
Am Koschenberg bei Senftenberg in der Niederlausitz befindet sich ein relativ großer Steinbruch, in dem auf mehreren Sohlen Grauwacke abgebaut wird. Die Halden erscheinen recht eintönig, bei längerer Suche lassen sich neben kleinsten chloritführenden Quarzgängen hübsche Pyritkriställchen finden, z.T. extrem flach verzerrt auf dünnen Kluftflächen. Aus dem Pyrit hervor gehen gelbe, schwefelig riechende Sekundärverbindungen, die vermutlich in die Nähe von Copiapit zu stellen sind. Desweiteren kommt Graphit vor, der in kleinen Linsen in der Grauwacke eingeschlossen ist, die fast immer mit Pyrit umsäumt sind. Da andere Brüche in der (vor allen Dingen südlichen) Umgebung (Wetterberg, Dubring, Oßling) für gute Mineralfunde bekannt sind, ist nicht auszuschließen, dass auch am Koschenberg noch weit mehr Minerale vorkommen.