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Besonderheiten der Binghöhle Streitberg EarthCache

Hidden : 5/19/2024
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Bitte informiert euch hier über Öffnungszeiten und Winterpausen!

Die Binghöhle bei Streitberg

In der Binghöhle gibt es – wie in anderen Schauhöhlen in der Fränkischen Schweiz auch – wunderschöne Tropfsteine und Sintergebilde. Versinterungen wie zum Beispiel Stalaktiten, Stalagmiten oder Stalagnaten können entstehen, wenn Calciumcarbonat aus kalkreichem Wasser abgesetzt wird.
Altar Riesensäule Harfe
Altar, Riesensäule und Harfe in der Binghöhle

Die Binghöhle unterscheidet sich jedoch wesentlich von allen anderen Schauhöhlen im Umfeld. Genau diese exklusiven Eigenschaften möchten wir euch mit diesem Earthcache vorstellen.


Fürs schnelle Nachsehen gibt es die Fragen zu Anfang. Achtet ganz besonders ab Konrads Schlupfloch bis kurz vor dem Ende der Höhle (Kristallgrotte) auf die Erläuterungen der Infotafeln. Um die Orientierung zu erleichtern, haben wir die Fragen in der Reihenfolge, in der ihr die Stationen in der Höhle passiert, angeordnet.

Bitte befolgt alle Anweisungen, die mit dem Besuch der Höhle verbunden sind! Beachtet insbesondere, dass in der Höhle nichts angefasst werden darf und muss!

Fragen

1. Riesensäule - Fotopunkt und Frage
Das Wahrzeichen der Binghöhle, die über zwei Meter hohe Riesensäule, hat hübsche Kaskaden.
a) Wodurch entstanden diese Kaskaden vermutlich?
b) Bitte postet ein Foto von euch oder eurem Maskottchen mit der Riesensäule (natürlich ohne diese zu berühren)!

2. Blumenkohl in der Venusgrotte
Welche Aussage ist laut Infotafel richtig:
a) Die Tropfsteine wurden zur Zeit der Höhlenerschließung hier eingemauert.
b) Die Tropfsteine stammen aus der Zeit, in der ein Fluss durch die Höhle floss.
c) Hier befand sich früher ein See, in dem die Tropfsteine entstanden und gewachsen sind.

3. Gestürzte Säulen
Gestürzte Säulen
a) Wer oder was hat das verursacht?
b) Sind die Säulen „festgewachsen“ oder nicht?

4. Fließfacetten
Schaut euch die Fließfacetten in der Nixengrotte (hinter der Olgagrotte) in der Nähe der entsprechenden Infotafel genauer an!
Beschreibt ganz kurz das Aussehen der Fließfacetten mit eigenen Worten und schätzt deren durchschnittliche Größe!


Bitte sendet eure Antworten über das MessageCenter - dort geht nichts verloren. E-Mail geht auch, wenn ihr zeitnah loggt.
Bei Gruppen genügt eine Antwort über das MessageCenter. Schreibt dann aber bitte im Log, wer die Antwort gesendet hat. Und postet bitte individuelle Fotos!
Danach könnt ihr sofort loggen. Wir melden uns, wenn etwas nicht stimmen sollte.



Formalitäten

Der Besuch der Binghöhle ist für die Beantwortung der Fragen des Earthcaches unerlässlich. Die Binghöhle ist ungefähr von April bis Oktober geöffnet, meist ein paar Tage mehr. In der Winterpause herrscht Fledermausschutz!

Genaue Informationen findet ihr auf der WebSite der Binghöhle

Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 6,50 €.
Ermäßigungen verschiedener Art (Kinder, Familienkarte, Gästekarte, Besuch ab der zweiten Höhle,…) sind möglich. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag; 10 bis 17 Uhr; Einlass aller 15 Minuten Fotogenehmigung: 1,00 €
Alle Infos: Stand Mai 2024

Nach einer kurzen Einweisung zu Beginn bewegt ihr euch in eurem eigenen Tempo durch die Höhle. Ihr habt also so viel Zeit wie ihr euch nehmt, um die Höhle zu durchwandern bzw. an interessanten Stellen zu verweilen.

Es gibt bereits einen Earthcache GC27YGR „Die Binghöhle in Streitberg“, der sich mit der Entdeckung und der Namensgebung der Binghöhle beschäftigt. Wir gehen bewusst nicht noch einmal darauf ein, sondern beschäftigen uns gezielt mit den Spezialitäten der Binghöhle.


Was unterscheidet die Binghöhle von den anderen Schauhöhlen der Fränkischen Schweiz?

Die Besonderheiten, die ihr in der Binghöhle finden könnt, basieren im Wesentlichen darauf, dass es sich um eine Höhle im Kalkstein (und nicht im Dolomit) handelt, dass Hohlräume durch einen ehemaligen Fluss entstanden sind und nicht durch Laugung im nahezu stillstehenden Grundwasser, und dass es formende Einflüsse der Eiszeit gibt.

Gestein: Kalk versus Dolomit

Als einzige fränkische Schauhöhle liegt die Binghöhle in gebankten Kalken. Alle anderen Höhlen befinden sich in Dolomitgestein.

Chemisch gesehen ist Kalk Calciumcarbonat, und Dolomit ist Calcium-Magnesium-Carbonat.
Die Anwesenheit von Magnesium in der wässrigen Lösung, aus der schlussendlich die Tropfsteine entstehen, hat jedoch entscheidenden Einfluss auf die Wuchsform und vor allem Kristallgröße der entstehenden Höhlensinter. Das Vorhandensein von Magnesium führt zu einem vorwiegend mikrokristallinen Aufbau der Tropfsteine in fränkischen Dolomithöhlen.

Höhlen, die im Kalk angelegt sind, wie das bei der Binghöhle der Fall ist, haben dagegen auch makrokristallin, in einigen Fällen sogar monokristallin aufgebaute Stalagmiten und Stalaktiten. Diese Tropfsteine zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Transparenz aus.

Kerzensaal
Kerzensaal

Bewundern könnt ihr diese Besonderheit der Binghöhle im neun Meter hohen Kerzensaal, dem größten Raum der Höhle. Die weißen, sehr empfindlichen Tropfsteine werden als Palmenstämme bezeichnet. Die Stalagnate, also die Säulen, die vom Boden bis zur Decke reichen, bestehen aus reinem, kristallinem Kalk.

In den Katakomben könnt ihr die fast einen Meter mächtigen Banken des Kalkgesteins sehen.

Verlauf der Höhle in einem ehemaligen Flussbett

Der Hauptteil der Binghöhle mit den schönsten Sinterformationen befindet sich in einem trocken gefallenen ehemaligen Flussbett. Allein schon dieser Fakt ist außerordentlich selten. Die Höhle hat keinerlei Verzweigungen und verläuft größtenteils horizontal. Größere Räume fehlen ebenfalls.

An vielen Stellen könnt ihr Fließfacetten an den Höhlenwänden entdecken. Fließfacetten sind Vertiefungen an den Wänden, die durch Turbulenzen und Wirbel des fließenden Wassers entstanden sind. Mit ihrer Hilfe lassen sich die Fließrichtung und die Strömungsgeschwindigkeit des ehemaligen Höhlenflusses ermitteln.

Im Querschnitt zeigen Fließfacetten ein elliptisches Profil. Dabei bilden sie ein flaches Ende, das in Strömungsrichtung, und ein steiles Ende, das in die Gegenrichtung weist. Je größer die Strömungsgeschwindigkeit, desto kleiner sind die Facetten. Der fossile Höhlenfluss der Binghöhle floss in Richtung des heutigen Eingangs.

Einflüsse der Eiszeit

In der Binghöhle gibt es Spuren, die die letzte Eiszeit hinterlassen hat. Dazu muss die Umgebung des Wisenttales nicht vergletschert gewesen sein. Die Sinter in den fränkischen Höhlen sind in der interglazialen Zeiten, also den wärmeren Phasen zwischen den Kaltzeiten, gewachsen.

In den Kaltzeiten friert das durch den Boden sickernde kalkhaltige Wasser ein, es tropft nicht mehr, die Tropfsteine wachsen nicht weiter. Kalkgesättigtes Höhlenwasser kann gefrieren. Durch Frostsprengung und komplexe chemische Vorgänge (Bildung von Kryocalciten) ist es möglich, dass große Tropfsteine abgesprengt werden.

Das fällt total aus dem Rahmen: Blumenkohl

Zum Schluss stellen wir euch noch einen Exoten vor. Es klingt unmöglich und trotzdem gibt es sie: Tropfsteine unter Wasser!

Blumenkohl
Blumenkohl

In der Venusgrotte, an der tiefsten Stelle der Höhle, könnt ihr korallenähnliche Kalkkristalle bewundern. Es sind Tropfsteine, die nur unter Wasser entstehen und wachsen können. Sie werden aufgrund ihres Aussehens als „Blumenkohl“ bezeichnet.


Eine weitere Besonderheit der Binghöhle sind natürlich die Höhlentierchen, die hier leben, wie zum Beispiel der Höhlenkrebs Bathynella.

Wir wünschen euch viel Freude und Erfolg beim Besichtigen der Höhle und bei der Beschäftigung mit dem Earthcache!

Literatur

https://www.binghoehle.de/
https://landschaften-in-deutschland.de/themen/81_b_101-hoehlenforschung/
https://www.planet-wissen.de/natur/forschung/hoehlenforschung/pwiewissensfrage128.html
https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Blumenkohlsinter-in-Honaus-Tiefe-418616.html
https://www.fsvf.de/upload/downloads/pdfs/natur/profSchirmer/2015_4_SchirmerGaillite.pdf


Alle Fotos wurden von den Ownern aufgenommen.







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