Der Erker am Bolfrashaus
Der Nachbau des Bolfrashauses (2003) steht am Beginn der zur Oder führenden Bischofstraße. 1597 war Michael Bolfras Bauherr des später nach ihm benannten Hauses bzw. des umfangreichen Umbaus eines aus dem Mittelalter stammenden Gebäudes. Er entstammte einer Frankfurter Bürgermeister- und Ratsherrenfamilie und war Syndikus der alten Frankfurter Universität, der Viadrina. Südöstlich vom Rathaus gelegen, erinnert dieses Gebäude an die Zentrumsbebauung mit Bürgerhäusern, von denen bis 1945 rings um den Marktplatz viele gestanden haben. Ein besonderer Hingucker ist der nach dem ursprünglichen Original wieder entstandene Erker. Die lateinische Inschrift ist ein in mehreren Zeilen öffentlich gemachter Wunsch des Michael Bolfras. Die deutsche Übersetzung lautet: „Das Haus, das Bolfras unter Gottes Schutz sich, dem Vaterland und der Nachwelt baute, wünscht er weder für sich, noch für das Vaterland, noch für die Nachfolgenden ewig. Himmlische Wohnungen wünscht er zu haben. Die einzige feste Wohnung und feste Burg ist die des Himmels. Dies Haus ist für mich gegen des Himmels Stürme gebaut, bis des Himmels Haus mich ganz sicher umfängt. Es ist angepasst meinen Bedürfnissen und meinem Geschmack, wenn du es besser haben möchtest, dann zeige deine Klugheit, wenn du baust.“
Vor dem Abriss des Wohnblocks aus der DDR Zeit und der Errichtung des jetzigen Nachbaus befand sich hier eine gemalte Darstellung des alten Bolfrashauses. Christoph Neubauer hatte den Giebel im Auftrag der Frankfurter Wohnungswirtschaft nach der politischen Wende gestaltet.
Das Final findet ihr bei: N 52° 20.A und E 014°33.B
A sei die dritte minus zweite Zahl plus sechste Zahl minus zwölfte Zahl minus 1
B sei die elfte Zahl multipliziert mit 5 minus siebente Zahl minus 3