Schilling Schmiede Suhl
Die Schilling-Schmiede in Suhl, gegründet 1862 von Ernst Friedrich Schilling, ist ein faszinierendes Zeugnis der Industriegeschichte. Über Generationen hinweg wurden hier Schmiedestücke für unterschiedlichste Anwendungen gefertigt – von Fahrzeug-, Waffen- und Schiffsteilen bis hin zu landwirtschaftlichen Geräten. Einst eine zentrale Schmiede mit über 30 Anlagen, produzierte sie während ihrer Blütezeit täglich bis zu 10 Tonnen Schmiedestücke. Eine besondere Errungenschaft war der mächtige Hindenburghammer mit einem Gesamtgewicht von 29.000 Kilogramm.
Angetrieben durch eine Kombination aus Dampf- und Wasserkraft, war die Schmiede technologisch führend. Nach den schweren Verlusten durch die Demontage im Jahr 1946 begann ein mühsamer Wiederaufbau. Mit großem Einsatz wurde die Produktion wieder aufgenommen und bis 1991 fortgeführt, als der letzte Hammer fiel. Heute ist die Schmiede ein Technisches Denkmal, das mit ihrer originalen Ausstattung, darunter noch einem funktionsfähigen Brettfallhammer, von ihrer bewegten Geschichte und industriellen Bedeutung erzählt. 2002 wurde die Schmiede mit dem Denkmalschutz-Preis ausgezeichnet und bleibt ein Symbol für handwerkliche Präzision und historische Industriekultur.