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Hangweide - Lost Place oder Projekt der Zukunft Traditional Cache

This cache is temporarily unavailable.

ahrom: Auf Grund der Bauarbeiten ist ein Zugang zum Cache aktuell (fast) unmöglich.
Entsprechend deaktiviere ich den Cache bis zum Ende der Bauarbeiten.
Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Baustelle bis Ende des Jahres betrieben wird.
Siehe Vollsperrung der Kreisstraße 1857

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Hidden : 12/3/2023
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Geschichte der Hangweide

Ursprünglich befand sich auf dem Gelände eine Ölmühle und ein See. 1936 hat die Anstalt Stetten das Anwesen Wahler mit Wohnhaus und Mostpressenfabrik gekauft und dort 15 erwachsene Geistigbehinderte zum Betrieb eines Jungvieh- und Schweinemaststalls untergebracht.
Im Dezember 1940 wurde das Gelände beschlagnahmt.

Im Krieg nutzte die Luftwaffe zunächst die Gebäude als Werkstatt für ihre Schüler. Später nutzte die Stadt Stuttgart die Hangweide als Katastrophenküche für die Ernährung Ausgebombter und als Unterstellmöglichkeit für die Straßenreinigung..

Im Herbst 1945 ging das Gebäude zurück an die Anstalt Stetten und im März 1946 zogen nach Renovierungen dort 80 Behinderte ein. Zu diesem Zeitpunkt war es das einzige Gebäude, das der Anstalt Stetten zurückgegeben worden war.

Auch nach der Rückgabe weiterer Gebäude in Stetten und Rommelshausen bestand ein großer Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten für "geistig Kranke" (so der damalige Sprachgebrauch). 1954 wurde ein Architekturwettbewerb für die Neugestaltung des Areals durchgeführt, der von Professor Rogler aus Stuttgart gewonnen wurde. Der Entwurf sah "die Erstellung von 8 zweckmäßigen und heimeligen Wohnhäusern für insgesamt 320 Pfleglinge, einem Gemeinschaftshaus mit großem Saal, Küche, Heizung und Hauselternwohnungen und 3 Mitarbeiterwohnhäusern in einer dorfartigen Siedlung mit großen Freiflächen zum Spiel und Spaziergang vor." Das Konzept der "wohnlichen Dorfsiedlung" war damals innovativ und diente als Vorbild für andere Anstaltsneubauten in der Bundesrepublik. Eröffnet wurde die "Pflegeanstalt Hangweide" 1958.
Eine Besonderheit der Anlage war der Zaun um die ganze Anlage, durch den sich die Pfleglinge in einem geschützten Umfeld frei bewegen konnten. Die Mitarbeiterhäuser stehen "natürlich" außerhalb des Zauns.
Zur damaligen Zeit war es üblich die Behinderten nach Geschlechtern zu trennen. Deshalb waren die Wohnhäuser nicht nur mit reinen Frauen- oder Männerwohngruppen belegt, sondern es gab auch einen Zaun zwischen den Häusern. Auch im "Kirchsaal" sassen die Geschlechter getrennt.

1972 wurde das baufällige ehemalige Anwesen Wahler abgerissen und durch einen Neubau, der auch ein Wohnheim für 32 Erwachsene enthielt, ersetzt.
Parallel dazu wurde das Therapiezentrum mit Schwimmhalle und Turnhalle errichtet, in dem heilpädagogische und therapeutische Förderungsmaßnahmen angeboten wurden. Außerdem gab es dort ein Cafe / Speisesaal, ein Friseurgeschäft, Arztpraxen und 150 industrielle Arbeitsplätze.

Aus verschiedenen Gründen (gesetzliche Forderungen der Inklusion, notwendiger Renovierungsbedarf der Gebäude) wurde die Hangweide von der Diakonie Stetten (1996 umbenannt aus "Anstalt Stetten") aufgegeben und die Pflegebedürftigen zogen in andere Gebäude / Wohnungen um. 2017 zogen die letzten Bewohner aus - ausgenommen wenige neuere Gebäude im Süd-Westen des Geländes. 2019 wurde das Gelände an die Gemeinde verkauft, um es als Wohngebiet zu nutzen.

Im Jahr 2020 wurde ein Projekt zur Bebauung und für ein Zukunftskonzept in einem städtebaulichen Wettbewerb ermittelt. Der Siegerentwurf trägt das Motto "Gemeinschaftlich leben im Grünen". Geplant ist ein "urbanes Dorf" das zukunftsweisend sein soll: Für Städtebau und Landschaftsarchitektur, nachhaltiges Bauen, Zusammenleben und Nachbarschaft, Ökologie und Mobilität.
Das Areal Hangweide ist ein offizielles Projekt der IBA’27.
Im Mai 2022 wurde für den Neubau mit dem Abriss der bestehenden Gebäude und der Räumung des Geländes begonnen.

Baustellenkamera auf der Internetseite hangweide.de: Link zur Webcam

Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Quellen:

  • Wikipedia: Hangweide (Kernen im Remstal)
  • Artikel von Pfarrer D. Ludwig Schlaich im Ortsbuch Rommelshausen von 1973
  • Gudrun Silberzahn-Jandt: "... und da gab's noch ein Tor, das geschlossen war!" von 2018
  • Hangweide - das Quartier mit Zukunft: www.hangwei.de

Und hier noch ein paar Links vom Heimatverein Kernen zur Geschichte der Hangweide.
Danke an Rotenberg für den Hinweis.

 

Anmerkung in eigener Sache:

Ich habe versucht aus den verschiedenen Quellen ein möglichst objektives Bild zu erstellen. Falls mir ein Fehler unterlaufen ist, so bitte ich dies zu entschuldigen und freue mich auf konstruktive Vorschläge zur Korrektur.
Auch habe ich den Sprachgebrauch der jeweiligen Zeit bewusst genutzt, auch wenn es mir vollkommen klar ist, dass dieser aus heutiger Sicht nicht korrekt bzw. diskriminierend ist. Ich denke das dies aber auch zum historischen Gesamtbild dazu gehört.

 

Zum Cache:

Der Cache befindet sich an der Haltestelle vor dem Gelände - Fahrtrichtung aus Stetten nach Rommelshausen.
Der Unterstand ist durch einen Tunnel (leider nicht für Rollstuhlfahrer) ohne Gefahr erreichbar.
Bitte rennt nicht einfach über die Strasse, da gerade die Fahrer aus Richtung Stetten selten die Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h einhalten.

Additional Hints (Decrypt)

Frgm qvpu - zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)