Wie bei einem Mystery bzw. Bonus üblich, werdet ihr an den angegebenen Koordination nichts finden (dort könnt ihr höchstens eine Runde schwimmen ;-)).
Dies ist der Bonuscache zum Adventure Lab "Kirchen und Kapellen in Hüfingen"

Wenn ihr den Bonus gleich im Anschluss angehen wollt, empfiehlt es sich, die ALC-Stationen von Süd nach Nord abzulaufen.
Die Finalkoordinaten sind wie folgt:
N 47° 56.ABB E 8° 29.CDE
Die Werte A bis E findet ihr an den einzelnen Stationen des ALCs.
Es müssen keine Bahngleise betreten werden, es gibt eine Unterführung!
Der Bonus führt euch zu einer weiteren Kapelle.
Es handelt sich um eine sogenannte Schächerkapelle (aber Achtung an alle, die auch mal gerne einen Bonus-Final ohne errechnete Koordinaten suchen gehen
: es gibt zwei "Schächerkapellen" in der Nähe von Hüfingen!).
Schächerkapelle bedeutet, dass in einer solchen Kapelle neben dem gekreuzigten Jesus links und rechts auch die beiden Verbrecher (die Schächer) dargestellt werden, die zusammen mit Jesus gekreuzigt wurden. Das Besondere an der Hüfinger Schächerkapelle: sie ist gar keine Schächerkapelle im eigentlichen Sinne, denn es befindet sich nur ein Kruzifix mit Jesus in der Kapelle. Die Kapelle ist jedoch schon alt (1622 erstmals erwähnt), und so wurden vermutlich die beiden Schächer irgendwann im Laufe der Jahrhunderte entfernt, und der Name ist geblieben.
Zur Hüfinger Schächerkapelle gibt es auch ein Gedicht in baaremer alemannischer Mundart (Quelle: Gottfried Schafbuch, "Mii Boor - Mii Hoamet, Gedichte und Geschichten", Hüfingen 1972, S. 144. Der Verfasser dieses Gedichtes ist allerdings unbekannt):
Dert, wo de Weag gi Eschinge goht,
zwischet zwo große Pappele schtoht
e Käpelli,’s ischt suuber und nätt,
ech mecht nuu wisse, wears gschtiftet hätt.
I dem Käpelli seit mer Schächer bi iis,
es hätt en goldige Herrgott im Ghiis.
Und d’ Bämm, die schtond scho meh als hundert Johr,
drum sieht mer’s au fascht i de ganze Boor.
Meng Wiibervolk und au menge Maa,
die Kummer, Sorge und Kriiz hond khaa,
sind i des Käpelli inni gruckt,
hond andächtig drinn ere Load verdruckt.
Duet Sankt Petrus emol e Wätter loslau,
no ka mer ganz rüejig drinn unterschtau.
Doch ischt es bim Schächer scho gfährli gsii
wo d’ Geäschter no gange sind heär und hii.
Wear d’ Schächerkatz hätt uffem Buckel khaa,
dear denkt miiner Seel’ siiner Lebtig draa.
Es ischt e großi, kohlschwarzi Katz,
mit fiirige Auge und ere Teifelsfratz.
Hätt allbott on z’naacht um zwölfi gschtellt;
ischt ihm sogar uff de Rucke gschnellt.
Hätt kretzt und hätt bisse am Hals und am Kopf,
bis ‘s Bluet ischt kumme dem arme Tropf
und bis ear ischt gwacklet baald hott baald wischt
und z’letscht no in Grabe innibocklet ischt.
‘s ischt hitt no nitt suuber, ech sagters glii,
trinkscht nuu emool e Schöppli zvil Wii
und kunnscht no an Schächer de Mitte i de Naacht,
derno moscht dech neä malefizmäßig inaacht.
Gang goddig din Weag, bliib joo nitt schtau
wenn am Schächer e Katz huckt und bläret m i a u.
Die im Gedicht erwähnte "Schächerkatz" ist auch Namensgeber für die Hüfinger Fasnetgruppe "D'Schächerkatze", die 2005 gegründet wurde.
Die erwähnten Pappeln stehen leider auch schon seit Jahren nicht mehr, Überreste davon liegen jedoch rechts neben der Kapelle.
(Quellen: Gottfried Schafbuch, Mii Boor - Mii Hoamet, 1972 / Internet)
(Edit 27.10.2024: kleine Ergänzung im Listing wg. Reihenfolge der ALC-Stationen)