Nach vielen Diskussionen über Größe und Standort der neuen JVA Rottweil wurde nach Ablehnung am Bitzwald zwischen Neukirch und Schömberg nach Bürgerprotesten letzten Endes 2015 ein Platz zwischen Rottweil, B27 und Villingendorf oberhalb des Neckars und des ehemaligen Steibruchs Rottweil "Im Esch" gefunden. Am 05. Juni 2023 begannen die Vermessungsarbeiten. Eine Woche später kamen die ersten Bagger um die Humusschicht abzuschieben. Am 26. Juni 2023 erfolgte dann in Anwesenheit der Presse und TV-Medien der erste Spatenstich. Die Fertigstellung ist für 2027 angesetzt. Rottweil ist Sitz eines Land- und Amtsgerichts und seit der Polizeireform auch Standort der Kriminalpolizeidirektion für die Landkreise Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Konstanz. Somit ist der Neubau der JVA ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Justiz- und Polizeistandorts Rottweil, an dem mehrere Hundert Arbeitsplätze hängen.
Nach aktuellem Stand investiert das Land rund 280 Millionen Euro in die neue JVA. Geplant sind 18 Bereiche mit einer Gesamtnutzfläche von 25.463 Quadratmetern und 502 Haftplätze. 52 Hafträume sollen barrierefrei ausgestaltet werden. Die Kostenberechnungen sind etwa zehn Jahre alt und können noch variieren. Bei den anfallenden Erd- und Tiefbauarbeiten fallen ca. 160.000 qm Erdbewegungen an. Mit dem Aushub werden die Geländeformen modelliert. Das schont die Umwelt und spart die Kosten für den Abtransport von etwa 16.000 LKW-Ladungen ein.
Auch der Gebäudeenergiestandard soll die gesetzlichen Vorgaben um etwa 30 Prozent übertreffen. Es ist ein nahezu klimaneutrales Energiekonzept entwickelt worden. Die Beheizung erfolgt über Wärmepumpen und Hackschnitzel, die Bedachung wird in Form von Biodiversitätsdächern ausgeführt und mit Photovoltaikmodulen belegt. Die geplante PV-Leistung beträgt rund 1,8 MW.
Quelle: Zollern-Alb-Kurier
P.S. ich freue mich über Bilder des Baufortschritts in den Logs