

Die Kirche wurde 1785 errichtet. Diese Jahreszahl ist am Kirchenportal gut zu lesen. Baumeister der Kirche war Simon Kille, Steinhauer und Maurermeister aus Heinstetten. Dieser errichtete die Kirche ganz im Stil von Christian Großbayer aus Haigerloch. Dies ist stilistisch gesehen die Zeit des Übergangs von der reich gegliederten Barockarchitektur zur nüchternen und strengen Architektur des Klassizismus, die als Zopfstil bezeichnet wird.
1978 beschädigte ein Erdbeben die Kirche schwer. Sie wurde danach vollständig renoviert; auch erhielt sie eine neue Orgel.
Standortbedingt ist die Kirche entgegen der üblichen Bauweise nicht nach Osten, sondern nach Westen ausgerichtet. Es handelt sich um einen einschiffigen Bau mit eingezogenem halbrunden Chor, an den sich in der Längsachse die Sakristei anschließt. Ein unten viereckiger, oben achteckiger Dachreiter mit welscher Haube setzt den Akzent auf der östlichen Giebelfassade. Die älteste der vier Glocken (g´, b´, c´´, es´´) stammt aus dem Jahr 1923; die anderen drei Glocken wurden in der Nachkriegszeit gestiftet. Der Dachreiter hat drei Zifferblätter, die nach Norden, Osten und Süden zeigen.
Das Innere wird von großen Rundbogenfenstern erhellt.
Das flache Chorgewölbe schmückt ein rundes Fresko, die „Ausgießung des Heiligen Geistes“, das ebenso wie das große Deckenbild im Langhaus mit der Darstellung der „Himmelfahrt Christi“ von dem aus Gammertingen stammenden Johann Reiser jr. im Jahre 1786 gemalt wurde.
Die Rückwände von Haupt- und Seitenaltären und der Kanzel sind auf die Wandflächen aufgemalt. Die Architekturteile von Altären und Kanzel sind aus Holz, marmoriert und vergoldet auf einer Kreide – Leim – Grundierung.
Das Ölgemälde über dem Hauptaltar zeigt eine um 1775 entstandene „Kreuzigung“. Die Bilder der beiden Seitenaltäre stammen auch aus dieser Zeit und sind im selben Stil gemalt. Sie stellen den Heiligen Nikolaus bei den Gefangenen und das Martyrium des Heiligen Sebastian dar.
In den Nischen der beiden Seitenaltäre befinden sich kleine Figuren der beiden Kirchenpatrone Nikolaus und Sebastian.
Chor und Schiff trennt ein gedrückter Dreipassbogen, der ansatzlos aus der Wand tritt.
Im Jahr 1985 wurde eine völlig neue Orgel in der oberen Empore eingebaut. Das Hauptwerk der Orgel ist in die Brüstung der Empore eingelassen. Mit dem angepassten Barockgehäuse ist die Orgel Blickfang für den rückwärtigen Bereich der Kirche.
Die zwei farbigen Fenster im hinteren Teil des Schiffes stellen auf der Südseite die Heilige Familie und auf der Nordseite die Erscheinung Christi Paray-le-Monial dar.
Am 11. Dezember 2011 wurde die Kirche nach siebenmonatiger Renovierung wieder eröffnet. In der Bildergalerie sind die Renovierungsarbeiten dokumentiert.
Während der Weihnachtszeit ist die als Heimatkrippe gestaltete Weihnachtskrippe aufgestellt.
Quelle: Homepage der Seelsorgeeinheit Burladingen-Jungingen


Direkt neben der Kirche befinden sich die Kriegerdenkmäler und das Rathaus von Hausem im Killertal.