Besonders Gärtner mögen ja Schnecken nicht sonderlich. Eine Art möchte ich euch jedoch etwas näher bringen – die Weinbergschnecke aus der Familie der Schnirkelschnecken.
Die Weinbergschnecke ist die größte Art unter unseren heimischen Gehäuseschnecken. Ihr Schneckenhaus erreicht einen Durchmesser von etwa 3 bis 5 cm und hat fast immer die Form einer rechtsgängigen Schraube. Vielleicht habt ihr aber Glück und entdeckt eine von 20.000 Schnecken, die ein linksgängiges Schneckenhaus hat. Dann habt ihr einen „Schneckenkönig“ gefunden.
Auch kann eine Weinbergschnecke ein relativ hohes „Schneckentempo“ vorlegen. So schafft sie 3 Meter pro Stunde.
Mit ihrer Raspelzunge, auf der sich ca. 40.000 Zähnchen befinden, vertilgt die Weinbergschnecke welke Pflanzenteile, Fallobst, aber auch Hinterlassenschaften von Tieren. Mit etwas Glück frisst sie dieses oder jenes Ei der Gelege von Nacktschnecken.
Ein besonderes Schauspiel ist das Liebesspiel zwischen zwei Weinbergschnecken, bei dem sich beide Tiere Fuß an Fuß gemeinsam aufrichten und sich gegenseitig etwa elf Millimeter lange so genannte „Liebespfeile“ in ihre Körper treiben.
Nun noch ein letzter Hinweis: Bei den Weinbergschnecken handelt es sich gemäß Bundesartenschutzverordnung um besonders geschützte Tiere. Somit ist es verboten, diese der Natur zu entnehmen, zu beschädigen, zu töten oder ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten bzw. Standorte zu beschädigen oder zu zerstören.
Nun viel Spaß beim Suchen und Finden!