HINWEISE:
Übersicht:
- Ort der Ruhe und Stille
- Andere Personen sowie Beerdigungszeremonien und Trauerzüge dürfen nicht gestört werden
- Wege müssen nicht verlassen werden, kein wildes Suchen
- Öffnungszeiten
- Wird Nachts bejagt
Details::
Dieser Geocache befindet sich auf einem Friedhof, einem Ort der Ruhe und Stille. Bitte besucht diesen Ort mit dem entsprechenden Respekt und in einer angemessenen Art und Weise. Beerdigungszeremonien und Trauerzüge dürfen nicht gestört oder belästigt werden. Ausserdem müssen die Wege nicht verlassen werden, also ist kein "wildes Suchen" notwendig. Beachtet, dass der Friedhof Öffnungszeiten hat, und das Betreten außerhalb dieser Zeiten ist verboten. Dies kann nicht nur gefährlich sein (Nachts wird der Friedhof bejagt), sondern auch gegen die Regeln des Friedhofs verstoßen.
Aktuelle und Weitere Hinweise und Regelungen findet ihr auf den offiziellen Schildern an allen Eingängen des Euskirchener Friedhofs.
ORDNUNG AUF DEM FRIEDHOF:

QUELLE: Friedhof Frauenberger Str. Euskirchen
GESCHICHTE:
1887 beschloss der Stadtrat eine Verlegung des Friedhofs von der Kölner Straße an die Frauenberger Straße, da das alte Friedhofsareal bereits voll belegt war. Nur vereinzelt wurden Grabsteine an die Frauenberger Straße umgesetzt. Das neue Areal maß 8 Morgen 47 Ar und wurde als Vier-Felder-Anlage konzipiert. Das neoromanische Leichenhaus aus Backstein wurde bereits im gleichen Jahr fertiggestellt. Der Neubau der Leichenhalle war Mitte der 1950er Jahre eine unbedingte Notwendigkeit, da die alte Leichenhalle vollkommen unzugänglich war.
Die von vornherein geplanten Erweiterungsflächen tragen die Merkmale eines Landschaftsgartens. Es wurden ca. 70 Grabstätten unter Denkmalschutz gestellt, darunter vor allem aufwendig gestaltete, individuelle Grabmale. Diese geben einen Einblick in die Geschichte der Stadt, deren Entwicklung im 19. Jh. vor allem durch die Tuchmacherfamilien bestimmt wurde. Ihre Bildung und wirtschaftliche Potenz finden sich in den gestaltenden Merkmalen der Grabmale wieder. Je nach Zeitgeist finden sich Gräber im Stil des Klassizismus, in der Formensprache der Neugotik und der Neorenaissance, wie auch Grabanlagen im Jugendstil. Zeitgleich entstand die neugotische Trauerhalle.
QUELLE: https://www.euskirchen.de/stadtinfo/historie/historischer-stadtfuehrer/friedhof
Ein Plätzchen zum Verweilen

Der Friedhof ist mehr als nur ein Ort des Abschieds; er ist ein Raum der Erinnerung und des Friedens. Über den gesamten Friedhof verteilt laden Bänke dazu ein, innezuhalten, den Gedanken freien Lauf zu lassen und sich der Vergänglichkeit des Lebens bewusst zu werden. Es ist ein Platz, an dem man die Vergangenheit spürt, neue Kraft schöpfen kann und seinen Liebsten nah sein darf. Der Wind trägt sanft das Flüstern der Blätter, und hier herrscht eine besondere Stille, die nicht bedrückt, sondern tröstet und Frieden schenkt.
Besonders abends, wenn die Sonne tief steht, wird einem die Schönheit und der Frieden dieses Ortes erst richtig bewusst. Aus gegebenem Anlass verbringe ich aktuell fast jeden Abend hier, und ich genieße diese Zeit in vollen Zügen. Es ist ein besonderer Ort, der mir Ruhe und Frieden schenkt, und ich schätze die stillen Momente, die ich hier erleben darf und meinen liebsten nah sein darf, als ob Sie nicht von uns gegangen sind.
ZUSATZ - PROJEKT "Lebendiger Friedhof" - Ein Ökumenisches Projekt der Evangelischen und Katholischen Kirche in Euskirchen:
Das Projekt „Lebendiger Friedhof“ in einem ersten Schritt umfasst die Grabstätten von ehemaligen Tuchmacherfamilien, die in besonderer Weise zum Wohlstand und zur Entwicklung der Stadt Euskirchen beigetragen haben.
Das Projekt ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern, ausgewählte Grabstätten über einen QR-Code als „sprechende Steinen“ zu erleben, wenn der Code per Smartphone eingescannt ist. So bekommt man vor Ort die wichtigsten Informationen im Zusammenhang mit den Familien erzählt. Bei weitergehendem Interesse findet man auf dieser Homepage umfangreichere Information in Bild, Text und Ton.
Ergänzend zu den „sprechenden Steinen“ gibt es eine Dauerausstellung in der alten Trauerhalle an der Frauenberger Straße, die auf die historischen Grabstätten aufmerksam macht.
QUELLE: https://www.lebendigerfriedhof.eu/start/