Skip to content

Es war einmal..... die Pahoehoe Lava EarthCache

Hidden : 11/13/2023
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Logbedingungen:

Zum Loggen dieses Earthcaches beantwortet bitte vorab folgende Fragen:

1. Geht auf die Suche nach den verschiedenen Lavaströmen!

Beschreibt euren Fund mit eigenen Worten (Größe, Form, welche Richtungen) Besonders schöne Lavaströme findet ihr auf der Parkplatzseite, aber auch rechts vom Haupteingang zwischen den Fenstern sind schöne Lavaströme zu finden.

2. Welche der im Listing beschriebenen Besonderheiten beinhalten dies Querschnitte? Nenne 2 Besonderheiten! Besonders schön ausgebildete "Besonderheiten" findet ihr am Haupteingang rechts davon zwischen dem 1.bis 3. Fenster und auf der Seite des Nebeneinganges.

3. Diese Basaltlava hat eine weitere Eigenschaft, sie wird niemals richtig schwarz. Wie würdest Du die Farbe dieses besonderen Gesteins beschreiben? Beschreibe mit eigenen Worten die Struktur des Gesteins (Beschaffenheit, Körnung )?

4. Macht ein Foto am Eingang des Museums. Hängt dies eurem Logeintrag an. Ihr müsst euch nicht selbst fotografieren. Ihr könnt einen persönlichen Gegenstand oder auch das lesbare Handy/GPS mit Uhrzeit vor Ort fotografieren.

Die Aufgaben können an den Zielkoordinaten beantwortet werden. Die Mitarbeiter des Museums sind informiert.

Beantwortet die Fragen und sendet eure Antworten ausschließlich über das MessageCenter. Nach Beantwortung der Fragen dürft ihr sofort loggen, ich melde mich, falls etwas nicht richtig ist und nachgebessert werden muß...

Londorfer Basaltlava

Quelle: Wikipedia

Vor ca.16 Millionen Jahren (im Miozän) wurden im nordwestlichen Vogelsberg Trapp–Basalte in einer großen Mächtigkeit abgelagert. Der Vogelsberg, das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas mit 2500 km2; besteht aus vielen Einzelvulkanen, die sich überlagern. In den historischen Steinbrüchen Londorfs wurde seit Jahrhunderten Stein für Bauwerke und Bildhauerei abgebaut. Unter dem Namen „Londorfer Lungstein“ wurde der Stein überregional bekannt. Weitere regionale historische Steinbrüche, in denen der „Londorfer Lungstein“ zu finden ist, sind z.Bsp Rabenau, Buseck und Allendorf–Nordeck.

Geologie 
Bei dieser Gesteinsart handelt es sich um Quarztholeiitische Basalte bis Alkaliolivinbasalt. Die Basaltlava besteht aus 47 % Plagioklas, 26 % Augit, 14 % Olivin, 10 % opake Minerale und aus weiteren undefinierbaren kryptokristallinen Bestandteilen. Seine Textur ist richtungslos. Die Basaltlava ist dicht- bis feinkörnig und porös.Durch die eingeschlossene Gase entstand das poröse Gefüge eines basischen Lavastroms in Blasenform. Teilweise sind größere Poren vorhanden. Die besonderen Eigenschaften dieses Gesteins ist z.Bsp die hochgradige Verwitterungsresistenz.

Doch wie entstand dieses Gestein?

Quelle: Peter Suchfort

Pahoehoe-Lava ist eine dünnflüssige basaltische Lava, die eine hohe Temperatur und Fließgeschwindigkeit bei geringem Kieselsäuregehalt aufweist. Nach der Erstarrung weist die Pahoehoe Lava eine relativ glatte Oberfläche auf, so dass sie nach dem Erkalten gut betreten werden kann. 

Wenn die sehr heiße Lava unter einer horizontal erstarrenden Kruste dahin strömt, zerbricht die Kruste häufig in einzelne Schollen. Diese können sich aufwerfen, oder auch auseinanderrutschen und Lavakissen hinterlassen. Bei einem noch aktiven Lavastrom kann die erstarrte Lavadecke bis zu 50 cm dick werden, daher können sich unter der Kruste sogenannte Lavaröhren bilden. 

Quelle: Peter Suchfort

Anhand der Bilder aus dem Londorfer Steinbruch sind die Fließrichtungen der Pahoehoe Lava genau zu erkennen.

In der oberen Sohle 4 kommt Quarztholeiitischer Basalt vor und in den unterliegenden Sohle 1–3 Alkaliolivinbasalt. In allen Sohlen von der Basis bis zum Top vom Steinbruch zeigen sich durchweg Texturen von Pahoehoe Lava.

In den Kaskaden (Gesamthöhe von ca. 60 Metern) der vier Steinbruch-Sohlen sind Texturen mehrerer Fließeinheiten von aufgeblasenen Pahoehoe Blattströmen zu finden.

Doch was bedeutet aufgeblasene Pahoehoe Blattströme?

Diese haben eine charakteristische horizontale Oberfläche, die mehrere hundert Meter breit sein kann und durch steile Hebungen begrenzt wird. Die in Londorf vorgefundenen aufgeblähten Blattströme hatten eine Dicke von 1 bis 5 m, breiteten sich jedoch zunächst als dünne Schichten flüssiger Pahoehoe-Lava aus, die im Allgemeinen 20 bis 30 cm dick waren.

Eine hocheffiziente Lavaabgabe mit Geschwindigkeiten von mehreren Kilometern pro Stunde liegt an der Bildung von Lavaröhren. Es kann aber sein, daß die Fließfront sich wesentlich langsamer bewegt.

Wenn das Vordringen des Blattstroms beendet wird, bleibt die Röhre mit Lava gefüllt, die in ihrer natürlichen Lage kristallisiert, anstatt abzufließen. Dabei bilden sich die höhlenartigen Lavaröhren, die üblicherweise mit Pahoehoe-Strömen verbunden sind.

Horizontale Vesikel und Vesikelzylinder

Quelle: Peter Suchfort

Die Höhe in diesem Anschnitt beträgt ca. 5 Meter. Die inneren Strukturen des Blattstromes sind hier gut zu erkennenen: Pipe vesicles = Pfeifenvesikel; Vesicle cylinder - Vesikelzylinder; Horizontal vesicle sheet = horizontales Vesikelblatt. „Bottom chilled zone“entspricht der unteren Kruste (lower crust). Die rote 2 in den Figuren markiert eine eigene Serie, wie auch folgend. Pfeifenvesikel (pipe vesicles)

Quelle: Peter Suchfort

Pfeifenvesikel (können auch Röhrenbläschen genannt werden) entspringen direkt in der unteren Kruste und sind ein Indikator zur Identifizierung von Pahoehoe Strömen, da sie nur in diesen vorkommen. Pfeifenvesikel sind Spuren aufsteigender Gasblasen. Sie erstrecken sich durch gekühlte Glasränder an der Basis von Pahoehoe–Strömen/Kissen. Die Erstreckung bildet sich nur dort, wo signifikante Kristallisation stattfindet. Das deutet darauf hin, dass diese Vesikel bildende Gas aus der Lava herausgelöst wird. Das Gas entstammt nicht aus einer externen Quelle, sondern aus der Lava. Es wird angenommen, dass Pfeifenvesikel in einem Strom/Kissen durch die Freisetzung von Gas gebildet wird und an der Kristallisationszone in Blasen haften. Während diese Kristallisationszone in die abkühlende Lava vordringt, führt die fortgesetzte Gasabgabe dazu, dass die Vesikel normal als Röhren wachsen. 

 

Quellen und Bilder:

wikipedia

und mit freundlicher Genehmigung

Peter Suchfort

Frau Dr. Sally Schöne (Kuratorin)

August-Kestner-Museum

 

Additional Hints (No hints available.)