Am geografischen Mittelpunkt Baden-Württembergs könnt ihr einen Block aus Kieselsandstein des Mittleren Keupers betrachten. Man sieht Rippelmarken als verfestigte Strukturen, die so auf ein früheres Gewässer an diesem Ort hinweisen. Rippelmarken im geologischen Sinn sind Muster, auf deren Oberfläche sich anderes Material abgelagert hat. Diese wurden unter andauernden Druck versteinert.

Rippel
Wird lockerer Sand als rollende oder springende Bodenfracht durch Wind oder Wasser transportiert, entstehen erkennbare Strukturen. Wellenförmige Oberflächenstrukturen sandiger Sedimente nennt man Rippel. Rippel können nur wenige Millimeter aber auch als Dünen mehr als drei Meter hoch sein. Bei Rippeln kann man je nach Entstehung zwei Formen unterscheiden: Strömungsrippel und Oszillationsrippel.
Strömungsrippel

Aus einer ersten minimalen Erhöhung entsteht ein Hindernis in der Oberfläche des Sandbodens, an der sich von der Strömung mitgerissene Sandkörner weiter anlagern können. Je größer das Hindernis wird, desto mehr Körner lagern sich an. Das Ergebnis sind asymmetrische Strömungsrippel mit einer der stromaufwärts gerichteten flachen Luv- und einer stromabwärts gewandten steileren Leeseite. Der ständige flussabwärts erfolgende Versatz von Sandkörnern über die Kämme hinweg führt dazu, dass sich die Rippeln und Dünen stromab verlagern. Auch wenn es schwieriger zu beobachten ist, entstehen Rippeln und Dünen unter Wasser auf dieselbe Weise und genauso häufig wie durch Wind auf dem Festland.
Oszillationsrippel

Wellen- oder Gezeitenrippel entstehen, wenn die Strömung abwechselnd aus unterschiedlichen, idealerweise aus entgegengesetzten Richtungen kommt. Das ist z. B. an einem flachen Strand gegeben, auf dem das Wasser im entgegengesetzten Sinn in die Richtung zurückläuft, aus der die Welle zuerst hereinkam. Aber auch jede Oberflächenwelle erzeugt auf dem Boden Hin- und Herbewegung. Das Ergebnis dieser Pendelbewegungen sind Rippelmarken mit einem symmetrischen Querschnitt und paralleler Struktur.
Als Logbedingung, beantworte bitte folgende Fragen:
- Messe oder schätze die Wellenlänge von Rippelkamm zu Rippelkamm.
- Messe oder schätze die Rippelhöhe vom Rippelboden zum Rippelkamm.
- Welche Rippelform liegt hier wohl vor (Strömungsrippel oder Oszillationsrippel)? Begründe deine Einschätzung (siehe Listing)?
- Mach bitte ein dem Foto von dir oder einem Zettel mit deinem Cachernamen und Datum vor Ort.
Sendet mir die Antworten über mein Profil. Ihr könnt gleich loggen und braucht nicht auf meine Freigabe zu warten. Sollte etwas mit den Antworten nicht stimmen, melde ich mich bei euch.
Quellen