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Dreifach-Wasserscheide Pass Lunghin EarthCache

Hidden : 9/22/2024
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Dreifach-Wasserscheide

Pass Lunghin

Bild: Owner

Deine Aufgaben:

Gehe zum GC-Punkt und beantworte folgende Fragen:

 

  1. Welche Art der glazialen Erosion hat hier stattgefunden? Schaue dir dazu die Umgebung an.
  2. Was hat die Bildung der Dreifachwaserscheide unterstützt?
  3. Von der Wasserscheide hast du einen perfekten Rundumblick. Somit kannst du sicherlich auch die Frage beantworten, was der Gletscher hier für eine Talform hinterlassen hat?
  4. Mache ein Foto von dir oder etwas anderem (Zettel mit Namen oder dergleichen) mit der Wasserscheide oder dem Wegweiser im Hintergrund. Das Foto muss beweisen, dass du auch tatsächlich vor Ort gewesen bist!

 

Sie können Ihren Fund sofort protokollieren. Antworten müssen mir jedoch innerhalb von 14 Tagen zugesandt werden, sonst wird Ihr Protokoll möglicherweise gelöscht.

Logs OHNE Foto von Dir werden gelöscht!

 

Geologische Besonderheit der Dreifach-Wasserscheide am Pass Lunghin

Die Dreifach-Wasserscheide am Pass Lunghin, der auf etwa 2.645 Metern Höhe in der Schweiz im Engadin liegt, ist eine geologische Besonderheit, da sie ein einzigartiger Punkt in Europa darstellt, an dem sich drei bedeutende Wasserscheidegebiete treffen. An diesem Punkt fließt Wasser in drei verschiedene Meere:

1. Nordsee: Das Wasser, das in die Julia fließt, wird über den Rhein schließlich in die Nordsee geleitet.

2. Schwarzes Meer: Das Wasser, das in den Inn fließt, erreicht über die Donau das Schwarze Meer.

3. Adriatisches Meer: Das Wasser, das in den Mera fließt, gelangt über den Po in die Adria.

Diese geographische Besonderheit macht den Pass Lunghin zu einem seltenen natürlichen Knotenpunkt, an dem Wasser in drei verschiedene Flusssysteme und Meeresgebiete abgeleitet wird. Dies ist ein faszinierendes Beispiel für die Dynamik von Wasserscheiden und deren Einfluss auf die Hydrologie großer Regionen Europas.

Zusätzlich ist der Pass Lunghin nicht nur ein interessantes geologisches Phänomen, sondern auch ein beliebtes Ziel für Wanderer, die diese besondere Stelle erleben möchten.

Wir schauen uns nun an, warum es so ist und was die Topographische Lage damit zu tun hat.

Quelle: wikipedia

 

Warum ist der Pass Lunghin die einzige Dreifachwasserscheide in Europa?

Der Pass Lunghin ist die einzige Dreifachwasserscheide in Europa aufgrund der spezifischen topographischen und geologischen Gegebenheiten, die an diesem Punkt zusammentreffen. Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, an denen Wasser in drei verschiedene Meeresbecken abfließen kann, und die Konstellation dieser Flusssysteme erfordert eine sehr spezielle Landschaftsform.

Hier sind die wichtigsten Gründe, warum der Pass Lunghin diese einzigartige Dreifachwasserscheide ist:

1. Topographische Lage: Der Pass Lunghin liegt in einem geologisch komplexen Gebirgsgebiet in den Alpen, das die Wasserscheide zwischen drei großen Flusssystemen bildet. Die Höhe und die Form der umliegenden Berge und Täler lenken den Wasserabfluss in verschiedene Richtungen.

2. Verbindung von drei bedeutenden Flusssystemen: Die Flüsse, die am Pass Lunghin entspringen oder durch die umliegenden Gebiete fließen, gehören zu drei großen europäischen Flusssystemen: dem Rhein (Nordsee), der Donau (Schwarzes Meer) und dem Po (Adriatisches Meer). Solche Verbindungen von Flusssystemen, die jeweils in verschiedene Meeresbecken münden, sind äußerst selten.

3. Alpine Hydrologie: Die Alpen selbst sind als wichtiges Wasserscheidegebirge für viele Flusssysteme in Europa bekannt. Die besondere Form der Lunghin-Region erlaubt es, dass kleine Höhenunterschiede und die Struktur der Täler das Wasser in verschiedene Richtungen abführen können.

4. Geologische Einzigartigkeit: Das Gestein und die Bodenbeschaffenheit der Alpen spielen ebenfalls eine Rolle, da sie den Verlauf der Flüsse beeinflussen. Diese Faktoren sorgen dafür, dass der Pass Lunghin das einzige Gebiet in Europa ist, das eine so besondere Wasserscheidekonstellation aufweist.

Andere Gebirgssysteme oder Landschaften in Europa besitzen nicht die gleiche Kombination von topographischen und hydrologischen Bedingungen, die für das Entstehen einer Dreifachwasserscheide notwendig sind. Daher bleibt der Pass Lunghin eine geologische Besonderheit.

 

Wie ist es zu dieser Einzigartigkeit gekommen?

Die Entstehung der Dreifachwasserscheide am Pass Lunghin ist das Ergebnis eines komplexen geologischen und hydrologischen Prozesses, der sich über Millionen von Jahren entwickelt hat. Die Hauptursachen dafür sind die geotektonischen Bewegungen, die alpine Gebirgsbildung und die damit verbundenen Veränderungen in der Flusslandschaft. Hier ist eine Übersicht, wie es dazu gekommen ist:

1. Alpine Gebirgsbildung

Vor etwa 100 Millionen Jahren begann die Bildung der Alpen durch die Kollision der afrikanischen und eurasischen tektonischen Platten. Dieser Prozess, der als alpidische Gebirgsbildung bekannt ist, führte zur Auffaltung der Alpen und formte deren heutige Struktur. Die stetige Erhebung und Deformation des Gesteins veränderte das Relief der Region und beeinflusste den Verlauf der Flusssysteme.

- Die Alpen bildeten eine Barriere, die die Wasserscheiden in Europa veränderte. Während dieses Prozesses wurden bestehende Flusssysteme umgelenkt und neue Flusstäler entstanden.

2. Erosion und Flusstalbildung

Durch Erosion, Gletscherbewegungen und Flüsse, die sich über Jahrmillionen durch das Gestein gruben, entstanden die heutigen Täler und Flussläufe. Der Pass Lunghin, als Hochpunkt zwischen diesen Tälern, entstand durch diese kontinuierliche erosive Kraft.

- Die Gletscher der Eiszeiten trugen wesentlich zur Gestaltung der alpinen Landschaft bei und hinterließen tiefe Täler, die die Wasserscheide weiter formten. Die unterschiedlichen Täler leiteten das Schmelzwasser in verschiedene Richtungen, was zur Dreifachwasserscheide beitrug.

3. Hydrologische Teilung

Die Anordnung der Täler und die Lage des Pass Lunghin sorgten dafür, dass das Wasser, das in dieser Region fällt (z. B. als Regen oder Schnee), in drei verschiedene Richtungen fließen kann:

   - Der Rheinfluss entwickelte sich in Richtung Norden und mündet in die Nordsee.

   - Die Julia, ein Nebenfluss der Donau, fließt nach Osten und mündet ins Schwarze Meer.

   - Der Mera, der über den Po zur Adria fließt, nimmt den südwestlichen Abfluss.

Diese Aufteilung ist das Resultat der besonderen Anordnung der Täler und des Gefälles rund um den Pass Lunghin.

4. Plattentektonische Dynamik

Die fortlaufende Bewegung der tektonischen Platten und die alpine Erhebung sorgen auch weiterhin für minimale Veränderungen in der Struktur der Wasserscheiden. Dennoch hat sich die Landschaft um den Pass Lunghin seit der letzten Eiszeit weitgehend stabilisiert, und die Flussläufe haben sich gefestigt.

5. Klima und Schmelzwasser

Das Klima in den Alpen, mit seinen Gletschern und hohen Niederschlägen, spielt ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung und Erhaltung dieser besonderen hydrologischen Teilung. Schmelzwasser aus den Gletschern und Regenwasser werden an diesem Punkt durch die natürliche Neigung des Geländes in drei Richtungen verteilt.

Fazit

Die Dreifachwasserscheide am Pass Lunghin ist das Ergebnis einer seltenen Kombination geologischer Prozesse, bei denen die alpine Gebirgsbildung, Erosion durch Gletscher und Flüsse, sowie die topographische Lage eine entscheidende Rolle spielen. Diese Prozesse formten die Landschaft so, dass der Pass Lunghin heute ein einzigartiger Punkt in Europa ist, an dem Wasser in drei verschiedene Meeresgebiete fließen kann.

 

Erosion durch Gletscher

Hier beginnt nun unser Lernabschnitt:

Die Erosion durch Gletscher ist ein zentraler Prozess, der die heutige Landschaft der Alpen – einschließlich der Dreifachwasserscheide am Pass Lunghin – maßgeblich geprägt hat. Gletscher wirken wie riesige, langsam fließende Eismassen, die das darunterliegende Gestein und den Boden stark erodieren und formen. Dieser Prozess, der über Jahrtausende stattfindet, hat die charakteristischen Täler und Hochpunkte der Alpen geschaffen, die heute als Wasserscheiden fungieren. Hier ist ein Überblick, wie Gletscher die Erosion und die Formung von Landschaften bewirken:

1. Gletscherbewegung

Ein Gletscher bewegt sich aufgrund seines Eigengewichts und der Schwerkraft langsam bergab. Dabei schabt das Eis über den Felsboden und reißt Gestein, Sedimente und Erde mit sich. Dies führt zu einer Abtragung des Gesteins, was als glaziale Erosion bezeichnet wird. Es gibt zwei Hauptmechanismen der glazialen Erosion:

   - Abrasion (Abschleifung): Wenn der Gletscher über das Gestein gleitet, wirken die mitgeführten Felsbrocken wie Schleifpapier und schleifen das darunterliegende Gestein ab. Dies führt zu glatten, polierten Felsflächen und tiefen Kratzspuren (Gletscherschrammen), die in vielen alpinen Regionen zu sehen sind.

   - Detersion (Schürfen): Der Gletscher kann durch Druck Frostsprengung hervorrufen, bei der Wasser in Spalten des Gesteins eindringt, dort gefriert und sich ausdehnt. Dies führt dazu, dass große Felsblöcke vom Untergrund abgelöst und vom Gletscher mitgeführt werden.

2. Formung von U-Tälern

Eine der markantesten Landschaftsformen, die durch Gletschererosion entstehen, sind die sogenannten U-Täler. Im Gegensatz zu Flusstälern, die eher V-förmig sind, formen Gletscher breite, tief eingeschnittene Täler mit einer U-Form. Dies geschieht, weil Gletscher über eine viel größere Fläche wirken und nicht nur das Gestein auf dem Talboden, sondern auch an den Seitenwänden abtragen. Diese U-Täler beeinflussen den Verlauf der Flüsse, die nach dem Rückzug des Gletschers das Tal durchströmen.

   - Am Pass Lunghin und in der Umgebung können solche U-förmigen Täler als Rinnen betrachtet werden, in die das Schmelzwasser und Regenwasser abfließt und die heute die Wasserscheide zwischen den Flusssystemen prägen.

Quelle: raonline

3. Bildung von Gletschermoränen

Während der Gletscher voranschreitet und erodiert, sammelt er Gestein und Sedimente in seinem Eis. Diese werden am Gletscherende oder entlang der Gletscherflanken als Moränen abgelagert, wenn der Gletscher schmilzt oder zurückweicht. Diese Moränen können Täler blockieren oder Wasserläufe umleiten, was ebenfalls Einfluss auf die Bildung von Wasserscheiden haben kann.

   - Im Fall des Pass Lunghin könnten Moränen das Abfließen des Schmelzwassers in verschiedene Richtungen unterstützt haben, wodurch der Punkt zu einer Dreifachwasserscheide wurde.

4. Gletscherseen und Schmelzwasser

Gletscher hinterlassen oft Senken oder Becken, die sich nach dem Rückzug des Gletschers mit Wasser füllen und Gletscherseen bilden. Diese Seen und die Flüsse, die aus ihnen entspringen, spielen eine wichtige Rolle in der Verteilung des Schmelzwassers, das letztlich in unterschiedliche Flusssysteme fließen kann.

   - Am Pass Lunghin trägt das Schmelzwasser der umliegenden Gletscher zu den Flüssen bei, die in drei verschiedene Meeresbecken münden.

5. Rückzug der Gletscher und Flussverläufe

Nach der letzten Eiszeit, vor etwa 10.000 Jahren, begann sich das Klima zu erwärmen, und die Gletscher zogen sich zurück. Dieser Rückzug legte die erodierten Täler frei, die dann von Flüssen übernommen wurden. Die Flüsse begannen, sich ihren Weg durch die von den Gletschern geschaffenen Landschaften zu bahnen, und formten die endgültigen Wasserscheiden.

   - Am Pass Lunghin führte der Rückzug der Gletscher dazu, dass das Wasser in drei verschiedene Richtungen abfließen konnte: in den Rhein, die Donau und den Po.

Fazit

Die Gletscher haben durch ihre massive Erosionskraft die Landschaft der Alpen entscheidend geformt und U-Täler, Moränen und andere charakteristische Landformen geschaffen. Diese glazialen Prozesse haben am Pass Lunghin eine Landschaft hinterlassen, die es ermöglicht, dass Wasser in drei verschiedene Flusssysteme und damit in drei verschiedene Meere fließt. Ohne die Wirkung der Gletscher in den Alpen wäre diese einzigartige Dreifachwasserscheide kaum möglich gewesen.

 

Dieser Earth Cache wurde nach den Guidelines 2024 erstellt.

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