
Alfelder Lateinschule
Für diesen Earthcache werden wir uns die Gegend der Lateinschule in Alfeld genauer an schauen. Die Lateinschule ist ein historisches Fachwerkhaus in Alfeld, Niedersachsen (Adresse: Am Kirchhof 5). Mit seinem reichen Bild- und Architekturschmuck ist es ein herausragendes Beispiel der Hildesheimer Holzbaukunst. Das Haus wurde (inschriftlich datiert) „1610“ erbaut und mehrfach restauriert. Heute befindet sich in ihm das Alfelder Stadtmuseum.
Erosion
Erosion ist der Prozess, bei dem Teile einer Oberfläche verschoben werden oder sogar ganz verschwinden können, ohne dass die ursprüngliche Zusammensetzung sich verändert. Auf der Erde geschieht dies vor allem durch Wasser, Wind und durch die Bewegung großer Eismassen. In Ausnahmefällen kann die Erosion auch durch Vulkanausbrüche oder den Einschlag von Meteoriten verursacht werden. Im Prinzip ist die Erosion ein "spontaner" Prozess, der jedoch durch menschliche Aktivitäten beschleunigt oder verlangsamt werden kann.
Winderosion
Winderosion ist der Prozess, bei dem sich Partikel von einer festen Oberfläche lösen und unter dem Einfluss der Luftbewegung transportiert werden. Die Winderosion findet vor allem auf vegetationsarmen Flächen statt, wo der Wind "freie Bahn" hat. Dort, wo es Vegetation gibt, werden die Partikel auch besser von den Wurzelsystemen der Vegetation festgehalten.
- Sandstürme in der Wüste sind ein deutliches Beispiel für Winderosion.

Links ein bewachsener Hang ohne Erosion, in der Mitte ein Hang, der der Winderosion ausgesetzt ist, rechts ein Hang, der der Wassererosion ausgesetzt ist.
Wassererosion
Wassererosion ist der Prozess, bei dem sich Partikel von einer festen Oberfläche lösen und durch Regen oder fließendes Wasser transportiert werden. Die Geschwindigkeit, mit der Wassererosion auftritt, hängt stark von der Wassermenge, der Fließgeschwindigkeit und der "Empfindlichkeit" des Materials ab, aus dem die Oberfläche besteht.
Einige Beispiele für Wassererosion sind:
- Erosion der äußeren Biegung eines mäandrierenden Baches/Flusses
- Schlammströme/Landlawinen bei starken Regenfällen
- Das Meer reißt Stücke von Land/Dünen ab
- Sandbewegung bei Gezeitenschwankungen und Wellengang
Verwitterung
Verwitterung ist der Prozess, bei dem Gesteine unter dem Einfluss von z. B. Wetterbedingungen, Klima (-veränderungen), so genannten exogenen Kräften oder durch die Einwirkung von Lebewesen verändert werden. Das Gestein zerbricht, bröckelt, löst sich (teilweise) in Wasser auf oder es kommt zu Veränderungen in der chemischen Zusammensetzung des Gesteins. Wir kennen 3 Arten der Verwitterung: chemische Verwitterung, physikalische Verwitterung und organogene Verwitterung.
Chemische Verwitterung
Chemische Verwitterung ist der Prozess, bei dem Mineralien im Gestein mit Wasser, Sauerstoff, CO2, Säuren, Salzen oder anderen chemischen Substanzen reagieren. Viele dieser Gesteine entstehen tief unter der Erdoberfläche unter hohen Temperatur- und Druckbedingungen. An der Erdoberfläche herrschen ganz andere Bedingungen, was dazu führt, dass die Mineralien in den Gesteinen instabil werden. Dies macht sie anfällig für chemische Verwitterung. Wenn sich die Zusammensetzung der Mineralien ändert, können sie plötzlich löslich oder unlöslich werden, z. B. in Wasser. Dies kann dazu führen, dass sie aus dem Gestein herausgelöst werden und sehr kleine Hohlräume in dem stabileren Gestein entstehen, das übrig bleibt.
Physikalische Verwitterung oder mechanische Verwitterung
Physikalische Verwitterung wird auch als "mechanische Verwitterung" bezeichnet. Von physikalischer Verwitterung spricht man, wenn die Zersetzung des Gesteins ohne Änderung der chemischen Zusammensetzung des Gesteins erfolgt. Das Gestein wird in kleinere Teile (mit gleicher Zusammensetzung) zerlegt. Hierfür sind mehrere Ursachen bekannt:
- Thermische Spannungen: Der Prozess der Ausdehnung und Kontraktion des Gesteins aufgrund von Temperaturschwankungen. Dieser Prozess tritt häufig in Wüsten auf, wo die Tage sehr heiß und die Nächte sehr kalt sind. Entsprechend groß sind die Unterschiede.
- Gefrieren: Durch winzige Poren kann Wasser in die sehr kleinen Hohlräume (Diaclasen) des Gesteins eindringen, die dort vorhanden sind. Wenn dieses Wasser gefriert, dehnt es sich aus. Eis hat 9 % mehr Volumen als flüssiges Wasser. Dadurch übt es eine Kraft auf das Gestein aus. Dadurch bilden sich kleine Risse, mehr Wasser dringt in das Gestein ein, und der Prozess wiederholt sich beim nächsten Kälteeinbruch in verstärktem Maße.
- Druckentlastung (Exfoliation): Je tiefer ein Gestein im Erduntergrund liegt, desto größer ist der Druck, der auf ihn ausgeübt wird. Wenn sich die darüber liegende Schicht durch Verwitterung, Erosion, Erdbeben oder Gletscherrückgang verkleinert, nimmt der Druck auf das Gestein ab. Dadurch kann sich das darunter liegende Gestein nach oben bewegen. Da sich der Druck nicht überall gleichmäßig verändert, entstehen bei diesem Prozess Brüche im darunter liegenden Gestein.
- Salzkristallisation: Wenn Salz in Wasser gelöst wird, kristallisiert dieses Salz aus, wenn das Wasser verdunstet. Diese Salzkristalle wachsen mit der Zeit und üben Druck auf das Gestein aus, was wiederum zu Brüchen und Rissen im Gestein führen kann.
Organogene Verwitterung
Organogene Verwitterung ist eine Verwitterung, die durch den Einfluss von lebenden Organismen entsteht. Die häufigste organogene Verwitterung ist das Wachstum von Pflanzenwurzeln im Gestein. Wenn diese Wurzeln wachsen und sich verdicken, üben sie Druck auf das Gestein aus und verursachen Risse im Gestein. Eine weitere Form der organogenen Verwitterung ist die Ausscheidung von Substanzen durch (Mikro-) Organismen. Dabei handelt es sich eigentlich um eine chemische Verwitterung mit organogener Ursache; die ausgeschiedenen Stoffe lösen einen chemischen Prozess aus, der zur Verwitterung führt.


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Einige Beispiele: von oben nach unten: chemische Verwitterung, mechanische Verwitterung (Frostverwitterung) und organogene Verwitterung.
Quelle: "Module Bodemkunde en bemesting" & Eigene Bilder
Dieser Earthcache
Dieser Earthcache enthält vier Wegpunkte. Am Wegpunkt 1 muss ein Foto gemacht werden, am Wegpunkt 2, 3 und 4 müssen einige Fragen beantwortet werden.
Die erste Aufgabe:
Gehe zu WP 1: (N 51° 59.187′ E 9° 49.570′).
Mache hier ein Foto, das zeigt, dass du vor Ort gewesen bist. Jedes Team muss ein eigenes Foto machen, Gruppenfotos sind daher nicht als Log-Fotos gültig. Fotos, die Antworten auf Fragen zeigen, sind leider nicht erlaubt.
Siehe auch das Beispielfoto:

Wenn ihr kein eigenes Foto von euch machen wollt, könnt ihr auch ein Maskottchen, ein Woodie mit eurem Namen, euren eigenen TB oder einen Zettel mit Teamname + Datum nehmen.
Aufgabe 2
Beginne die geologische Suche am WP2 (N51° 59.179 E9° 49.580).
Hier findest du eine kleine Treppe an der Seitenwand.
2a) Beschreibe mit deinen eigenen Worten die Steine dieser kleinen Treppe (denke an Farbe, Form, wie sieht das Gestein aus, ist die Oberfläche glatt oder rau? Wie hart ist das Gestein?).
2b) Welche Formen der Erosion oder Verwitterung kannst du an diesen Steinen erkennen? Beschreibe dieses Beispiel/ diese Beispiele.
2c) Erkläre, warum du glaubst, dass es sich um diese Form der Erosion oder Verwitterung handelt.
Aufgabe 3
(Auch am WP 2 N51° 59.179 E9° 49.580)
An der Ecke des Museums siehst du einen Stein in der Fassade mit 2 schiefen Ebenen.
3a) 3b) & 3c):
Untersuche, beschreibe und erkläre in den drei gleichen Schritten wie bei Aufgabe 2.
Aufgabe 4
Gehe nun zu WP 3 (N51° 59.165 E9° 49.579).
Hier findest du einige stehende und liegende Grabsteine.
4a) 4b) & 4c):
Untersuche, beschreibe und erkläre in den drei gleichen Schritten wie bei Aufgabe 2.
Aufgabe 5
Geh nun zu WP4 (N51° 59.175 E9° 49.595).
Hier findest du einige Felsbrocken rund um das Gebäude. Dies ist der Felsbrocken, der auf dem untenstehenden Foto "versteckt" ist.

5a) 5b) & 5c):
Untersuche, beschreibe und erkläre in den drei gleichen Schritten wie bei Aufgabe 2.
Die letzte Aufgabe
Wir haben nun 4 Steine auf den Verwitterungsgrad Erosion untersucht: Treppen, Ecksteine, Grabsteine und Felsbrocken.
Aufgabe 6) Ordne diese 4 in der Reihenfolge der geringsten Verwitterungs-/Erosionsschäden bis zu den größten Schäden.
Logbedingungen
Was musst du tun, um diesen Earthcache zu loggen:
- Besuche den Ort und suche nach den Antworten. Sende die Antworten per E-Mail über mein Profil oder über den Messenger.
- Du darfst nach dem Senden der Antworten loggen. Sollte etwas nicht stimmen, werde ich mich bei dir melden...
- Mache das obligatorische Foto am Wegpunkt 1 und füge es deinem Log hinzu.
Logs ohne Antworten und/oder korrektes Foto werden gelöscht.