
Münzsteine und versteinerte Schnecken
Münzsteine

Bildquelle: Erlebnis-geologie.ch
Nummuliten (Nummulitidae), im Volksmund auch „Münzsteine“ genannt, sind eine Familie elliptisch oder kreisrunder geformter Einzeller aus der Gruppe der Foraminiferen (Foraminifera), in der Ordnung der Rotaliida.
Die größte Art erreicht bis zu 13 Zentimeter (Cycloclypeus carpenteri), fossile Nummulitidae erreichten eine Größe von bis zu 16 Zentimetern. Die Kammerwände bilden mit dem Kiel ein komplexes Kanalsystem, das von Cytoplasma ausgefüllt ist. Die Gehäuse sind mehrkammerig und meist planspirale Scheiben. Nummulitidae zählen zu den sogenannten Großforaminiferen, leben in warmen Flachmeeren und beherbergen unbeschalte Diatomeen als Zooxanthellen (Endosymbionten). Die Ontogenese soll über 100 Jahre dauern.
Die kreisrunde Form der Gehäuse hat der Familie zu ihrem Namen verholfen, von lateinisch nummulus „kleines Geldstück“. Die kalkigen Schalen der Münzsteine konnten sich nach deren Tod in der Vergangenheit zu großen Massen anhäufen, dass sie gesteinsbildend wurden, wie beispielsweise bei den Nummulitenkalken aus dem Alttertiär. Die Familie tritt in der obersten Kreide in Erscheinung und erlebte ihre Blütezeit im frühen Tertiär, vor allem in der Tethys. Im Paläogen war die Gruppe besonders zahlreich vertreten und bildete die sogenannten Nummulitenkalke aus. Steinbrüche in der Nähe lieferten die Blöcke aus eozänem graugen, grobfossilem bzw. graugelben, feinfossilem Nummulitenkalkstein, mit dem bis zu 60 % der Pyramiden von Gizeh erbaut wurden. Auch der felsige Untergrund besteht aus sehr harten Nummulitenkalkstein. Die alten Ägypter hielten die Nummuliten für versteinerte Linsen, Reste der Mahlzeiten der Pyramidenarbeiter. Diese Deutung als „versteinerte Linsen“ ist auch in Europa belegt, etwa in Guttaring in Kärnten, wo man unzählige Nummuliten im Lehmboden findet und ein Feld der steinernen Linsen ausgewiesen ist. In den Voralpen in Bayern wurden Nummulitenkalksteine wie auch der sogenannte Enzenauer Marmor für historische Bauwerke verwendet. Vor 40 bis 30 Millionen Jahren starben viele Nummuliten und die Anzahl nahm sehr stark ab. Das Innenskelett ist sehr kompliziert gebaut mit zahlreichen spiral angeordneten Kammern und Kanälen. Nummoliten sind wichtige Leitformen des Tertiärs, hauptsächlich im Bereich subtropischer Meere. Zentrum der Entwicklung war die Tethys.
Versteinerte Schnecken

Bildquelle: Salzburg.orf.at
Trochactaeon (fossile Meeresschnecken) zählen zu den bekanntesten Fossilien Österreichs und sind im Handel häufig als polierter Querschnitt zu finden. Diese Schnecken waren an den extremen Lebensraum der Sümpfe und Schlammküsten des Tethys-Ozeans angepasst, der durch wechselnden Salzgehalt des Wassers und einen schwankenden Wasserspiegel geprägt war. Sie waren schon in den Sümpfen der Kreidezeit sehr häufig verbreitet und wurden zu Millionen fossil.
Nerineen sind eine Gruppe von meist turmförmigen Schnecken, deren Schaleninneres durch Falten sehr stark gegliedert sein kann. Sie bilden eine sehr artenreiche Gruppe, die vom Jura bis zur Kreidezeit vorkam, von vor 200 bis 65 Millionen Jahren Nerineen existierten also ca. 135 Millionen Jahre lang und verschwanden beim großen Massenaussterben zum Ende der Kreidezeit, dem auch die Dinosaurier und Ammoniten zum Opfer fielen. Sie lebten in flachen, warmen Meeresbereichen, meistens in Lagunen, wo sie teils massenhaft auftraten und sogar Gesteine bildeten (Nerineen-Kalke).
Textquellen: Wikipedia, Alpenfossil.at
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1: Schaut euch die Versteinerungen vom Nummulitenkalk (Münzsteine) genauer an, in welchem Erdzeitalter und vor wie vielen Jahren entstand er?
2: Sucht die Münzsteine und beschreibt sie genauer in Form, Größe und Beschaffenheit!
Die Münzeteine sind nicht der komplette Stein, sondern die Einschlüsse, da müsst ihr schon genau hinschauen.
3: Schaut euch die versteinerten Schnecken genauer an, in welchem Erdzeitalter und vor wie vielen Jahren entstanden sie?
4: Welche versteinerte Schnecken (lateinischer Name) sind auf den Infotafeln erwähnt?
5: Schaut euch die versteinerten Schnecken genauer an, beschreibt sie in Form, Größe und Beschaffenheit!
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