Willkommen in meiner Heimat Sietow.
Idyllisch gelegen am Müritz Radweg zeige ich Euch unsere "Alte Dame" im Dorf. In der Saison ist sie Teil der offenen Kirche und freut sich über Besucher.
Hier ein kleiner Auszug aus der Geschichte.
Die Kirche wurde bereits vor dem Jahr 1344 errichtet[1], als das Dorf Sietow mitsamt dem Kirchenpatronat an das Kloster Dobbertin kam. 1582 gab es seine Kirchenvisitation durch das Klosteramt Dobbertin.[2] 1649 erfolgte eine weitere Kirchenvisitation durch das Klosteramt mit Superintendent Samuel Arnoldi aus Güstrow, Kloster-Syndicus Dr. Joachim von Neesen aus Güstrow und Pfarrer Petrus Zander aus Dobbertin.[3]
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Mittelschiff zerstört und ab 18. Januar 1665 begann das Klosteramt mit dem Wiederaufbau. Dazu rief der Dobbertiner Klosterhauptmann Landrat Christoph Friedrich von Jasmund auf Cammin die Prediger in seinen Patronatskirchen Dobbertin, Kogel, Lohmen, Mestlin, Laerz und Sietow um Spenden beim Aufbau und Reparatur der Sietower und Kogeler Kirche auf.[4] Um 1760 stürzte der Turm bei einem Unwetter bis auf den Feldsteinsockel ein. Der neue, etwas niedrigere Turm wurde mit einem spitzen Turmhelm errichtet. 1788 gab es einen Streit der Kloster-Provisoren von Blücher auf Gorschendorf und von Weltzien auf Benthen als Patrone der Kirche zu Sietow mit dem Rittmeister von Altrock auf Großkelle und Zierzow vor dem Hofgericht wegen verweigerter Kirchspielfuhren, den Transport des Pastors zu den Kirchen.[5][6]
Von 1824 bis 1826 wurde die alte Feldsteinmauer um den Kirchhof wieder errichtet. Nach Fertigstellung pflanzte der Dobbertiner Klosterhauptmann Rittmeister Ferdinand von Raven persönlich zwölf Linden, die heute fast die Kirche verdecken.
Ab 1849 wurde die Kirche umfassend renoviert. 1856 weihte man die neue Kanzel und 1866 die Orgel. Zwei Glocken wurden bis auf die kleinste von 1588 in den beiden Weltkriegen eingeschmolzen. Bei einer Renovierung Mitte der 1970er Jahre erhielt das Kircheninnere seine heutige Gestalt.
Quelle: Wikipedia.de