zum Hintergrundbild von 1972: Ersteller: Kurt Rasmussen
1.
Die Vorgängerin der Straßenbahn in Flensburg war die privatbahngesellschaftliche Pferdehafenbahn an der Schiffbrücke von 1855 bis 1885, die unmittelbar nach Eröffnung der Dampfeisenbahn von Tönning nach Flensburg entstand.
Mit ihr sollte der Güterumschlag zwischen dem „Englischen Bahnhof“ an der Hafenspitze (heutiges ZOB-Gelände/ Wilhelmstr.) und den Schiffen im Hafen erleichtert werden, sofern dieser nicht direkt über die „Englische Brücke“ an der Hafenspitze (1857 - 1883) abgewickelt wurde.
Seit 1885 wurden die Pferde durch Lokomotiven ersetzt.
Ab 1881 gab es dann als öffentliches innerstädtisches Personennahverkehrsmittel die Pferdestraßenbahn zwischen Apenrader Str. und Angelburger Str. (Eisenbahnbrücke).
Die Benutzung der Pferdebahn sparte aber kaum Zeit:
- Die Pferde zockelten im Schritt-Tempo daher.
- Es gab keine festen Haltestellen; auf das Handzeichen eines einzelnen Passagiers hielt der Wagen auf der gesamten Strecke an.
So wurde von der Stadt die Konzession nicht über 1906 hinaus verlängert und stattdessen in Eigenregie ein Netz von elektrischen Straßenbahnen zur Personenbeförderung aufgebaut und betrieben (1907 bis 1973).
Gründe für die Einstellung waren
- das steigende wirtschaftliche Defizit des Betriebs
- Pläne für die Verlegung des großflächigen Fernwärmenetzes
- Pläne zur Einrichtung einer innerstädtischen Fußgängerzone
2.
Heute gibt es im Stadtgebiet nur noch wenige Relikte der Straßenbahn.
Und es werden immer weniger; ehemals noch vorhandene Straßenbahnwaggons gibt es in der Stadt keine mehr:
- Von 1990 bis 1998 wurde in einer Privatbrauerei am Nordermarkt einer der Beiwagen Bw103 als Sitzmöglichkeit für zu bewirtende Gäste genutzt.
- Bis etwa 2009 stand auf dem Grundstück des dänischen Kindergartens
Martinsberg 1 der Beiwagen Bw 102 und diente den Kindern als Spielgerät.
Die wenigen Relikte der Straßenbahn sind Gegenstand dieses Mysterys.
Da die aufzusuchenden Orte im Stadtgebiet auf einer längeren Gesamtstrecke liegen, erklärt sich dadurch der T-Wert von 3.0.
2.1
Vorweg eine allgemeine Frage zum Straßenbahnliniennetz in Flensburg.
Es gab mehrere Linien, die jeweils mit einer einstelligen Ziffer benannt waren.
Wie lautet das Produkt der Nr. der Straßenbahnlinien Flensburgs in Jahre 1926?
2.2
Auf dem Betriebsgelände der Verkehrsbetriebe Apenrader Straße 22 befand sich das Straßenbahndepot, heutzutage als Busdepot verwendet.
Wie viele kleine quadratische Glasfensterbausteine (nur die, die heute ihre ursprüngliche Funktion noch besitzen und nicht ihre ursprüngliche Funktion verloren haben), findet man in der langen Gebäudefront des Depots zur Apenrader Str. hin?
2.3
Auf einem kleinen Rasenstück vor dem Grundstück Apenrader Str. 17 steht ein Findling als Erinnerungsstein an die Flensburger Straßenbahnen.
Wie lautet das Ergebnis der darin eingravierten Rechenaufgabe?
2.4
In einem Standardwerk zur Flensburger Stadtgeschichte ist enthalten ein alter Rätselreim zu einem Gebäude in der Stadt. Darin wird noch erwähnt, dass die Straßenbahn ums Gebäude herumfuhr:
In Flensburg steht ein altes Haus,
sieht nicht wie andre Häuser aus,
hat statt der Tür ein breites Maul,
verschluckt die Liese und den Paul,
verschluckt den Mann, die Frau, den Hund,
doch alle bleiben ganz gesund.
Sie gehen bald ernst, bald heiter
hindurch und immer weiter.
Nur unsre gelbe Straßenbahn
Biegt aus und fährt drumrum.
Das alte Haus denkt: “Lass sie man“,
und nimmt es ihr nicht krumm.
Wie heißt dieses Haus? Gebraucht wird der BStWW
2.5
An vielen Häuseraußenwänden entlang der ehemaligen Linienführungen findet man heute noch in ca. 6 m Höhe metallene Rosetten. Das waren Halterungen für die Oberleitungen (den Fahrdraht) der Straßenbahn.
Hier ein Beispielfoto:

Wie viele dieser Teile (die sich in der Farbe unterscheiden können) gibt es heute noch in der Rathausstr.?
2.6
Im nördlichen Teil des Carlisle-Parks am Mühlendamm gibt es seit 1989 ein besonderes Denkmal: ein vier Meter langes Original-Trassenstück der Linie 3; darauf eine Triebachse mit Kranzrädern.
Daneben ein altes grün-gelbes Straßenbahn-Halteschild.
Wie lautet die an einer Stelle deutlich erkennbare Nr. der Triebachse? Gesucht ist die Summe aus den Einzelziffern (es sind 8 Ziffern).
Welche Spurweite (in mm) hatte die Trasse?
Wie nennt man diese Spurweite? Anzahl der BSt + 1
Bildet aus den drei erhaltenen Werten dieses Abschnitts die Summe.
2.7
Ein Straßenbahnoberleitungsmast blieb bis heute in der Bismarckstraße (etwas unterhalb der Goethe-Schule) stehen und dient dort zweckentfremdet als pflanzliche „Rankhilfe“.
Wie heißt diese Pflanze? Anzahl der BSt des botanischen (lateinischen) Namens.
Gleich nebenan findet ihr ein Schild mit Zahlen. Die Summe aller Ziffern wird gebraucht.
Von diesem Mast aus gibt es in nördlicher Richtung bis zu einer Entfernung von max.
175 m an der östlichen Straßenseite weitere (schon bekannte) „Erinnerungsobjekte“ der Straßenbahn.
Wie viele sind das?
Bildet aus den drei erhaltenen Werten dieses Abschnitts das Produkt.
2.8
Im Stadtteil Mürwik, an der Mürwiker Straße 164/ Ecke Blücherstr., befindet sich an einem Haus eine schöne Wandmalerei mit der Straßenbahn. Sie stammt von einem österreichischen Kunstmaler.
Wie lautet die Abkürzung der Einrichtung, zu der das Gebäude mit der Flagge gehört? (Hinweis: es liegt ca. 860 m fast nördlich vom Wandgemälde entfernt). Von der Abkürzung ist der BStWW gesucht.
Welcher Straßenbahnlinie bediente diese Strecke nach Mürwik? (ist indirekt dem Gemälde zu entnehmen)
Aus den beiden Zahlenwerten dieses Abschnitts bildet ihr die Summe.
3.
Jetzt winkt als Lohn der vielen Mühen und Recherchen die Dose, wenn ihr aus den acht Endergebnissen von 2.1 bis 2.8 die Summe bildet und diese dann noch quadriert.
Dadurch erhaltet ihr ABCDEFGH
Euer Ziel liegt hier:
54 4 (E). (F - A) (H - C) (D - B)
9 2 (A + E). (G +D - E) (C) ((E * F)/ 6)