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Enzenkirchner Sande EarthCache

Hidden : 3/25/2024
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Enzenkirchner Sande

Bildquelle: eigenes Bild

Geologie

Die Gemeinde Siegharting liegt geologisch betrachtet zur Gänze im Bereich der Molassezone des Unteren Ottnangiens. Das am weitesten verbteitete Gestein ist Schlier (Ottnanger Schlier), sandige Tonmergel (Enzenkirchner Sande), Löss und Lehm sind ebefalls häufig anzutreffen.

Bei den Enzenkirchner Sanden handelt es sich um feinkörnige, überwiegend ungeschichtete Strandsande, die vor etwa 18 Millionen Jahren während des Ottnangiens (früher: Unteres Helvet) in einem seichten Meer abgelagert wurden. Die Korngröße liegt zwischen 0.1 und 0.3 mm, vielfach aber auch darunter. Das ist das zehn-bis hundertfache jenes Schliers, auf dem die Sande lagern und von denen sie durchzogen werden. Hauptbestandteile sind Quarz, Glimmer (vor allem Muskovit, seltener Biotit) und winzige, oft stark zerriebene Kalkpartikel, was insgesamt dafür spricht, dass der Ursprung der Enzenkirchner Sande sowohl im alpinen Bereich als auch in dem des Kristallins (Sauwald) zu vermuten ist. An zahlreichen Stellen wird der Sand von Dezimeter bis Meter dicken Schlierbändern durchzogen, deren Konsistenz vom harten „blauen Mödl“ bis hin zum dünnlagigen, sandigen „Blätterschlier“ reicht.

Schlier ist eine in der regionalen Geologie von Süddeutschland und Österreich verwendete Bezeichnung für verschiedenfarbige schluffige oder feinsandige Mergel (Kalk-Ton-Sedimente) der zirkumalpinen Tertiär-Becken. Diese Ablagerungen repräsentieren ein marines, landfernes Ablagerungsmilieu. Ähnlich wie Lehm verknüpft Schlier aufgrund seines Mineralbestandes und seiner Korngrößenverteilung die gute Drainagefähigkeit von Sanden mit der Kationenaustauschfähigkeit von Tonen und bildet daher meist fruchtbare Böden aus.

Erzeugt wird das Sedimentgestein schon bei der Bildung des Gesteins. Ausgangsmaterial ist Verwitterungsschutt, der von Wasser oder vom Wind davongetragen wird. Flüsse, Gletscher und Staubstürme verlieren irgendwann an Kraft: Flussläufe werden zur Mündung hin immer langsamer und strömen schließlich ins Meer oder einen See. Gletscher dringen in wärmere Regionen vor und schmelzen ab. Auch Staubstürme lassen irgendwann nach. Dann können sie Staub, Sand und Geröll nicht mehr weiter befördern. Das mitgeschleppte zermahlene Gestein setzt sich ab. Mit der Zeit bildet das abgelagerte Material eine immer höhere Schicht – das Sediment. Besonders auf dem Meeresboden und auf dem Grund von Seen, wo Flüsse viel Material anschwemmen, sammeln sich solche Sedimente, darunter auch Reste von toten Tieren oder Kalkschalen. Normalerweise ist für uns nur die oberste Schicht sichtbar. Wenn sich jedoch ein Fluss durch das Sedimentgestein gräbt, es bei der Gebirgsbildung angehoben oder in einem Steinbruch frei gesprengt wird, erhalten wir einen Blick auf den Querschnitt. Die einzelnen Sedimentschichten sind dann als „Streifen“ oder Bänder im Gestein gut zu erkennen.

Die Variszische Gebirgsbildung, ist eine vom Devon bis gegen Ende des Perm dauernde Phase einer Gebirgsbildung, in der auch zahlreiche Gebirge in Mittel- und Westeuropa angelegt wurden. Ursache waren Kollisionen von Terranes. Beim variszischen Gebirge handelt es sich um ein kompliziert gebautes Decken- und Faltengebirge. Die enorme Krustenverkürzung macht sich in starken Verfaltungen und internen Überschiebungen bemerkbar. Während der variszischen Gebirgsbildung wurden die Sedimente des Devon und Unterkarbon, die sich in der variszischen Geosynklinale abgelagert haben, verfaltet und teilweise verschiefert. In Deutschland entstammen u. a. das Rheinische Schiefergebirge, der Harz und der Frankenwald diesem tektonischen Zyklus.

Bildquelle: www.zobodat.at 

Zwischen Sigharting und Enzenkirchen geht der Schlier im Hangenden in sandige Sedimente über, die den Enzenkirchner Sande zuzurechnen sind, sie sind mit einer mächtigkeit von 8 Meter vertreten. Sie liegen hier als Feinsande mit schwach mergeliger Bindung vor und weisen eine rostbraune bis gelbliche Fleckung auf.

Bei einer Bohrung wurde folgendes Profil aufgeschlossen, nach einer 4 Meter mächtigen Bodenschicht folgen 8 Meter gelbbraune , zum Teil mergelige Fein- und Mittelsande, die sogenannten Enzenkirchner Sande. Anschließend wurden 207 Meter mächtige, graublaue Tonmergel der Innviertler Serie erbohrt.  

Bildquelle: www.zobodat.at 

Entstehung

Die Gröppe umfasste ursprünglich 26 Sandkeller, welche zur Lagerung von Most, Obst und Gemüse verwendet wurden bzw. werden. Von diesen einzigartigen Zellergröppen befinden sich mehrere im Raaber Gemeindegebiet. Ihre Entstehung verdanken sie uralten Verkehrswegen. Ursprünglich führten vor Jahrhunderten die Fahrwege über die Geländekuppen hinweg, die jetzt durch die Gröppen zerschnitten werden. Die Räder der Wagen, die Hufe der Pferde und die Klauen der früher häufig als Zugtiere eingesetzten Ochsen, lockerten den weichen Sandboden der unbefestigten Straßen und starke Regengüsse schwemmten die kleinen Sandkörner fort. So kam es zur V-förmigen Eintiefung, wobei die im Sand enthaltenen Schlierbänder an der Stabilisierung der Hänge wesentlichen Anteil hatten und zu ihrer extremen Steilheit beitrugen.

Geschichte

Das Wort Gröppen hat eine sehr eng begrenzte Verbreitung, worauf alleine schon das Fehlen im Wörterbuch zur Oberösterreichischen Mundart hinweist. Der Ausdruck ist offensichtlich in Oberösterrreich nur bei den Bewohnern des Gebietes der Enzenkirchner Sande und wenig darüber hinaus im Innviertel in Verwendung. Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm schein das Wort Greppe auf, das nach diesen Autoren nur im Schwäbisch-Bayerischen nachzuweisen ist und mit Gruben und Graben im Zusammenhang steht. Die Greppe ist ein vom Wasser ausgespülter Graben, wo ein Fahrweg verläuft, also ein Hohlweg. Diese Charakterisierung stimmt mit der gegenständlichen Gröppe überein.

Von lokaler wirtschaftlicher Bedeutung waren dabei in der Vergangenheit die Vorkommen von Schlier und Lehm. So gab es im Gemeindegebiet mehrere sogenannte Mergelgruben, wie etwa die Pfenniggrube in Unterholzen, in denen bis Mitte des 20. Jahrhunderts der kalkhaltige Schlier als landwirtschaftlicher Dünger abgebaut wurde. Die Lehmvorkommen wiederum wurden von alters her zur Ziegelherstellung genutzt, die ihren Höhepunkt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fand.

In den Gröppen wurden viele Sandkeller eingetieft, die sich besonders für Obst-, Gemüse- und Mostlagerung, die größeren Keller früher auch für die Lagerung von Bier, eigneten. Die geringe Korngröße der Enzenkirchner Sande und die damit verbundene Zahl winziger Zwischenräume lässt nur eine schwache Luftzirkulation zu und speichert geringfügig Feuchtigkeit. Zur Stabilisierung letzterer trägt die Kapillarwirkung bei, die die Feuchtigkeit gleichmäßig im Sand verteilt. Zusammen mit der das ganze Jahr über gleichbleibenden Temperatur von rund 8 Grad ergibt das Kleinklima eine hervorragend konservierende Wirkung in den im Sand befindlichen Kellern. Fäulnisbakterien und Schimmelpilze werden in ihrer Entwicklung stark gehemmt. So gelangten die Keller wegen ihrer ausgezeichneten Lagerverhältnisse zur Berühmtheit.

Textquelle: Wikipedia.org, www.zobodat.at, pramtal-museumsstrasse.at, planet-schule.de

 

Um den Cache zu Loggen, beantworte folgende Fragen (Antworten findest du zum Teil durch Recherche und Vorort an dem Aufschluss.

1a: Ihr könnt im Bereich des Aufschlusses die Schlierbänder gut erkennen, beschreibt diese in Anordnung und Aussehen. Wie sind die Schlierbänder angeordnet, gerade oder geschwungen?

1b: Wodurch könnte die Anordnung der Schlierenbänder entstanden sein?

2: Schaut euch den Aufschluß an, wie hoch schätzt du ihn?

3: Nimm etwas Sand in deine Finger und verreibe es, beschreibe die Struktur und das Verhalten beim zerreiben.

 

Von Groundspeak sind die Earthcache-Regeln seit Juni 2019 geändert worden, der Cacheowner kann ein Foto vor Ort verlangen!

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