Zwischen Kunst und Kommerz sollte es keine Barrikaden geben.
– Bernd Eichinger
„Purpurtöne“ – J.T.R. (2024)
In der Filder-Kunsthalle hängt seit kurzem ein neues Gemälde. Man munkelt, es würde das letzte Werk aus der Feder des Künstlers sein. Die Besucher sind über das Gemälde jedenfalls begeistert – genauso wie die Kunstkritiker. Nachdem die Schwarztöne als kreatives, wenngleich offensichtliches Plagiat identifiziert wurden, schlagen die Journalisten bei den Purpurtönen ganz andere Töne an. Dylan Akalin vom General-Anzeiger Bonn schreibt im Ressort Kultur & Medien: „Dieses Gemälde, bestehend aus zehn Zahlen, vier Quadraten, einem Herz und satten Purpurtönen, schafft es, auf beeindruckende Weise die Essenz eines ikonischen Werks eines New Yorker Künstlers einzufangen, dessen Bekanntheit weit über die Grenzen Deutschlands hinausreicht. Trotz des offensichtlichen Bezugs gelingt es dem Nachwuchskünstler J.T.R., das Original mit einer frischen Energie neu zu interpretieren. Der gekonnte Einsatz von Farbe und Symbolik vermittelt eine universelle Wiedererkennung, die in ihrer Einfachheit doch kraftvoll wirkt und dem Original aus den 90ern eine würdige Hommage erweist.“
Doch welcher Künstler wurde hier gekonnt kopiert? Für wen wurde das Original-Werk geschaffen?
[Hinweis: An den Listingkoordinaten kann man viele Kunstwerke, aber keine Dose finden.]