Quarzsandstein an der Wolfswarte
Hier an der Wolfswarte findet man einen geologisch sehr besonderen Sandstein, den Quarzsandstein des Acker-Bruchberg-Zuges. Dieser besonders reine Quarzsandstein wird auch als Acker-Bruchberg-Quarzit („Kammquarzit“) bezeichnet, obwohl die Bezeichnung Quarzit aufgrund der fehlenden metamorphen Überprägung nicht ganz korrekt ist. Quarzsandstein entsteht durch die Diagenese, bei der lockere Sandkörner unter Druck und Temperatur verfestigt werden. Dieser Prozess kann Millionen von Jahren dauern und erfolgt meist in marinen, lakustrinen oder fluviatilen Ablagerungsräumen. Der hellgraue, mittel- bis feinkörnige, kaum geschichtete Quarzsandstein entstand im frühen Unterkarbon durch wiederholtes Umlagern von Sandkörnern entlang einer langen Rinne. Ausgezeichnet klassiert und sortiert, handelt es sich somit um ein sehr „reifes“ Sediment.
Das extrem harte Gestein bildet hier im Harz einen 800 bis 900 Meter hohen, „erzgebirgisch“ streichenden Zug, der die Clausthaler Hochfläche um etwa 200 Meter überragt. Sein Vorkommen erstreckt sich als schmaler, etwa 300 Kilometer langer Streifen vom Kellerwald im Nordwesten Hessens („Kellerwald-Quarzit“) über den Harz bis in die Nähe von Magdeburg („Gommern-Quarzit“).

Zusammensetzung und Eigenschaften von Quarzsandstein
Mineralbestand: Quarzsandstein besteht überwiegend aus Quarzkörnern, die typischerweise einen hohen Reinheitsgrad aufweisen. Weitere Bestandteile können untergeordnete Mengen an Feldspat und anderen Mineralen sein.
Kornbindung: Die Quarzkörner sind durch ein zementierendes Material wie Quarz, Kalzit oder Eisenoxide miteinander verbunden.
Farbe: Die Farbe von Quarzsandstein kann variieren, oft ist sie weiß, grau oder gelblich. Die Farbe wird durch die Art und Menge der Zementationsstoffe und Verunreinigungen beeinflusst.
Härte und Dichte: Aufgrund des hohen Quarzgehalts ist Quarzsandstein hart und dicht. Dies macht ihn widerstandsfähig gegen Verwitterung und Erosion.