An der Kollisionsline wurden die abgelagerten Gesteine verfaltet, tektonisch verschuppt und zu einem großdimensionalen Deckenstapel zusammengeschoben. Diese Faltungen sind als Bruchkanten an verschiedenen Orten im Gebirge noch heute sichtbar. In der Zeit des Karbon lagerten sich in einer durch Tektonik entstandenen "Saumsenke" etliche organische (von Lebewesen stammende) Sedimente ab und bildeten die heute wirtschaftlich genutzten Braunkohlevorkommen des Rheinischen Reviers.
Das Gebirge wurde bis zum Ende des Perm (vor 251,9 Millionen Jahren) durch Erosion weitgehend abgetragen und zu einem kaum über die Umgebung herausragenden Flachland eingeebnet. Neben den grabenbildenden Bruchstrukturen entstanden linienförmige und mit SE-NW-Richtung meist quer zu den Faltenstrukturen verlaufende Bruchstörungen, die das alte Gebirge zerklüfteten und zur Bildung zahlreicher gangförmiger Mineralisationen führten.
Erst im Quartär (vor 2,588 Millionen Jahren) stieg das Rheinische Schiefergebirge langsam wieder auf. In die ursprünglich flachwellige Ebene schnitten sich die Bäche und Flüsse allmählich ein, bildeten die heute noch sichtbaren verschiedenen Hangterrassen und erzeugten das heutige Bild des Schiefergebirges mit tiefen Tälern und plateauartigen Höhenzügen. Vor etwa 500.000 Jahren begann die heute noch andauernde letzte Phase des Vulkanismus der Ost- und Westeifel, die sich weiterhin auf die Gebirgsbildung auswirkt.
Gebirgsbildung:
Durch tektonische Aktivität in der Erdkruste und die Reaktivierung von alten Bruchstrukturen und einer damit verbundenen relativen Hebung wächst das Rheinische Schiefergebirge auch heute noch. Dabei wurden die Deckschichten des Erdmittelalters komplett abgetragen und weite Teile des gefalteten Grundgebirges erneut freigelegt. Nur die Meeressedimente des Zechsteinmeeres aus der Perm-Zeit sind teilweise von der Erosion verschont geblieben und werden heute nach oben regelrecht "aufgefaltet".
Sekundärmineralien:
Durch die Auffaltung des Gebirges entstehen an den Grenzen der abgelagerten Sedimentplatten kleine Spalten, durch die Wasser und Luft eindringen können. Durch das Eindringen dieser Stoffe kommt es zur Verwitterung der eingelagerten Mineralisation - so genannte Sekundärmineralien entstehen.
Im konkreten Fall handelt es sich dabei um das Kupfermineral "Cuprit", welches durch Umwelteinflüsse zu den Mineralien "Azurit" und "Malachit" verwittert. Beide diese Mineralien fallen deutlich auf durch ihre bläuliche bis grünliche Farbe.
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Nun zu den eigentlichen Aufgaben:
1. Begebt euch an die im Listing angegebenen Koordinaten und schaut die Geländestruktur in der Umgebung an. Hier sieht man eines der typischen Schichtgesteine des Rheinischen Schiefergebirges: Die Grauwacke. Wie verläuft hier ihr Bruch? (Hier ist eine Ausrichtung gefragt: Waagerecht, Senkrecht, Durcheiander oder ganz anders?
2. Was denkt ihr, ist das Bruchmuster typisch für die Gesteinsart?
3. Könnt ihr entsprechende Sekundärmineralien zwischen den "Platten" erkennen? Wenn ja, wie sehen diese aus?
Merkt euch bitte wie es hier aussieht! Geländestruktur und Farbe des Gesteins in der "Wand".
4. Folgt nun dem Weg in Richtung der zweiten Station. An dieser zweiten Station befindet sich eine Infotafel zum damaligen Kupfererzbergwerk "Grube Wolter-Plettenberg". Kurz bevor ihr den Punkt erreicht, verändert sich das Gestein zu euren Füßen, mit dem der Weg geschottert ist. Hier wurde ehemaliges Haldenmaterial der des Bergwerks als Wegschotter verwendet. Was fällt euch auf im Bezug auf Farbe und Zusammensetzung dieses Gesteins auf?
5. Welche Rückschlüsse lassen sich ziehen im Bezug auf die "Position" des Bodenschotters an Station 2 im Gegensatz zum Gestein an der ersten Station?
6. Wie sieht hier die Geländestruktur des Wenigerbachtals aus? Vergleicht die Geländestruktur an beiden Stellen. Woran könnte es liegen, dass sich diese unterscheiden?
7. Macht bitte noch mindestens ein Foto von euch und / oder eurem GPS am Ort des EarthCaches um nachzuweisen, dass ihr vor wirklich hier wart. Wer kein Foto von sich machen möchte, der kann gerne auch ein Foto von einem Zettel mit seinem Geocachernamen und dem aktuellen Datum, mit etwas vor Ort markantem im Hintergrund machen und seinem Logeintrag beifügen. Bitte beachtet, dass Logeinträge ohne Fotos oder mit nicht den Regeln entsprechenden Bildern, kommentarlos gelöscht werden!
Geändert im Januar 2026
© Team Tequila Luigi
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wenigerbach
https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Schiefergebirge
Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen
Eigene Beobachtungen / Experimente)