Am äußersten Südrand von Alt-Kissing liegt direkt auf der östlichen Hangkante des Lechrains die Kapelle „Zur Schmerzhaften Muttergottes“, besser bekannt als „Burgstallkapelle“.
Auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel, der Teil einer mittelalterlichen Burg war, haben die Kissinger unter ihren jesuitischen Grundherren dieses Marienheiligtum (1685) geschaffen. Dieser Bau in seiner Kreuz-Kuppel-Komposition entwickelte sich bald zu einem der beliebtesten Wallfahrtsorte der Umgebung.
Bei der letzten Renovierung (1984) wurde die Burgstallkapelle weitgehend in ihrer Fassung von 1730 wieder hergestellt.
Beachtlich ist auch die stattliche Steintreppe, die auf gemauerten Bögen ruhend, zur Gnadenkapelle hinauf führt. Auch die „Gruftkapelle“ unter dem ersten Treppen-Bogen mit dem „Geißelheiland“ (1743, Joh. Caspar Öberle) lädt die Besucher zum Gebet ein.
(Quelle: Bistum Augsburg)