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Richtplatz Warnsdorf Traditional Cache

Hidden : 11/19/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Um Warnsdorf ranken sich Geschichten und Legenden. Eine besagt, dass Warnsdorf 1007 n.Chr. wegen gottlosen Lebens in der Erde versunken sei. 

Widerlegt wurde dies u.a. durch Ausgrabungen im Jahre 1982/83 durch Reinhard Spehr. Mehrere Funde von Hausstellen mit Brunnen, feinverteilte Holzkohlereste und dendrochronologische Untersuchungen beweisen eine Siedlungstätigkeit im 12. Jahrhundert. Fälldatum der für die Brunnen verwendeten Fichten und Tannen ist 1162/63.

Heute kann man leider keine sichtbaren Hinterlassenschaften der Warnsdorfer Siedler sowie der Ausgrabungen mehr entdecken. Wegenamen und die gleichnamige Quelle in der Nähe erinnern an die einstige Siedlung. So gut wie keine Getreidepollen (kaum 1%) wurden Anfang der 1980er in den Brunnen gefunden, die eine beginnende Landwirtschaft bezeugen würden. Martin Schretzenmayer fand später bedeutend mehr Pollennachweise. Wahrscheinlich waren die Warnsdorfer bis ins 14. Jahrhundert ansässig, um dann nicht weit entfernt das heutige Dorfhain zu gründen.

"Gottloses" Leben gab und gibt es natürlich immer noch, womit in verschiedenen Epochen der Geschichte verschieden umgegangen wurde. Ein Zeugnis nun ist der nördlich der Wüstung Warnsdorf befindliche "Richtplatz Warnsdorf"auf ca. 375 m Höhe. Was genau dort wann geschah, lässt sich nur erahnen. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Was dort aber wahrscheinlich mal stand, erkennt ihr an einer eingeritzten Zeichnung auf dem Felsen beim Cache: ein Galgen mit Leiter. 

Nicht weit entfernt findet man noch eine Einritzung auf einem kleineren Felsblock: BMW. Dies hat nichts mit Automobilbau, aber mit den Anhöhen der Umgebung zu tun: Burgstadl (Borschelberg), Markgrafenstein und Warnsdorf, alle damals in Sichtweite um sich zu warnen bzw. zu verständigen.Auch in der näheren Umgebung sind noch eine steinerne Schale und die Einritzung WaRi (Warnsdorf Richtplatz?) auffindbar. 

Laut Reinhard Spehr sollen die Einritzungen aus dem 16.-18. Jahrhundert stammen; er bringt sie mit einer Art historischer Wegzeichen in Verbindung, wie man sie z.B. in der Dresdner Heide findet. Wie das mit Warnsdorf zusammenhängt oder ob die Einritzungen erst später hinzukamen, kann ich leider (noch) nicht beantworten.

Verweilt nun ein wenig an diesem Ort und atmet die Geschichte, die sich hier und im Umkreis verbirgt.

Genießt den wunderschönen Tharandter Wald!

Bitte hinterlasst alles wie vorgefunden.

Der Petling ist verklebt, bitte Deckel abschrauben und "auskippen".

Quellen: 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Warnsdorf_(W%C3%BCstung) vom 18.11.2023

Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins 91. Heft 2002 (Reinhard Spehr: Die Wüstung Warnsdorf im Tharandter Wald)

Ortschronist von Kurort Hartha André Kaiser

Additional Hints (Decrypt)

Vzzreteüa

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)