Heute ist einer dieser Tage, in diesem Jahr, nur etwa 100 Jahre später, auf diesem Planeten, 2124 ziemlich genau im Juli.
Das Schützenfest an einem Montag, dem 17.07.2124 ist bei der Portemonnaiewäsche angelangt. Alles ist wie immer. 21.00 Uhr gröhlen alle zu Peter Schilling - Major Tom „Völlig losgelöst“. Nur ich liege im Garten auf der Terrasse und lausche einem Album über Kopfhörern, das mich auch schon die letzten 50 Jahre begleitete. Der Himmel ist strahlend blau, es ist keine Wolke am Himmel.
Talk Talks Laughing Stocks erster Song beginnt leise. Dabei ist es das letzte Werk der Briten aus dem Jahre 1991. Hier sind nicht die leichten Songs wie „Such a Shame“ und „It‘s my life“ vertreten, sondern eher die vertrackten, spirituellen und fast schon avantgardistischen Werke wie „After the Flood“. Eben diese, denen man genauer lauschen muss. Mark Hollis († 25.02.2019) geisterhafte Stimme singt „Shake my head / Turn my face to the floor / Dead to respect, to respect to be born / Lest we forget who lay“. Und das in dem Song genau zwei mal!
Zufällig schaue ich grad aufs Display des CD-Players, das zeigt 003 09:00, als plötzlich, wie aus dem Nichts, Hagelkörner auf den grünen Rasen aufschlagen. Der Hagel verwandelt sich kurze Zeit darauf in Regentropfen, die dichter nicht fallen könnten. Die umliegenden Beete sind kurze Zeit später komplett überflutet, der Rasen gleicht jetzt einem Teich.
Ich gehe ins Haus. Mir wird kalt. Die Regenmassen verwandeln sich in einen Fluss. Der Keller läuft voll Wasser. Erst 1m, dann bis unter die Decke. Alles innerhalb von einer halben Stunde.
Das Stromnetz bricht zusammen. Das Mobilfunknetz ist tot.
Ich bin auf dem Dachboden. Das Erdgeschoss ist nichtmehr betretbar. Es sei denn man taucht. Aber auf diese Idee kommt man nicht. Das Wasser ist eiskalt.
Ich finde auf dem Dachboden ein altes Gummiboot. Eine Luftpumpe. Eine Packung Survival Brot aus vergangenen Tagen. Und eine kleine Dynamo-Taschenlampe. Zu allem Überfluss wird es jetzt dunkel.
Ich schnappe mir die Luftpumpe und fange an zu pumpen. Das Boot hält dicht. Nun fange ich an die Dachpfannen abzunehmen. Einen großen Sprung aufs Dach, dann das Boot von unten hochgezogen. Ich lasse das Boot mit mir ins Wasser gleiten. Es ist so verdammt kalt. 8 Grad Celsius. Vielleicht aber auch nur 37,4 Grad Fahrenheit. So verdammt kalt.
Ich wache auf, es fängt an zu regnen.
Neben mir liegen vier CDs.
- Beth Gibbons - Lives Outgrown
- Can - Edge Bamyasi
- Damien Rice - O
- Und eben das Album Laughing Stock von Talk Talk.

Glück gehabt.
Aber träumen wir mal weiter:
Ich paddele mit den Armen durch das Wasser. Stunden vergehen. Es ist so bitter kalt.
Der Regen hört auf.
Die Wolkendecke löst sich auf. Im Mondschein erkenne ich eine markante Stelle hier im Ort. Es ist die Kirchturmspitze. Ich bin mit dem Boot im Wasser mittlerweile so weit oben, dass ich sie greifen kann.
Ich sehe einen transparenten PETling mit grünem Deckel. Ich greife nach ihm, doch in dem Moment als ich ihn fast gegriffen hätte, sinkt der Wasserspiegel rapide. Ich fühle mich wie in einer Achterbahn, wie in einem freien Fall. Ich sehe den PETling durch die Gegend fliegen. Wo ist er hin?
Ich lande sanft auf der Hüpfburg, die der Schützenverein aufgebaut hat.
Ich steige aus dem Boot aus. Die Morgendämmerung setzt ein.
Die Temperatur steigt. Es sind bestimmt 20 Grad Celsius.
After the Flood.
Wo sind all die anderen Menschen?
Wo ist der PETling? Kannst du ihn greifen? Kannst du ihn mir zeigen?
-
Und jetzt viel Spaß beim Rätseln und Finden der Dose!
Logisch war der Traum nicht. Manchmal vermischen Traum und Wirklichkeit miteinander. Das ist hier definitiv der Fall gewesen. 
Den Text solltet ihr wirklich ganz gelesen haben, damit keine bösen Überraschungen aufkommen. Viel Erfolg!
Bitte keine Fotos vom Final-Objekt hochladen! Keine Spoiler!
Es gibt jetzt einen Checker!

Noch eine kleine Anmerkung: Ich empfehle unbedingt die Webbrowser-Ansicht!!
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