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Doggererz AG – Pfeiler Förderbrücke Traditional Cache

Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Petling an einem zerfallenden Pfeiler einer alten Förderbrücke. Die glatten Armierungsstähle liegen frei und verraten uns, dass der Pfeiler in den 1930er Jahren errichtet wurde. Es kann direkt am Dösle geparkt werden, bitte Vorsicht, der Weg wird gerne von Radfahrern genutzt.

Eisenerz in Blumberg

In der Blumberger Pforte sind Schichten des Mitteljura (früher auch Brauner Jura oder Dogger) angeschnitten. Eine dieser Schichten hat einen Eisengehalt von 21 – 25% und eine Mächtigkeit von etwa 4 – 4 1/2 Metern.

Wegen diesen Eisenerzen hat Blumberg eine lange Bergbautradition. Urkundlich ist dies erstmals 1544 belegt. Zunächst wurde das Erz in Hammereisenbach verarbeitet, später am westlichen Ortsrand von Blumberg. Von 1720 bis ins 20. Jahrhundert gibt es keine weiteren Belege für einen Abbau.

Hintergrund des Abbaus

Kurz vor dem 2. Weltkrieg wurde der Abbau im Rahmen der Kriegsvorbereitungen wieder aufgenommen, Deutschland sollte weitgehend autark werden. In den Jahren 1935 bis 1942 wurde durch die Doggererz AG Eisenerz gefördert. Dazu wurden Bergleute nach Blumberg geholt.

Für Blumberg war dies eine Herausforderung. Da die Blumberger Infrastruktur nicht ausreichte, auch noch die "neuen" Arbeiter und ihre Familien zu versorgen, kam es zu Spannungen zwischen den Alteingesessenen und den Neubürgern, z.B. beim Besuch von Bäckern und Metzgern.

Doch auch die zugezogenen Bergleute waren unzufrieden. Viele waren als politisch unzuverlässig eingestuft und wurden von ihren alten Arbeitgebern im Saarland und Ruhrgebiet entlassen. Um einen Wechsel nach Blumberg attraktiv zu machen, hatte man ihnen auch höhere Löhne versprochen, als ihnen dann in Blumberg tatsächlich gezahlt wurden. Im Laufe der Zeit wuchs die Anzahl der Bergleute auf etwa 1800 an, wobei auch Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Die damaligen Wohnverhältnisse und Arbeitsbedingungen werden als extrem schlecht geschildert, die Unfallzahlen waren hoch.

Die Bevölkerung der Stadt Blumberg wuchs in dieser Zeit nach Angaben der Stadt von ursprünglich etwa 700 Einwohner bis 1945 auf das Zehnfache.

Abbau

Die Abbaugebiete lagen nordöstlich von Blumberg am Eichberg und am Stoberg, auf der Höhe von Blumberg–Zollhaus an der Nordseite des Ristelbergs und am Lindenbühl. Das Erz wurde im Tagebau und in Stollen gewonnen.

 

Transport, Aufbereitung und Verhüttung

Das nördlich von Blumberg gewonnene Roherz wurde vom am Stoberg gelegenen Nordwerk, dessen Gebäude noch genutzt werden, mit einer Lorenbahn über eine Förderbrücke zum beim Bahnhof Zollhaus gelegenen Südwerk transportiert.

Im Südwerk wurde das Roherz in Drehöfen geröstet und der Eisengehalt auf etwa 45 % angehoben. Von dort wurde es mit der Bahn ins Saarland zur Verhüttung gebracht. Das Eisen aus Blumberg hatte hohe Schwefel- und Siliziumgehalte, der Abbau war unrentabel. Nachdem die Wehrmacht Zugriff auf ergiebigere Vorkommen geschaffen hatte, wurde der Abbau 1942 endgültig eingestellt.

In Gleisnähe beim Südwerk sind noch zwei Reste der Förderbrücke erhalten. Am größeren, nördlich gelegenen, Pfeiler liegt der Cache. Von dort kann man den südlich der Gleise liegenden Endpfeiler der Förderbrücke sehen.

 

 

Additional Hints (Decrypt)

Rvasnpu zny anur mhz Csrvyre frgmra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)