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Eginger Granit EarthCache

Hidden : 7/30/2024
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Eginger Granit

Eging und sein Granitvorkommen liegen im Vorderen Bayerischen Wald, am südwestlichen Rand des Bayerischen Waldes.
In diesem EarthCache geht es vornehmlich um das hier auftretende Granitgestein.

 

Bayerwald und Böhmisches Massiv

Der Bayerische Wald oder Bayerwald ist ein etwa 100 km langes und bis 1456 m ü. NHN hohes Mittelgebirge an der Grenze zwischen (Bayern) Deutschland und Tschechien. Der größte Teil davon liegt im Regierungsbezirk Niederbayern. Der Nordteil gehört zur Oberpfalz, im Süden reicht der Bayerwald bis zur Grenze Oberösterreichs.

Geologisch und geomorphologisch gehört er zum Böhmerwald – dem höchsten Rumpfgebirge des Böhmischen Massivs.

Die Böhmische Masse oder Böhmisches Massiv (polnisch: Masyw Czeski, tschechisch: Český masiv oder Česká vysočina „Böhmisches Hochland“) ist das geologisch alte Rumpfgebirge in Tschechien und angrenzenden Gebieten in Österreich, Deutschland und Polen. Es ist als stark erodierter Rest eines jungpaläozoischen Faltengebirges ein charakteristisches Element der Geologie Mitteleuropas und Teil der europäischen Mittelgebirgsschwelle.


Böhmisches Massiv mit der Lage von Eging am See

Die Böhmische Masse besteht aus kristallinen Gesteinen, vornehmlich aus Graniten und Gneisen. Die erstgenannten Tiefengesteine und Umwandlungsgesteine lagern im Süden und Westen, setzen sich aber in der nördlichen Umrandung von Böhmen fort. Die metamorphen Gesteine aus Gneis und kristallinen Schiefern liegen großteils im inneren Ring sowie in Mähren und Niederösterreich.

Die Böhmische Masse war Widerlager der Alpidischen Gebirgsbildung. Sie wird auch als kristallines Grundgebirge bezeichnet, weil sie über weite Gebiete unter die jüngeren Formationen der Ostalpen und der Molasse des Alpenvorlandes zu liegen kam. Es handelt sich teilweise um tektonische Überschiebungen von weit mehr als 100 Kilometern, angetrieben durch die Afrikanische Platte und ihre Norddrift. Diese löste vor etwa 30 Millionen Jahren die alpidische Gebirgsbildung und weiträumige Bewegungen aus.
 

Granit

Granite (von lat. granum „Korn“) sind massige und relativ grobkristalline magmatische Tiefengesteine (Plutonite). Granit tritt gewöhnlich massig auf und kann durch horizontal und vertikal verlaufende Klüfte (dreidimensionales Kluftnetz) in quaderförmige Blöcke zerlegt sein. Seltener ist Granit im Dachbereich der Intrusion plattig ausgebildet.

Granite entstehen durch die Kristallisation von Gesteinsschmelzen (Magma) innerhalb der Erdkruste, meistens in einer Tiefe von mehr als zwei Kilometern unter der Erdoberfläche. Im Gegensatz dazu stehen die vulkanischen Gesteine, bei denen das Magma bis an die Erdoberfläche dringt. Granit ist deshalb ein Tiefengestein (Fachausdruck: Plutonit). Die Schmelztemperatur von granitischen Magmen unter Atmosphärendruck liegt bei 960 °C, bei fluidreichen Magmen verringert sich die Schmelztemperatur auf bis zu 650 °C.

Granite entstehen in den meisten Fällen nicht aus Material des Erdmantels, sondern aus aufgeschmolzenem Material der unteren Erdkruste. Für die Entstehung von Magmakammern muss mit Zeiträumen von 10 bis 15 Millionen Jahren gerechnet werden.

Tektonische Verwerfungen, die durch Spannungen in der Erdkruste entstehen, dienen den Magmen als Aufstiegswege in die obere Kruste. Man bezeichnet den Aufstieg bzw. die Platznahme derartiger Magmamassen nach oben als Intrusion. Dabei bilden sich in der Erdkruste große, oft riesige Magmenkörper. Sie erreichen beträchtliche Ausmaße von mehreren Kilometern bis hin zu mehreren 100 Kilometern Länge und Breite. Diese Körper nennt man Pluton, wenn sie, wie im Fall von Granit, sich in relativ großer Entfernung (mehrere Kilometer) zur Erdoberfläche ausbilden.

Durch tektonische Prozesse kann es zu einer Abschnürung der Magmenaufstiegswege kommen. Es entsteht dann eine isolierte Magmenkammer. Häufig bleiben aber auch die Aufstiegswege in Verbindung mit dem Intrusionskörper. Daneben tritt aber auch der Fall auf, dass Magmen beim Aufstieg aufgehalten werden, da sie durch die teilweise Aufschmelzung des umgebenden Gesteins Wärme abgeben. Häufig enthalten sie dann unaufgeschmolzene Mineralkörner oder Gesteinsfragmente aus dem Nebengestein.

Die ursprüngliche Zusammensetzung eines Magmas hängt vom Bildungsort und den physikalischen Bedingungen ab, unter denen die Aufschmelzung erfolgte. Dies ist der Grund dafür, dass es viele verschiedene magmatische Gesteine gibt. Damit ein Granit entsteht, muss entweder bereits dessen ursprüngliches Magma eine (annähernd) dem Granit entsprechende chemische Zusammensetzung gehabt haben, oder aber die Zusammensetzung des Magmas muss sich während des Aufstieges entsprechend ändern. Bei einem relativ langsamen, schrittweisen Aufstieg eines im oberen Mantel entstandenen Magmas basaltischer Zusammensetzung in relativ mächtiger kontinentaler Erdkruste kristallisieren die dunklen Minerale, die auch meistens eine hohe Dichte haben, wegen ihres höheren Schmelzpunktes zuerst und verbleiben deshalb in tieferen Krustenniveaus. Quarz oder Kalifeldspat hingegen kristallisieren erst später aus, sodass das Magma während des Aufstiegs eine zunehmend granitische Zusammensetzung erhält. Diesen Prozess nennt man magmatische Differentiation. Auch durch Interaktion der relativ heißen Mantelschmelzen mit „granitischer“ Unterkruste kann sich die Zusammensetzung dieser Schmelzen ändern.

Durch weitere Bewegungen der Erdkruste und Abtragung des darüber befindlichen Gesteins gelangt dann der erstarrte Granit an die Erdoberfläche. Dabei kann sich der Granit durch tektonische oder hydrothermale Prozesse deutlich verändern. Mit dem Erreichen der Erdoberfläche setzt außerdem die Verwitterung und Abtragung des Granits selbst ein. Bei genügend langer Zeitdauer und warm-feuchtem Klima kann die Verwitterung mehr als 100 m in die Tiefe reichen. Dieser Prozess vollzieht sich in Zeiträumen von Zehntausenden von Jahren.

Im Allgemeinen ist Granit mittel- bis grobkörnig. Er besitzt eine homogene Mineralverteilung mit oft richtungsloser Textur und die daraus resultierende relativ gleichmäßige Optik. Die Struktur von Granit ist durch unmittelbaren Kornverband gekennzeichnet, die Größe der Kristalle schwankt meistens zwischen einem und mehreren Millimetern. Man kann für gewöhnlich alle Kristalle mit bloßem Auge erkennen.

Das Farbspektrum reicht bei Graniten von hellem Grau bis bläulich, rot und gelblich. Dabei spielen die Art der Erstarrung (Kristallisation) und Umwelteinflüsse, denen das Gestein ausgesetzt war, ebenso eine Rolle wie der Mineralgehalt. Die gelbe Farbe angewitterter Granite kommt von Eisenhydroxidverbindungen (Limonit), die infolge von Verwitterungseinflüssen aus primär im Granit enthaltenen Eisen führenden Mineralen entstanden sind.

Text-Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bayerischer_Wald
https://de.wikipedia.org/wiki/Böhmische_Masse
https://de.wikipedia.org/wiki/Granit

Bilder:
Hintergrund: 
Tastenquäler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Böhmisches Massiv: Uwe Dedering, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Schnitt: Informationstafel vor Ort

 

Aufgaben

Nun zu den Aufgaben für diesen Earthcache:

  1. Welches sind die Hauptbestandteile von Granit? (Wer kennt den Merksatz noch 😉)
  2. An den Listingkoordinaten stehen vier Stelen aus Granit.
    Wodurch unterscheidet sich der Eginger Granit grundlegend von den anderen drei Sorten?
  3. Hinter den Stelen finden sich einige Granitblöcke mit typischer Verwitterung.
    Wie nennt man diese Art der Verwitterung?
  4. Zuletzt sieh dir die Informationstafel neben den Stelen an.
    Wie hoch war der Granit vor rund 300 Millionen Jahren vom Deckgebirge überlagert?

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