Advent, Advent der Kalender brennt,
erst ein Türchen, dann zwei, drei, vier.
Was soll der ganze Kitsch auch hier?
Ich bin gekommen um zu stören,
kann diesen Frohsinn nicht mehr hören.
Erst wenn die Lichter nicht mehr leuchten,
Kein Mensch was kauft, was sie nicht bräuchten.
Wenn jeder Mensch dem anderen fremd
und der dicke Claus im Schornstein klemmt.
Auf das Lieder nicht im Chor erklingen,
mein fieser Plan, er mög‘ gelingen.
Erst dann so hab‘ ich meine Ruh‘
Was willst du hier? Machs Listing zu!
Moment mal... hmm... Irgendwas stimmt hier so ganz und gar nicht!
Wo ist denn das 23. Türchen? Wo das fröhlich bunte Cache-Listing, das besinnliche Gedicht, und die vielen vor weihnachtlicher Festtagsstimmung strotzenden Bilder. Man könnte fast meinen hier wurde absichtlich sabotiert. Aber wer könnte hier seine fiesen Finger im Spiel haben? Weihnachten mag doch eigentlich jeder, oder etwa nicht. Naja, jeder, außer:

Der Grinch!
Er mag Weihnachten nicht nur nicht, er hasst es sogar regelrecht. Und auf die Frage seiner ungeliebten Nachbarn unten im Tal von Whoville "Ist Weihnachten nicht schön?" antwortet er steht's mit:
"Ja! Weihnachten ist nicht schön!"
Whoville ist übrigens das kleine wundersame Dorf, in dem das Weihnachtsfest mit Hingabe bis zum Äußersten praktiziert wird, so dass einem wirklich schlecht vor lauter Vorfreude werden kann. Aber ihre liebenswürdigen Bewohner, die Whos, kennen nichts Schöneres als ihr Dorf festlich zu schmücken, und fröhliche Lieder singend, zusammen und mit vielen Geschenken, Weihnachten zu feiern.
Davon gänzlich unbeeindruckt, und auf dem unweit entfernten Mount Crumpit, wohnt der Grinch, zusammen mit seinem einzigen wirklichen Freund. Seinem Hund Max.
Runter ins Dorf blickend runzelt er die Stirn und seufzt schwer beim Anblick der Whos, wie sie gerade wieder alle Vorbereitungen für das anstehende Weihnachtsfest treffen. Und in Gedanken versunken erinnert er sich an früher…
Er lief durch die Menge, durch Lärm und Lichterschein,
und ihr Jauchzen und Lachen ging durch Mark und durch Bein.
Es erinnerte ihn an ein längst vergangenes Jahr,
als er ein einsamer trauriger Junge war.
Ein Junge ohne Zuhause, der sehr viel weinte,
keine Mutter hatte, keinen Vater, der es gut mit ihm meinte.
Im Grinch stieg nackte Angst hoch, die an ihm zehrte,
und er dachte an die Weihnacht, als sich niemand um ihn scherte.
Als niemand da war, wie in einem bösen Traum,
und es keine Karten und Geschenke gab, erst recht keinen Baum.
Als er den anderen Kindern zusah, war ihm eines klar.
Dies war der schrecklichste Tag im ganzen Jahr.
Nun war schon wieder dieser Tag, die Zeit sie verrinnt,
und er fühlte sich wieder wie damals als Kind.
Er sah, wie die Whos vor Kuchen, Pudding und Whobraten saßen,
und aßen, aßen, aßen, aßen, aßen.
nur er war nicht dabei, wie an all diesen Tagen.
Das war für den Grinch nur schwer zu ertragen.
Und dann taten sie etwas, was er noch schlimmer fand:
alle in Whoville stellten sich auf Hand in Hand,
und dann, während die Weihnachtsglocken läuteten und klangen,
standen Groß und Klein bei einander und sangen.
"Sie singen, sie singen, und sie singen, singen, singen, singen…“
der Erinnerung zu entkommen wollte ihm nicht gelingen.
So schwor er sich zu guter Letzt,
"Dem Weihnachtswahnsinn wird nun ein Ende gesetzt."
Aufgrund dieser traumatischen Erlebnisse, hat er es sich zur Aufgabe gemacht Weihnachten zu stören, wo er nur kann. Und darunter müssen eben nicht nur die Whos, sondern auch alle Geocacher leiden.
"Geocacher, ach, die tricks ich aus im Nu.
Das 23ste Türchen, das bleibt ganz fest zu.
Wir spielen das Spiel nach meinem Ermessen.
Ohne Adventskalender würden sie Weihnachten glatt vergessen.
Ein Cacherleben würde ich mir dreimal überlegen,
wenns nichts zu finden gäbe, würde sich keiner regen.
Mal finden sie was, mal haben sie Pech.
Hocken jeden Tag vor ihren Smartphones und warten auf einen neuen Cache,
nur um wie vom Wahnsinn besessen durch die ganze Stadt zu jagen,
und ihre Namen auf ein Stück Papier einzutragen.
Egal, Hauptsache sie bekommen ihr Türchen nicht auf.
Ihre enttäuschten Gesichter, da freu ich mich drauf.
Drum klau ich ihnen den Cache samt Weihnachtsbaum,
dann heulen und fluchen sie, freuen sich kaum.
Auch Bilder und Banner, das kommt alles weg,
denn jetzt komme ich, der Weihnachts-Schreck.
Weihnachten kann ich nicht verhindern, aber kontrollieren.
Doch da reicht es nicht den Kalender zu sabotieren.
Ich muss am Anfang eingreifen, das ist ganz klar.
Weihnachten ja, aber nicht wie's früher mal war.
Und es nur gibt nur einen Ort wo mir das gelingen kann wohl.
Auf geht's! Los! Zum eisigen...
NORDPOL!!!"

Und so begibt sich der Grinch in den hohen Norden. Unterm Arm trägt er den gestohlenen Baum samt Cache mit sich...
Hier an der Quelle dieses unsäglichen Treibens arbeiten die Elfen auf Höchsttouren. Sie basteln, sägen, hämmern und verpacken alles Mögliche.
Währenddessen sitzt der Weihnachtsmann seinen Hintern im Schaukelstuhl platt, und schielt im Halbschlaf gelegentlich über seine Brille, um zu sehen, ob denn auch alle schön fleißig sind.
Etwas weiter entfernt, auf einer Schneekuppe, steht nun der Grinch und beobachtet das emsige Treiben in der Werkstatt durch ein Fernglas.
"Hier ist er. Der Ursprung dieses ganzen kitschigen Wahnsinns. Die Quelle allen Übels, all dieser Fröhlichkeit, der viel zu bunten Lichter und Wham!
Dazu weht hier noch dieser fürchterliche Geruch von heißem Traubensaft. Es ist einfach wi-der-lich! Da stellen sich mir alle Nackenhaare auf.
Wenn ich Weihnachten wirklich stoppen will, muss ich hier anfangen."
Eine Sache verwundert ihn allerdings.
Zwar sieht er hier den Weihnachtsmann in der Hütte hocken, aber die Elfen machen mehr den Eindruck, als hätten sie früher bei VW am Band gestanden. Und was liest er da? HOHO Inc. ? Die idyllische kleine Werkstatt ist eben über die Jahre auch zu einem kapitalistischen Konzern herangewachsen, subventioniert mit Millionen der eingespielten Steuereinnahmen. Und da gibt es eben andere Vorschriften. Keine Schuhe und Mützen mit Glöckchen, keine Streifenstrümpfe, auch wenn sich nicht alle dran halten. Überhaupt scheint hier alles etwas anders zu sein.
Egal. Grund genug und eine weitere Bestätigung für ihn hier einzuschreiten.
So schleicht er sich erstmal in die Werkstatt und manipuliert alle Werkzeuge und Bauanleitungen für die Spielzeuge und Gegenstände.
Eine Katastrophe, denn bei den Elfen läuft nun alles falsch. Sie produzieren Teddys mit 3 Augen, staubsaugende Toaster, und stricken Schwedenpullover mit Köttbullar Motiv. Damit noch nicht genug, vertauscht er alle Adressen so, dass z.B. Oma Hildegard die süßen Polizeihunde-Figuren bekommt, statt der neuen Hüfte, während der kleine 2-jährige Timmi mit der Schlagbohrmaschine spielt, welche für Onkel Manfred gedacht war, der nun widerum die für seine Frau gedachten Netzstrumpfhosen tragen muss.
Am Schlitten macht sich der Grinch mit der Säge zu schaffen, und tauscht das Zauberflugpulver für die Rentiere gegen Juckpulver. Dem inzwischen eingeschlafenen Santa Claus rasiert er zu guter Letzt noch den Bart ab. Wer hätte das gedacht: darunter ist Helene Fischer.
Die falschen Geschenke, sich kratzende Rentiere, ein kaputter Schlitten, und aus Santa Claus wurde Santa Claudette:
- So sabotiert der Profi Weihnachten! -
Am Ende verschwindet der Grinch in einem kleinen Wald hinter der Werkstatt. Hier wäre ein schöner Platz für den Baum, den er noch immer bei sich hat. Doch dieser gefällt ihm so gut, dass er ihn selbst behalten will:
"Chaos gestiftet, das Fest sabotiert,
ich bin der Grinch, der an Weihnachten regiert.
Den Baum behalt ich, so wie er hier steht,
denn Max freut sich auf ihn, wenn er Gassi geht."
Im Chaos, das er hinterlassen hat, flüchtet er Richtung Dresden.
Dabei verliert er seine Postkarte, die er seinem Hund Max vom Nordpol schicken wollte.

Könnt ihr damit etwas anfangen? Vielleicht verrät sie euch, wohin der Grinch geflohen ist und ihr könnt das 23ste Türchen öffnen, all den ungeduldigen FTF-Jägern das Ende ihres Ausharrens bereiten, noch mehr Lust auf das 24. Türchen machen und Weihnachten retten! Ist das nichts?
Oder bist du eher ein Grinch?
Einer, der anderen nur Schlimmes wünscht?
Dann bleib doch zuhaus! Mach's Listing zu!
Verschlaf Weihnachten und lass uns bloß in Ruh!
Anhang: Wimmelbild
Reverse-Wherigo: Dies ist ein Wherigo-Cache. Die Cartridge kannst du hier herunterladen. Sie wurde vom lieben -Waldmeister- erstellt und allen Geocacher*innen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an der Stelle! Gespielt wird von überall, wo du bist. Mit der Cartridge machst du nur immer wieder Abfragen zur Entfernung zum Cache. Ziel ist: so wenige Abfragen wie möglich. Beim Start des Wherigos musst du die drei sechsstelligen in diesem Rätsel ermittelten Zahlen-Codes eingeben, damit die Reverse-Box weiß, welches Ziel du ansteuerst. Los geht's und viel Spaß!